Handball: Die Handall-Saison 2019/20 ist vorzeitig Geschichte – und hat, trotz der Existenz bedrohenden Lage durch den vorzeitigen Saisonabbruch in allen Ligen, für die HSG Konstanz dennoch zwei überaus positive Nachrichten parat: Die erste Mannschaft bleibt in der 2. Bundesliga und geht damit im Spieljahr 2020/21 in ihre siebte Spielzeit in der 2. Bundesliga, die zweite Mannschaft darf den zweiten Aufstieg in den vergangenen drei Jahren bejubeln und tritt künftig in der 3. Liga an. Noch unklar ist hingegen die Wertung in der A-Jugend-Bundesliga.

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Am Dienstagabend verfolgten die Spieler und Trainer der HSG Konstanz II nervös und ungeduldig die Entscheidungen über den Saisonabbruch in den höchsten drei Ligen. Von Liga vier abwärts war die Saison schon längst abgebrochen worden. Offen war noch die Wertung der Saison. Als man auf Nachfrage vom Verband die telefonische Auskunft erhielt, dass die Quotientenregel Anwendung findet und die Zweitliga-Reserve somit als Tabellenzweiter der Oberliga-Baden-Württemberg in die 3. Liga aufsteigt, knallten die Korken. Über Videokonferenzen schloss sich die jüngste Mannschaft der Oberliga zusammen – und feierte ausgelassen den großen Erfolg.

Große Freude bei Matthias Stocker

Matthias Stocker, Trainer der HSG Konstanz II.
Matthias Stocker, Trainer der HSG Konstanz II. | Bild: Peter Pisa

Offiziell wurde die Entscheidung schließlich einen Tag später durch die Meldung des Verbandes. Lediglich den Rhein-Neckar Löwen und dem HBW Balingen-Weilstetten, beides Erstligisten, können in Baden-Württemberg ebenfalls zwei Mannschaften in den ersten drei Ligen platzieren. „Die Freude ist groß“, berichtete Trainer Matthias Stocker. „Am liebsten würden wir uns jetzt alle in der Halle treffen. Das ist leider nicht möglich, also haben wir die Party online gestartet.“ Sobald persönliche Kontakte wieder möglich sind, kündigte er zudem freudestrahlend an, „fällt uns etwas ein. Mit dem ersten Tag in der Halle wird der Aufstieg gebührend gefeiert.“

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Zwar hätte der 32-Jährige nach einer beeindruckenden Serie mit 34:12 Punkten, 12:4 davon in der Rückrunde, gerne den Aufstieg auf sportlichem Wege sichergestellt, sah aber die Alternativlosigkeit für den Abbruch in der derzeitigen Lage. „Aber“, so sagt der ehemalige Zweitligaspieler, „wir genießen das jetzt auch wie wenn wir das am letzten Spieltag geschafft hätten.“ Viele Siege errang seine junge Truppe in den letzten drei Jahren, stieg als Südbadenligameister 2018 auf, verpasste schon in der vergangenen Saison als Dritter nur hauchdünn den Durchmarsch in die 3. Liga und ist nun in der höchstmöglichen Spielklasse für eine zweite Mannschaft angekommen. Stocker: „Die Jungs haben sich wahnsinnig entwickelt und nochmals gesteigert. Jeder Aufstieg ist ein geiles Erlebnis.“

Hoffnung auf Saisonstart im Herbst

Zwei Jahre hintereinander so konstant vorne zu stehen, sei nicht zu erwarten gewesen, erklärt er. Ein großer Erfolg und Bestätigung für die akribische Arbeit für Team und Verein. Nun ruhen die Hoffnungen auf einer baldigen Entspannung der Krisensituation und einem Start der Zweit- und Drittliga-Saison im Herbst. Dafür geht es ab jetzt ausschließlich ums wirtschaftliche Überleben bis dahin. Die nächste große Herausforderung und die wohl größte in der Vereinshistorie.

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