1. Sind alle wohlauf beim CFE Independiente Singen?

„Meines Wissens nach geht es allen gut im Club. Der Trainer und ich sind zwar nicht in der WhatsApp-Gruppe der Spieler. Wir fragen aber immer wieder mal nach, wie es bei den Jungs läuft.“

2. Was machen die Spieler während der Pause?

„Vom Verein aus gab es keinen Zwang mit einem festen Trainingsprogramm für zuhause. Die Spieler sind alle alt genug, um sich in eigener Verantwortung fit zu halten. Angesichts der Ungewissheit, wann wieder gespielt werden darf, sehen wir momentan auch keine Notwendigkeit, den gemeinsamen Trainingsbetrieb sofort wieder aufzunehmen, zumal die Durchführung aufgrund der Hygienevorschriften sehr kompliziert ist.“

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3. Wie geht es dem Verein in der Krise?

„Unser Vorstand ist gleichzeitig auch Pächter der Vereinsgaststätte, einem spanischen Restaurant in Singen, das natürlich geschlossen war. Dadurch ist der Club von der Corona-Krise direkt betroffen. Der Vorstand ist aber nicht der alleinige Sponsor, das ist auf mehrere Schultern verteilt. Mit dem Trainerstab und den Spielern haben wir uns wegen der Bezüge einigen können. Sie sind uns da sehr entgegengekommen.“

4. Lieber Saisonabbruch oder Fortsetzung?

„Ich bin seit 22 Jahren beim CFE Independiente Singen aktiv und liebe den Fußball. Aber das ist eine verdammt schwierige Situation. Schließlich geht es um die Gesundheit aller. Ich beneide die Funktionäre beim Südbadischen Fußballverband zurzeit nicht. Es ist eine Riesenverantwortung, darüber zu entscheiden, ob wieder gespielt werden kann. Und bei jeder Lösung wird es Clubs geben, die sich benachteiligt fühlen. Wir sind aber nicht betroffen von einer Quotientenwertung, was Auf- und Abstieg betrifft.“

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5. Was muss sich im Fußball ändern nach Corona?

„Was mich in der momentanen Situation traurig macht, ist die fehlende Identifikation mancher Spieler mit den Vereinen. Da werden Gespräche geführt mit anderen Clubs, ohne dass der eigene Verein Bescheid weiß. Dass andere Vereine die Fühler nach Spielern ausstrecken, ist sicherlich legitim. Letztendlich entscheidet aber immer der Spieler selbst, ob er bleibt oder geht. Hier würde ich mir mehr Vereinstreue wünschen.“

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