Die „Heuberg-Wasserversorgung rechts der Donau„ plant in den Jahren 2020 und 2021 Investitionen an ihrem Wasserwerk im Talhof von 1,05 Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro sind für den Neubau eines Wasserhochbehälters „Obere Kreuter“ bei Leibertingen vorgesehen. Am Donnerstag billigten die Vertreter der sieben Mitgliedsgemeinden bei der Verbandsversammlung im Neuhauser Rathaus den Wirtschaftsplan für die Jahre 2020 und 2021. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wurde Leibertingens Bürgermeister Armin Reitze für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Verbandsvorsitzender bestätigt. Reitze führt den Verband bereits seit 15 Jahren. Sieben bisherige Mitglieder schieden aus, sie wurden für ihre Mitarbeit vom Vorsitzenden geehrt.

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Trotz dieser Investitionen geht Armin Reitze davon aus, dass der durchschnittliche Wasserpreis für die Mitgliedsgemeinden bei rund 1,16 Euro bleibt. Dazu erklärte der Verbandsvorsitzende im SÜDKURIER-Gespräch: „Wir als Verband beliefern ja, von Ausnahmen abgesehen, nicht den Endverbraucher, sondern die Mitgliedsgemeinden.“ Die Verteilung des Trinkwassers an die Bürger und damit auch der Endverbraucherpreis liegt in der Verantwortung der einzelnen Gemeinden. Je nach Menge des an die einzelne Gemeinde gelieferten Wassers, so Reitze, variiere der Kubikmeterpreis, pendle sich aber im Mittel auf die erwähnten 1,16 Euro ein.

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Die Heuberg-Wasserversorgung bezieht ihr Trinkwasser zum größten Teil aus dem Großschmiedbrunnen bei St. Maurus im Donautal. Von dort wird das Rohwasser zum Wasserwerk im Talhof bei Langenbrunn transportiert und von dort auf den Heuberg gepumpt. Aus demselben Brunnen, allerdings aus tieferen Schichten, bezieht auch die Hohenberg-Wasserversorgungsgruppe ihr Trinkwasser. Die Hohenberggruppe baut derzeit direkt neben dem Wasserwerk der Heuberg-Wasserversorgung ebenfalls ein Wasserwerk. Die Gespräche über Kooperationsmöglichkeiten der beiden Zweckverbände sind derzeit noch nicht abgeschlossen, wie Armin Reitze auf die entsprechende Anfrage auf der Verbandsversammlung sagte. Die Hohenberggruppe baut in ihrem Wasserwerk eine Enthärtungsanlage ein, über die die Heuberg-Wasserversorgung noch nicht verfügt. Reitze kann sich in diesem Bereich eine enge Zusammenarbeit der beiden Zweckverbände vorstellen.

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Ebenfalls noch ohne Enthärtungsanlage ist die zweite Trinkwasserquelle der Heuberg-Wasserversorgung bei Vilsingen. Reitze stellte fest: „Eine eigene Enthärtungsanlage für diesen Tiefbrunnen würde sich angesichts der geförderten Wassermenge nicht lohnen.“ Allerdings lägen die Trinkwasserbrunnen der Inzigkofener und der Meßkircher Wasserversorgung geologisch so geschickt, dass über eine gemeinsame Enthärtungsanlage der drei Kommunen nachgedacht werden könnte. Zunächst enthält der neue Investitionsplan eine Planungsrate von 50 000 Euro.

Einbau einer Wasserkraftschnecke

Wesentlich konkreter sind die Pläne für das verbandseigene Wasserkraftwerk im Talhof. Damit produziert der Zweckverband Strom für den eigenen Bedarf. Was darüber hinaus geht, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Damit diese Anlage umweltgerecht weiter betrieben werden kann, muss der Verband nach EU-Recht sein Donauwehr mit einer Fischtreppe ausstatten. Im Rahmen der Ökooptimierung der Anlage aus dem Jahr 1955 will der Verband ein weiteres kleines Kraftwerk, eine Wasserkraftschnecke, einbauen. Reitze: „Das hätte unter anderem den Vorteil, dass wir in Zukunft an 300 Tagen und nicht wie bisher nur an rund 240 Tagen Strom produzieren könnten“.

Bau eines Hochbehälters geplant 

Der zweite Investitionsbrocken ist der Bau eines Hochbehälters, der die bisherigen Hochbehälter „Obere Kreuter“ und „Paffenbühl“ auf der Gemarkung Leibertingen ersetzen soll. Zu diesem Projekt stellte Reitze klar, dass es nur dann verwirklicht werden könne, wenn die Zuschüsse wie vorgesehen bewilligt würden.

Mit der Liefermenge von 709 666 Kubikmetern war 2018 ein Rekordjahr.

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