Mehrere Millionen Euro wollte die Stadt in das Projekt „Sozialer Wohnungsbau“ investieren, und auf dem Grundstück unterhalb der „Alno-Villa“ an der Heiligenberger Straße ein Wohngebäude bauen, um Obdachlosen, sozial schwachen Menschen oder auch Asylbewerbern ansprechende Wohnmöglichkeiten zu bieten. Allein, die finanziellen Auswirkungen von Corona auf den städtischen Haushalt machten diese Pläne zunichte. Dennoch will und muss die Stadt ihrer Verpflichtung nachkommen, und ein Quartier für Not- oder Zwangsunterbringung oder Asylanten zur Verfügung zu stellen. Bislang werden Betroffene in dem maroden Wohnkomplex in der Martin-Schneller-Straße untergebracht, der nach Angaben von Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter nicht mehr sanierungsfähig ist.

Temporäre Wohnanlage mit Containern

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates präsentierte Peter dem Gremium den Vorschlag, eine temporäre Wohnanlage mit Containern zu errichten. Als kostengünstigsten Standort hat die Bauverwaltung den ehemaligen Schrottplatz ausgemacht, der an das Ott-Areal grenzt und mittlerweile leer geräumt ist. Dort sollen acht Einzelcontainer, sechs Meter lang und drei Meter breit, aufgestellt werden, dazu zwei Doppelcontainer – sechs auf sechs Metern. Die Containerkosten sowie die erforderliche Haustechnik wurden mit 250 000 Euro veranschlagt, die Gesamtkosten auf 365 000 Euro.

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Hoffnung, dass Container noch vor Weihnachten bezugsfertig sind

Die Verwaltung organisierte eine beschränkte Ausschreibung, wobei nur zwei Angebote wertbar waren. Zwei weitere Angebote waren nach Angaben des Stadtbaumeisters unvollständig. Den Zuschlag erhielt die Firma Knaus aus Bechingen, die die Container für 205 000 Euro liefert. Bürgermeister Thomas Kugler und die Verwaltung hoffen, dass die Lieferzeiten nicht allzu lange sind, denn die Container werden von der Firma nach der Auftragserteilung durch den Gemeinderat jetzt angefertigt. Bis Weihnachten sollen die Notunterkünfte in Betrieb gehen.

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