1. Runde SBFV-Pokal: FC Singen 04 – SC Pfullendorf (Samstag, 18 Uhr, Hohentwiel-Stadion). – Gleich in der ersten Runde treffen im Pokal zwei Clubs aufeinander, die in der Vergangenheit sportliche Akzente in der regionalen Fußballszene setzten. Von der Nachkriegszeit bis hinein in die 1970er-Jahre gab der FC Singen 04 den Ton im Fußball-Bezirk Bodensee an.

Ab den 80ern dominierte dann der SC Pfullendorf, ehe sich beide vor wenigen Jahren wieder in der Landesliga trafen. In glorreichen Zeiten standen beide Clubs schon dicht vor dem Aufstieg in die Zweitklassigkeit – der FC Singen 04 war 1971 und 1972 Teilnehmer der Aufstiegsrunde, der SC Pfullendorf im Jahr 2000.

Der SC Pfullendorf hat sich seit seinem Tief immerhin wieder etwas stabilisiert, und auch die Entwicklung des FC Singen 04 scheint zu stimmen.

So beschreibt Christian Jeske, früher im Mittelfeld beim damaligen Regionalligisten SC Pfullendorf im Einsatz und heute Spielertrainer beim Hegauer Traditionsclub, die jüngste Entwicklung folgendermaßen: „Der SC Pfullendorf hatte eine schwere Zeit. Aber ich gönne es dem SCP, dass es jetzt wieder aufwärts geht. Wir sind da auch auf einem guten Weg und hoffen, schon bald ebenfalls den Schritt in die Verbandsliga machen zu können.“

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Der positive Trend der Singener hat sich auch schon im Linzgau rumgesprochen. „Der FC Singen ist sicherlich kein normaler Landesligist. Da ist die Stadt, ein super Stadion, die Tradition! Aktuell ist der FC Singen für mich auch der Favorit auf die Meisterschaft in der Landesliga. Durch die Neuverpflichtungen, die sie getätigt haben, werden sie für uns ein richtiger harter Brocken!“, sagt SCP-Trainer Adnan Sijaric.

Doch Jeske hat noch einiges zu tun, denn die personellen Änderungen erfordern ein Anpassen des Spielsystems. „Der Kader ist zwar in der Breite jetzt besser, aber momentan sind wir noch eher in der Entwicklungsphase“, sagt Jeske.

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Dennoch erwartet er ein heißes Pokalspiel: „Wir freuen uns drauf, uns endlich wieder sportlich messen zu können und haben uns auf den SC Pfullendorf vorbereitet, denn wir wollen dem SCP schon ein Bein stellen. Aber dazu brauchen wir einen Tag, an dem alles zusammenpasst.“

Ein Blick in die Pokalhistorie könnte ihm Zuversicht geben. In der Saison 1998/99 trafen der damalige Regionalligist aus Pfullendorf und der eine Klasse tiefer in der Oberliga spielende FC Singen 04 im Pokal aufeinander. Auf der Singener Bank saß mit Jörg Goldmann ein Trainer, der zuvor auch schon in Pfullendorf Erfolge feierte.

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Der Außenseiter aus Singen siegte mit 2:1 und holte später dann auch den Pokal. Da auch Jeske eine Pfullendorfer Vorgeschichte hat, vielleicht ein gutes Omen für die Gastgeber.

Doch auch Sijaric hat sich auf das Pokalspiel vorbereitet: „Dass der FC Singen sich was ausrechnet, sieht man auch daran, dass sie uns in unserer ersten Pokalrunde gegen den FC Gutmadingen beobachtet haben. Es wird eine sehr spannende Partie für die Zuschauer. Wir sind auf alles vorbereitet, auch auf eine eventuelle Verlängerung“, erklärt der Trainer der Linzgauer.

Mit einem gut bestückten Kader hat Sijaric die Qual der Wahl, doch er ist sich sicher: „Wir sind fit, motiviert und haben wahnsinnige Lust auf Fußball!“

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