Herbert Dreher

An diesen Konzertabend werden sich die Besucher noch lange erinnern. Die Konzertpianistin Henriette Gärtner aus Spaichingen spielte sich am Sonntag mit ihrem Repertoire klassischer Musik berühmter Komponisten in die Herzen der 250 Besucher im Schwandorfer Bürgersaal. Mit ihrer Begrüßung „Guten Abend Heimat“ nahm sie die Besucherschar in ihre Arme. Henriette Gärtner wohnte bis zu ihrem 24. Lebensjahr in ihrem Elternhaus in Unterschwandorf. Mit nun 48 Jahren gab die Pianistin in ihrer ursprünglichen Heimat ihr erstes Konzert. Von der Einladung der Gemeinde zu dieser Veranstaltung war sie angenehm überrascht und ebenso erfreut. Für die Gemeinde war dies der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen zur 50-Jahr-Feier seit Bestehen der Gesamtgemeinde.

Was die Konzertpianistin in zweieinhalb Stunden dem schwarzen Flügel entlockte, ließ jeden Besucher erstaunen. Ein jeder fragte sich – wie ist so etwas möglich? Begabung, Talent Übungen? Kein Notenblatt – in voller Konzentration, tranceartigem Zustand flogen die flinken Finger über die Tastatur. In einer kurzen Einführung ging sie auf das Leben und die Werke der Komponisten ein. Eröffnet wurde der Konzertabend mit der Sonate in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Aus der Feder von Ludwig van Beethoven stammt die Sonate Nr. 26 in Es-Dur mit viel Ausdruck auf Abschied und Wiedersehen. In den Konzertabend hatte die Künstlerin Variationen von Henri Herz aus einer Oper von Rossini eingebunden. Werke des Komponisten Franz Schubert aus „Six Moments musicaux“ rundeten ein wundervolles Konzertprogramm ab.

Es gab einen Beifallssturm und stehende Ovationen als Dank des begeisterten Publikums. Frenetisch wurden die Zugaben gefordert, welche Henriette Gärtner gerne gewährte. Nach einem herzlichen Dankeschön von Ortsvorsteher Günter Binder folgte noch eine Fragerunde. Henriette Gärtner liebt Schwandorf und durfte viele Bekannte treffen.