Besondere Faszination "Fliegen"

Beim Erlebnistag des Flugsportvereins genossen hunderte Besucher die besondere Atmosphäre auf dem Flugplatzgelände. Den offiziellen Auftakt bildete die Segnung des neuen Segelfliegers „Falke“, die von Diakon Paul Gasser vorgenommen wurde. Damit verfügt der Verein nun über fünf eigene Maschinen. Der zweisitzige „Falke“ mit seinen 80 Pferdestärken wird künftig allen Mitgliedern der Abteilung Motorsegler sowie der Ausbildungsabteilung zur Verfügung stehen.

Vom Rande des Flugfeldes aus konnten die vielen Gäste das Fluggeschehen ganz aus der Nähe mitverfolgen.
Vom Rande des Flugfeldes aus konnten die vielen Gäste das Fluggeschehen ganz aus der Nähe mitverfolgen.

Beim gestrigen Erlebnistag "regnete" es regelmäßig Fallschirmspringer vom Himmel. Dabei handelte es sich um Aktive der Fallschirmspringergruppe „Humanflights“. Schnupper-Rundflüge in Richtung Bodensee. Von Überlingen über Sipplingen und Ludwigshafen nach Radolfzell sowie den Inseln Mainau und Reichenau. Der Rückflug führte an den Überlinger Pfahlbauten sowie den Schlössern in Salem und Heiligenberg vorbei.

Mehrere hundert Gäste bewunderten beim gestrigen Erlebenistag des Flugsportvereins Pfullendorf den Formationsflug der fünf vereinseigenen Maschinen. <em>Bilder: Robert Reschke</em>
Mehrere hundert Gäste bewunderten beim gestrigen Erlebenistag des Flugsportvereins Pfullendorf den Formationsflug der fünf vereinseigenen Maschinen. Bilder: Robert Reschke

Rundgang über das Flugplatzgelände

Nach dem Besuch im Funkturm, in dem sämtliche Funksprüche auflaufen und von dem auch die Platzampel geschaltet wird, ging es in die übrigen Bereiche des Geländes. Die Hallen für die Flugzeuge, die Tankstelle und die sicherheitstechnischen Einrichtungen wie Flughafenfeuerwehr wurden besichtigt. Wer wollte, konnte sich auch Berichte über Flüge nach Casablanca, Santiago de Compostela oder einen Rundflug zu den neun Nachbarstaaten Deutschlands anhören.

Mit dem "Falken" verstärkte der Flugsportverein seine bisherigen vier Fluggeräte. Diakon Paul Gasser übernahm die Segnung, und mit dabei waren Bürgermeister Thomas Kugler, Vereinschef Franz Stadelhofer und Pilot Frank Vochazer (von links).
Mit dem "Falken" verstärkte der Flugsportverein seine bisherigen vier Fluggeräte. Diakon Paul Gasser übernahm die Segnung, und mit dabei waren Bürgermeister Thomas Kugler, Vereinschef Franz Stadelhofer und Pilot Frank Vochazer (von links).

"Man kann total abschalten"

Frank Vochazer aus Rengetsweiler ist seit 2011 Mitglied des Vereins und leitet die Gruppe der Motorsegler.

Der Vorsitzende des Flugsportvereins Pfullendorf, Franz Stadelhofer, hat mit seinen rund 40 Helfern den diesjährigen Erlebnistag organisiert.
Der Vorsitzende des Flugsportvereins Pfullendorf, Franz Stadelhofer, hat mit seinen rund 40 Helfern den diesjährigen Erlebnistag organisiert.

Was fasziniert sie am Flugsport am meisten?

Wenn man mal oben ist, kann man total abschalten. Man vergisst das Tagesgeschäft, und hat nur noch Augen für die Umgebung und kann die herrliche Aussicht genießen. Zudem finde ich die Geschwindigkeit beeindruckend. Es gibt keine Staus, keine Ampeln und ich bin zum Beispiel nach 1,5 Stunden schnell mal in Salzburg. Interessant ist auch das ganze Drumherum der Flugvorbereitung. Dazu zählt zum Beispiel das Studieren der Karten, Ausweichrouten zu planen, sowie die Rechte und Pflichten entlang der Flugroute zu ermitteln. Da ist eine Stunde Vorbereitung schnell mal weg.

Ist die Flugscheinausbildung teuer?

Die Ausbildung mit Theorie und Praxis dauert rund ein Jahr. Für die Flugstunden, Gebühren, Lernmittel und einem Gesundheitscheck muss man mit Ausgaben von 4000 bis 5000 Euro rechnen.