Eigentlich stand nur eine normale Turnusprobe mit der Feuerwehrabteilung Ablach an. Weil aber auch eine Probe mit anderen Abteilungen geplant war, kamen die Abteilungen Bittelschieß und Hausen dazu. Die Führungsgruppe Sigmaringen, bestehend aus Feuerwehrleuten aus Sigmaringen, Sigmaringendorf, Bingen Krauchenwies, übernahm die Koordination.

Die Unfallstelle im Übungsszenario: Das Auto ist auf den Anhänger geprallt. Einer der Insassen wurde aus dem Auto geschleudert. Der Lastwagenfahrer, dargestellt durch die Puppe auf dem Anhänger, ist zusammengebrochen, weil er die giftigen Dämpfe eingeatmet hat.
Die Unfallstelle im Übungsszenario: Das Auto ist auf den Anhänger geprallt. Einer der Insassen wurde aus dem Auto geschleudert. Der Lastwagenfahrer, dargestellt durch die Puppe auf dem Anhänger, ist zusammengebrochen, weil er die giftigen Dämpfe eingeatmet hat. | Bild: Herbert Klawitter

Da Theorie und Praxis oft unterschiedlich ist, klopften die Organisatoren beim Gefahrgutzug des Landkreises an. Und dieser sagte mit Kräften und Fahrzeugen aus Sigmaringen und Mengen zu. So übten Feuerwehrleute aus acht Feuerwehren mit 15 Fahrzeugen bei der Firma Tox in Ablach. Dazu kamen zwei Fahrzeuge vom Rettungsdienst der Malteser.

Auto prallt auf Anhänger mit Gefahrgut

Das Szenario der Übung: Drei Jugendliche fahren mit einem gestohlenen Auto bei der Firma auf einen auf Ladung wartenden Lkw-Anhänger auf, der Gefahrgut geladen hat. Durch den Aufprall schlägt ein sogenannter IBC-Behälter leck und eine grüne Flüssigkeit tropft von der Ladefläche. Die Erkundung ergibt, dass es sich um einen sehr giftigen Stoff handelt, der mit Wasser heftig reagiert und Dämpfe bildet.

Der Trupp des Gefahrgutzuges ist mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet und verhindert das Eindringen des Giftes in die Kanalisation.
Der Trupp des Gefahrgutzuges ist mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet und verhindert das Eindringen des Giftes in die Kanalisation. | Bild: Herbert Klawitter

Trupp mit Chemikalienschutzanzug ausgerüstet

Die bewusstlosen Jugendlichen konnten unter Atemschutz in Sicherheit gebracht und nach einer Dekontamination dem Rettungsdienst übergeben werden. Der mit Chemikalienschutzanzug ausgerüstet Trupp verhinderte das Eindringen des Gefahrenstoffes in die Kanalisation und dichtete den Behälter provisorisch ab.

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Bei der Übungsbesprechung wurde die schlechte Funkverbindung als größtes Problem identifiziert. Hier lag die Ursache in der Entfernung und der Abschirmung durch das Firmengebäude. Der Einsatzort befand sich hinter der Firma, die Feuerwehrfahrzeuge, die aufgrund der Chemikalie nicht näher heran durften, standen vor dem Gebäude.

Die Führungsgruppe bei der Arbeit.
Die Führungsgruppe bei der Arbeit. | Bild: Herbert Klawitter
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