Jeder Güterzug, der die Strecke befährt, reduziere nicht nur den Lastwagenverkehr auf der Straße, sondern trage auch zur Wirtschaftlichkeit des Erhalts und der Sanierung der Strecke bei, heißt es darin. Und weiter: "Daher regen wir an, dass die IHK aktiv auf ihre in Frage kommenden Mitgliedsunternehmen zugeht und die Überprüfung anregt, ob nicht Teile der Güterverkehre auf dem Schienenweg transportiert werden können. Hierbei denken wir vor allem an die Kies- und Holztransporte."

Bogner-Unden und Gastel verweisen auf ein Gespräch, das sie bei der Firma Tegometall mit den Firmeninhabern Ulrich und Jakob Bohnacker, Geschäftsführer Arndt Lüdke, Bruno Knödler, Betriebsleiter der Ablachtalbahn, und Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick geführt haben. "Wir sprachen über die Geschichte der Bahnstrecke und die derzeitige Nutzung durch das Unternehmen Tegometal. Eigentümer der Infrastruktur ist die Ablachtal-Bahn GmbH. Geschäftsführer der GmbH ist Ulrich Bohnacker. Gemeinsam mit Bohnacker besichtigten wir das Unternehmen Tegometall, welches jährlich 12 000 Tonnen Stahl auf der Hauptstrecke Mengen-Krauchenwies transportiert." Die Verantwortlichen schätzten sehr die Vorteile des Güterverkehrs auf der Schiene, da die Waggons eine viel größere Kapazität im Vergleich zum Laster hätten, zeitlich unabhängig be- und entladen werden könnten und der Transport auf der Schiene wetterunabhängig und zuverlässig sei. "Übereinstimmend waren sich die Beteiligten einig, dass eine Reaktivierung der Strecke und ein durchgehender Personenverkehr zwischen Mengen und Stockach beziehungsweise darüber hinaus eine sinnvolle Weiterentwicklung darstellt." Ebenso müsse die Ablachtalbahn im Bewusstsein der Unternehmer entlang der Bahnstrecke gefördert werden.