Gestern schneite es im Landkreis Sigmaringen den ganzen Tag. Die starken Schneefälle führten am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg teils zu massiven Verkehrsbehinderungen, teilt die Polizei mit.

Video: Julia Lutz

19 Unfälle im Landkreis Sigmaringen

Insbesondere in den Höhenlagen des Allgäus, des Linzgaus und der Schwäbischen Alb sorgten liegengebliebene Lkw auf schneeglatten Fahrbahnen in Steigungsbereichen für lange Staus. Von Dienstagvormittag 11 Uhr bis Mittwochmorgen 8 Uhr kam es im Landkreis Sigmaringen zu 19 Witterungsunfällen, wobei eine Person leichte Verletzungen erlitt. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden. Welcher Schaden dabei entstanden ist, kann die Polizei aktuell noch nicht sagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Verkehrschaos zwischen Wangen und Kißlegg

Stark betroffen waren auch die weiteren Teile des Polizeipräsidiums Ravensburg. Auf der A 96 zwischen den Anschlussstellen Wangen und Kißlegg, der sogenannten „Dürrener Steige“, kam der Verkehr beginnend ab Dienstagnachmittag über Stunden zum Erliegen. Lkw fuhren sich fest und konnten nur mühsam wieder ins Rollen gebracht werden. Im weiteren Verlauf wechselte sich Stopp-and-Go immer wieder mit vollständigem Stillstand ab. Es bildete sich zeitweise ein bis zu 15 Kilometer langer Rückstau, auch die Umleitungsstrecken rund um Wangen im Allgäu waren überlastet. Erst gegen 23 Uhr normalisierte sich die Situation auf der Autobahn wieder, nachdem die Schneefälle nachgelassen hatten.

Schneeglatte Straßen sorgten für ein Verkehrschaos.
Schneeglatte Straßen sorgten für ein Verkehrschaos. | Bild: Julia Lutz

Auch in den Nachbarregionen war viel los

Im Landkreis Ravensburg kam es im selben Zeitraum zu insgesamt 21 Unfällen, im benachbarten Bodenseekreis zu zehn Unfällen. Insgesamt wurden in beiden Landkreisen vier Personen leicht verletzt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die Winterreifenpflicht hin und bittet Autofahrer darum, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Die Höchstgeschwindigkeit gelte nur bei idelalen Fahrbahnverhältnissen und sei bei Glätte und Schneefall deutlich zu hoch. Besser sei es, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen oder das Auto stehen zu lassen.