Markus Hanbil, welche Erlebnisse als Kommandant werden Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?

Hanbil: Natürlich die erfolgreichen Veranstaltungen, allen voran das jährliche Schlachtfest. Weil es bei den Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr immer ein Auf und Ab ist, haben wir einmal einen sehr aufwendigen Infonachmittag zur Nachwuchswerbung veranstaltet, der auch für die Aktiven sehr erfolgreich wurde. Diese Erfolge lagen vor allem an der gut motivierten Mannschaft, die hinter mir stand und mich unterstützte. Gerne werde ich mich auch an die Zusammenarbeit und Kameradschaft mit den anderen Abteilungen erinnern.

Markus Hanbil leitete die Abteilung Göggingen zehn Jahre lang.
Markus Hanbil leitete die Abteilung Göggingen zehn Jahre lang. | Bild: Herbert Klawitter

Welche Einsätze fallen Ihnen spontan ein?

Hanbil: Zunächst relativ aktuell der Wohnungsbrand an der B 311 vergangenes Jahr und der riesige Flächenbrand oberhalb des Orts, der durch eine Ballenpresse ausgelöst wurde. Auch einige Verkehrsunfälle werden mir in Erinnerung bleiben, wie der mit Traktoren beladene Lastwagen, der Gefahrengutunfall oder die Laster, die am Adlereck umgestürzt waren und ihre Ladung verloren hatten. Im Gemeindegebiet fallen mir spontan das Rockerclubhaus in Krauchenwies und das landwirtschaftliche Gebäude in Hausen ein.

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Was waren für Sie die Höhepunkte in Ihrer zehnjährigen Amtszeit?

Hanbil: Die Beschaffung und Indienststellung unseres Löschfahrzeuges, das nach der damaligen Konzeption angeschafft wurde. Auch der Kauf und Umbau unseres Mannschaftstransportwagens war ein wichtiger Meilenstein.

Gibt es auch etwas, das schiefgelaufen ist?

Hanbil: Ja, leider! Das war der Unfall mit einer Atemschutzflasche nach der vergangenen Hauptübung. Dabei wurden drei Kameraden verletzt. Ein Horror für einen Kommandanten und die ganze Abteilung, wenn Kameraden verletzt werden.

Wie sieht jetzt Ihr Ruhestand aus?

Hanbil: Da ich der Wehr erhalten bleibe, gibt es so gesehen keinen Ruhestand.

Christian Leiß, herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt. Welche Punkte gilt es aktuell abzuarbeiten?

Leiß: Derzeit stehen keine großen Dinge an. Lediglich im Gerätehaus muss baulich einiges verbessert werden. Das sieht die Konzeption auch so vor. Ich habe eine Abteilung übernommen, die in puncto Ausbildung, Ausrüstung und Personal sehr gut ausgestattet ist. Nun gilt es, dieses Level zu halten.

Christian Leiß ist der neu gewählte Kommandant.
Christian Leiß ist der neu gewählte Kommandant. | Bild: Herbert Klawitter

Welche Pläne haben Sie langfristig?

Leiß: Ein Schwerpunkt wird die Jugendarbeit und die Übernahme in den aktiven Dienst sein. Ich möchte die Integration zu den Aktiven fördern und die Kameradschaft durch zusätzliche Veranstaltungen verstärken. Für die Bevölkerung sind Infonachmittage zum Thema Brandschutz und Unfallverhütung geplant. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, weitere Mitglieder zu gewinnen. Kommendes Jahr wird die Abteilung 125 Jahre alt. Das wird im April 2019 mit einem Feuerwehrtag und einer Ausstellung gefeiert.

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Wie sieht die Zukunft der Abteilung Göggingen aus?

Leiß: Wenn es uns gelingt, erfolgreich gegen den demografischen Wandel zu arbeiten, sehr gut. Die Tagesverfügbarkeit ist derzeit so gut, dass die Abteilung zukünftig im Rahmen der Konzeption zu mehr Einsätzen in der Gesamtgemeinde gerufen werden wird.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Leiß: Feuerwehr funktioniert nur in Teamarbeit. Ich wünsche mir, dass dies so gut funktioniert wie bisher und dass wir vor Unfällen verschont bleiben.

Fragen: Herbert Klawitter