Der Herdwanger Sportverein (HSV) hat gemeinsam mit vielen Gästen seine neue Fußball-Arena und das Vereinsheim eingeweiht. Neben einem Festakt, zu dem sich nach den Angaben des Vereins gut 100 Menschen versammelt hatten, gab es zahlreiche Fußballspiele. Für die neuen Anlagen des HSV haben Mitglieder des Vereins gut 4000 Stunden ehrenamtlich geleistet.

Die Reden während des Festakts waren geprägt von Lob und Anerkennung für den Verein und dessen Mitglieder. Neben Bernhard Grimm, dem Vorsitzenden des HSV, sprach auch Ralph Gerster, Bürgermeister von Herdwangen-Schönach. Ferner gab es Grußworte beispielsweise von Markus Lutz vom befreundeten Sportverein Großschönach. Anerkennung zollten die Redner dem HSV für die geleistete Arbeit. Diese wurde nach den Angaben des Sportvereins zum Großteil mit Anstrengungen aus den eigenen Reihen bewältigt, da es für alle nötigen Gewerke Firmen oder Mitglieder im HSV gab. Der Verein ist deshalb stolz auf die Summe von nahezu 4000 Stunden, die an ehrenamtlicher Tätigkeit zusammenkamen.

Unterhaltsame Erinnerungen

Nach fast genau vier Jahren ohne Heimat hat der Herdwanger SV in der Prinoth-Arena samt neuem Vereinsheim ein neues Zuhause. Archivbild: Siegfried Volk
Nach fast genau vier Jahren ohne Heimat hat der Herdwanger SV in der Prinoth-Arena samt neuem Vereinsheim ein neues Zuhause. Archivbild: Siegfried Volk | Bild: Volk, Siegfried

Stolz war auch Bernhard Keller auf seinen Verein. Als Ehrenmitglied und jahrelanger Vorsitzender des Vereins ergriff er beim Festakt ebenfalls das Wort. Er erzählte aus den Anfängen des Vereins, als die Spieler noch im „Lomloch“ spielen mussten. Seine Anekdoten von früher erheiterten die Anwesenden. Diesen Effekt hatte auch die anschließende Bildpräsentation. Zu dieser lieferte Helmut Brehm fachliche Informationen aber auch einige witzigen Begebenheiten, die es während des Baus des Vereinsheims gegeben hatte. Nach dem Ende des offiziellen Teils wurde noch lange in lockerer Stimmung zusammengesessen und gefeiert. Zu dem Festbankett waren alle eingeladen, die am Bau des Vereinsheims in irgendeiner Weise beteiligt waren. 110 Gäste fanden Platz im Zelt am Sportplatz. Nachmittags hatten die Verantwortlichen des HSV wegen des Wetters noch Bedenken, dass ein Sturm das Zelt wegfegt. Doch rechtzeitig zu Beginn schien wieder die Sonne. So konnte in gemütlicher Atmosphäre im Zelt auf die Bauphase zurückgeblickt werden.

Ministranten im Sportdress

Da das Wetter unsicher war, wurde der Gottesdienst nicht wie geplant auf dem Rasen gefeiert, sondern im Vereinsheim. Hierzu mussten alle Tische hinaus getragen und Stühle hinein gestellt werden. Der Gottesdienst wurde feierlich zelebriert von Pfarrer Willi Kirchmann und musikalisch umrahmt von der Instrumentalgruppe aus Aach-Linz. Die Fürbitten lasen Mitglieder der verschiedenen Gruppen des HSV und dazu passend wurde jede Fürbitte mit einem Luftballon in den Himmel geschickt. Die Ministranten waren ebenfalls alle Vereinsmitglieder und trugen keine Gewänder, sondern Sportkleidung. Pfarrer Kirchmann weihte den Rasen, das Vereinsheim und auch den neuen Rasenmäher und segnete alle anwesenden Mitglieder und Besucher.

Nach dem feierlichen Gottesdienst spielte der Musikverein Herdwangen im Zelt zum Frühschoppen und auf dem Platz begannen die Spiele der Jugendteams, beginnend mit den Kleinsten, Bambini und F-Jugend. Alle Mannschaften der Jugend-Spielgemeinschaft Herdwangen-Großschönach spielten gegen einen Gegner aus der Nachbarschaft, vorwiegend gegen Mannschaften der neuen Jugend-Spielgemeinschaft mit dem SV Großschönach. Den Abschluss der fußballerischen Begegnungen gestalteten die aktiven Spieler der Ersten des HSV gegen die erste Mannschaft der FAL. Das Spiel gewann das FAL-Team mit 4:0.

Zur Einweihung der Fußball-Arena und des Vereinsheims des Herdwanger SV spielte dessen Erste (rote Trikots) gegen die Erste der FAL. Das Spiel gewann die FAL mit 4:0.
Zur Einweihung der Fußball-Arena und des Vereinsheims des Herdwanger SV spielte dessen Erste (rote Trikots) gegen die Erste der FAL. Das Spiel gewann die FAL mit 4:0. | Bild: Bild: privat

Sportlich waren die Feierlichkeiten des HSV mit einem Gaudi-Elfmeterturnier gestartet. Unter sieben Mannschaften aus der Gemeinde, die sich so fantasievolle Namen wie zum Beispiel Schlenzen und Partner oder Granatenbande gegeben hatten, wurde der Gewinner ermittelt. Gewonnen hat das Turnier schließlich das Team aus Mitgliedern des Vorstandes des SV Großschönach. In einem spannenden Finale gewannen sie gegen die Fohlenelf mit 21:18 Punkten. Dritter wurde die Granatenbande mit 15 Punkten. Alles in allem könne der HSV auf erfolgreiche Feierlichkeiten zurückblicken.