Konsequent geht die Gemeinde Herdwangen-Schönach den schon seit längerem eingeschlagenen Weg weiter, Familien mit Kindern in der Kindergartenbetreuung möglichst wenig zu belasten. Einstimmig votierte der Gemeinderat am Dienstagabend dafür, die bisher ausgesetzten Kindergartengebühren für die Monate Mai und Juni dieses Jahres für diejenigen Kinder zu erlassen, die den Kindergarten in dieser Zeit nicht besucht haben.

Keine Gebühren für reduzierte Regelbetreuung im Mai

Außerdem werden für Mai auch die Gebühren für diejenigen Kinder erlassen, die in der letzten Maiwoche die reduzierte Regelbetreuung in Anspruch genommen hatten, da diese im gesamten Monat insgesamt nur zwei Tage betreut wurden.

Gebühren für April wurden bereits erlassen

Nach der Schließung der Kindergärten wegen der Corona-Pandemie hatte der Gemeinderat per Umlaufbeschluss zunächst die Gebühren für April 2020 ausgesetzt. Im Nachhinein entschied sich das Gremium dazu, die Gebühren auch nachträglich nicht zu erheben. Für die Monate Mai und Juni hatte die Gemeinde bislang nur für Kinder Gebühren erhoben, die in der Notbetreuung und der reduzierten Regelbetreuung den Kindergarten nutzten. Eine reduzierte Regelbetreuung hatte ab dem 25. Mai stattgefunden. Dabei durften maximal 50 Prozent der Plätze belegt werden.

Ab 29. Juni wieder regulärer Kindergarten-Betrieb

Neben den Kindern, die in der Notbetreuung waren, konnten zusätzlich weitere Kinder an jeweils zwei Tagen pro Woche die Betreuung nutzen. „Von diesem Angebot hat der überwiegende Teil Gebrauch gemacht“, schilderte Bürgermeister Ralph Gerster. Ab dem 29. Juni war der Kindergarten dann wieder regulär geöffnet.

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Die Verwaltung hat errechnet, dass für den gesamten Zeitraum der Corona-bedingten Einschränkungen sich die Gebührenausfälle für die Gemeinde auf 26 865 Euro belaufen. Als Soforthilfe sowohl für Corona-bedingte Mehrausgaben, als auch für Gewerbesteuerausfälle und entgangene Kindergartenbeiträge habe Herdwangen-Schönach insgesamt rund 76 200 Euro erhalten. Der Anteil nach den Zahlen aus der Kindergartenstatistik betrage rund 55 700 Euro. Da auch Ausfälle bei freien Kindergärten kompensiert werden sollen, habe man bereits im Mai rund 9700 Euro an den Waldorfkindergarten weitergegeben.

Kindergartengebühren steigen zunächst nicht

Auch für die Zukunft bleibt der Gemeinderat Herdwangen-Schönach auf familienfreundlichen Kurs: Ende Juli hatte das Gremium einen Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, künftig die Gebühren für den Kindergarten zu erhöhen. In Zeiten, in denen Familien durch die Corona-Krise sowieso schon stark belastet werden, fand sich für höhere Gebühren keine Mehrheit im Gremium.

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