„Ja, es stimmt. Wir bauen einen neuen Zustellstützpunkt im Industriegebiet Mengener Straße„, bestätigt Dieter Nawrath, Pressesprecher Deutsche Post DHL, eine Anfrage des SÜDKURIER, wonach der einstige „Gelbe Riese“ in Pfullendorf bleibt, und seine Präsenz räumlich sogar ausbaut. Im Gewerbegebiet hat der Konzern eine Fläche von 4300 Quadratmetern gekauft, und wird darauf ein Gebäude mit rund 750 Quadratmetern Nutzfläche bauen, das im ersten Halbjahr 2021 bezogen werden und Platz für 40 Arbeitsplätze bieten soll.

Die Bauarbeiten für den neuen DHL-Zustellstützpunkt im Industriegebiet „Mengener Straße“ haben bereits begonnen und Mitte 2021 soll das Gebäude bezugsfertig sein.
Die Bauarbeiten für den neuen DHL-Zustellstützpunkt im Industriegebiet „Mengener Straße“ haben bereits begonnen und Mitte 2021 soll das Gebäude bezugsfertig sein. | Bild: Volk, Siegfried

4300 Quadratmeter Fläche im Industriegebiet „Mengener Straße„

Bekanntlich musste die Post ihr jahrzehntelanges Domizil in der Bahnhofsstraße aufgeben, das schon vor Jahren von einem Investor gekauft worden war. Als Interimslösung hat man sich in einem leerstehenden Gebäude der Neuen Alno GmbH eingemietet. Diesen Standort hat die Stadt vermittelt, erklärte Bürgermeister Thomas Kugler auf Anfrage des SÜDKURIER. Schon vor mehr als 1,5 Jahren hatte der neue Eigentümer des Postgebäudes in der Bahnhofsstraße darauf gedrängt, dass der Mieter auszieht.

Stadt reservierte Fläche für die Deutsche Post DHL

Deshalb reservierte die Stadt im Industriegebiet „Mengener Straße„ eine mehrere tausend Quadratmeter große Fläche für die Post. Dann hörten die Stadtoberen längere Zeit nichts, bis der Brief- und Paketzusteller die Kündigung erhielt und die Kommune den Verantwortlichen die reservierte Fläche präsentieren konnten, die vollste Zustimmung fand. „Die Baugenehmigung ist erteilt“, freut sich der Rathauschef, dass die Post weiter in der Linzgaustadt präsent ist.

Vorbereitung für die Post-Zukunft mit Elektrofahrzeugen

Das neue Gebäude wird nach Angaben von Pressesprecher Nawrath ebenerdig sein, und im Vergleich zur Bahnhofsstraße über deutlich mehr Platz in der Paketverteilung verfügen, sodass der Betrieb logistisch und wirtschaftlich optimiert werden kann. Man habe auch ausreichend Rangierflächen zur Verfügung, ergänzt der Post-Sprecher, dass baulich alles so vorbereitet werde, um in Zukunft mit Elektrofahrzeugen die Post ausliefern zu können.

25 bis 30 neue Wohnungen

Bis Jahresende werde wohl auch das Baugesuch des neuen Eigentümers des alten Postgebäudes bei der Verwaltung eingehen, schätzt Bürgermeister Thomas Kugler, denn 2021 soll das Vorhaben starten. Der Investor plane den Bau von 25 bis 30 Wohnungen in unterschiedlichen Größen inklusive einer Tiefgarage. Das Vorhaben ist rechtlich problemlos, dass man für den Innenbereich keinen Bebauungsplan benötigt und es sich auch nicht um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Die Verwaltung hat nach Angaben von Kugler schon Planentwürfe des geplanten Gebäudekomplexes erhalten.