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Ablachtal-Bahn

Ablachtalbahn

Aktuelle News und Hintergründe zur Ablachtal-Bahn.

Die Bahnstrecke Radolfzell–Mengen (auch Ablachtal-Bahn bzw. Hegau-Ablachtal-Bahn) ist eine Nebenbahn in Baden-Württemberg von Radolfzell am Bodensee über Stockach nach Mengen. 

Neueste Artikel
Stockach Bahnverkehr in der Region ist gefragt: Fahrgastzahlen beim Seehäsle steigen stärker als im Landesschnitt – die Ablachtalbahn bleibt trotzdem in der Diskussion
Die Fahrgastzahlen auf der Strecke zwischen Radolfzell und Stockach sind zuletzt stärker gestiegen als im Landesschnitt. Das sagt Ralf Bendl, der beim Konstanzer Landratsamt für den Nahverkehr zuständig ist. Eine Wiederbelebung der Strecke durch das Ablachtal bleibt trotzdem in der Diskussion.
Die Ablachtalbahn im Stadtgebiet von Stockach auf einem Archivbild: Die Schienen kreuzen die Aachenstraße, im Hintergrund sind das ZG-Gebäude und der ZG-Kreisverkehr zu sehen.
Meßkirch Soll die Ablachtalbahn wieder fahren, muss sie vor dem Biber geschützt werden
Dem Biber gefällt es offensichtlich an der stillgelegten Ablachtalbahn zwischen Meßkirch und Sauldorf. Überall findet man dort Spuren seiner Existenz. Das bringt jetzt Probleme: Sollten auf der Ablachtalbahn zwischen Stockach und Mengen wieder Züge verkehren, muss die Strecke vor dem Biber geschützt werden. Derzeit wären einige Streckenteile nicht befahrbar, weil die Biber beispielsweise Fahrdämme untergraben haben.
Spuren des Bibers kann man überall an der Ablach finden. Das Nagetier ist längst wieder heimisch geworden. Inwieweit die Anwesenheit des Bibers Auswirkungen auf die Bahnstrecke hat, ist noch nicht endgültig geklärt.
Meßkirch Mögliche Reaktivierung der Ablachtalbahn: Ergebnisse der Potenzialanalyse frühestens im Januar
Die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden (Grüne) hat Verkehrsminister Winfried Hermann in einem Brief aufgefordert, bei der Potenzialanalyse bezüglich einer Reaktivierung der Ablachtahlbahn vor allem den Tourismus und den Flächendruck am Bodensee zu berücksichtigen. Der Minister verweist in einem Antwortschreiben darauf, dass die Ergebnisse der Analyse frühestens im Januar feststehen werden und betont, dass ein Reaktivierungsprogramm auch ernsthaftes Interesse seitens der Kommunen voraussetzen würde. In Meßkirch will Bürgermeister Arne Zwick noch im Herbst den Gemeinderat über Möglichkeiten des Kaufs der Strecke informieren.
Einen eigenen „Bahnhof“ hat Bichtlingen. Was heute sicher nur spaßhaft gemeint ist, könnte in Zukunft möglich sein. Einen richtigen Bahnhof wird es wohl nicht geben. Aber auch mit einem Haltepunkt könnte die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden.
Stockach Gedächtnis der Region: Eine andere Eisenbahnwelt
Gedächtnis der Region: In den 1970er-Jahren herrschte auf Stockacher Gleisen noch viel Betrieb. Drei Unternehmen hatten einen eigenen Gleisanschluss und auch Personenzüge waren unterwegs – ab 1972 allerdings nur noch nach Radolfzell. Von 1982 bis 1996 gab es auch keinen Personenverkehr mehr in Richtung Süden. Inzwischen gibt es wieder ein starkes Interesse daran, die Ablachtalbahn nach Mengen wiederzubeleben.
Zugverkehr damals: Im Dezember 1976 hält ein Schienenbus im Stockacher Bahnhof. Personenverkehr in Richtung Meßkirch gab es zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr, in Richtung Radolfzell fuhr der letzte Personenzug 1982, ehe 1996 der Nahverkehr nach Radolfzell wieder aufgenommen wurde.
Meßkirch Minister Winfried Hermann: Auf der Ablachtalbahn könnten wieder Züge fahren
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann gibt im Interview mit dem SÜDKURIER positive Signale für eine Aktivierung der Ablachtalbahn. Dann könnten wieder Züge zwischen Mengen und Stockach verkehren, auch Meßkirch wäre wieder am Bahnnetz. Klar ist aber: Obwohl es Zuschüsse gibt, wäre die Reaktivierung ein finanzieller Kraftakt für die Gemeinden an der Strecke.
Gleis ins Ungewisse? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass auf der Ablachtalbahn zwischen Mengen und Stockach wieder Züge fahren werden.
Meinung Die Bahn muss für den ländlichen Raum wieder attraktiv werden
Die Wiederbelebung der Ablachtalbahn von Mengen nach Stockach ist keine Utopie, findet unser Mitarbeiter Karlheinz Fahlbusch. Sie wäre ein wichtiger Schritt, die Bahn für den ländlichen Raum wieder attraktiv zu machen.
Stockach Große Pläne für den Bahnverkehr: Schon 2020 sind Züge auf der Ablachtalbahn möglich und der Druck für einen Halt in Espasingen bleibt hoch
Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat Züge auf der Strecke der Ablachtalbahn für 2020 bestellt – wenn auch nur an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Oktober. Und es gibt weiter Druck für den Haltepunkt Espasingen, das wurde in der jüngsten Sitzung des Stockacher Gemeinderats deutlich.
Espasingen: Der Ort hat zwar einen Bahnhof, an dem hält aber schon lange kein Zug mehr. Ein Bahnhalt wird schon lange gewünscht und mit der Elektrifizierung der Strecke könnte er möglich werden.
Stockach/Meßkirch Ablachtalbahn: Es gibt ein Verkaufsangebot für die Bahnstrecke von Stockach nach Mengen
Der bisheriger Besitzer beziffert seine Forderung. Die Gemeinden, die entlang der Strecke liegen, könnten die Bahnlinie nun kaufen mit dem Ziel, einen Personenverkehr einzurichten. Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick möchte das vorantreiben, die Initiative Bodensee-S-Bahn würde das begrüßen. Doch es gibt auch einige offene Fragen.
Der Übergang der Ablachtalbahn über die Aachenstraße. Die Strecke führt an dieser Stelle nah am viel befahrenen ZG-Kreisel vorbei – inklusive möglicher Rückstaus auf der Straße, wenn die Schranken geschlossen werden sollten.
Meßkirch Gemeinsam für die Ablachtalbahn: Grünen-Politiker rufen Industrie- und Handelskammer Bodensee Oberschwaben dazu auf, auf die Nutzungsmöglichkeit der Bahnstrecke durch Unternehmen aufmerksam zu machen
In einem offenen Brief zum Thema einer Reaktivierung der Ablachtalbahn wenden sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel an die Industrie- und Handelskammer Bodensee Oberschwaben und an deren Hauptgeschäftsführer Peter Jany. Darin wird auf die Bedeutung der Ablachtalbahn für Unternehmer entlang der Bahnstrecke hingewiesen.
Bei einer Ortsbesichtigung der Ablachtalbahn-Strecke in Krauchenwies treffen aufeinander (von links): Ulrich Bohnacker, Andrea Bogner-Unden, Matthias Gastel und Jakob Bohnacker.