Ein angetrunkener 60-Jähriger soll im Februar in einer Hechinger Gaststätte Benzin verspritzt haben, auch auf den Wirt. Danach soll er versucht haben, den Wirt anzuzünden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einer Pressemitteilung zufolge gegen einen 60-Jährigen Anklage wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung erhoben.

Anfang Februar dieses Jahres soll der 60-Jährige in angetrunkenem Zustand in den Mittagsstunden in einer Hechinger Gaststätte aus einer Plastikbierflasche, in deren Deckel ein Loch geschnitzt war, Benzin sowohl auf den Boden und die überwiegend hölzerne Einrichtung als auch gezielt auf den ihm gegenüberstehenden Wirt versprüht haben.

Wirt warf den Beschuldigten aus der Gaststätte

Bevor der Beschuldigte das mitgeführte Feuerzeug habe entzünden können, soll er von dem Wirt unter Mithilfe von Gästen aus der Gaststätte befördert worden sein. Dabei soll der 60-Jährige die Flasche verloren haben soll, heißt es in der Mitteilung weiter.

Vor der Tür soll er erneut angesetzt haben, die Kleidung des in Schlagdistanz stehenden Wirtes mit dem Feuerzeug anzuzünden. Der Wirt konnte sich in die Gaststätte zurückziehen.

Der 60-Jährige soll sich dann nach Hause aufgemacht haben, wo er noch am selben Tag festgenommen wurde. Bereits seit Februar sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Anlass für die Tat, so heißt es in der Pressemitteilung, soll die Weigerung des Wirts am Vormittag des Tattages gewesen sein, dem erkennbar alkoholisierten Mann Alkohol auszuschenken. Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat wegen eines versuchten Tötungsdelikts Anklage zum Schwurgericht des Landgerichtes Hechingen erhoben.