Fußball-Bezirksliga: – Michele Masi war keineswegs euphorisch, aber doch zufrieden mit dem Sieg: „Wir haben versucht, die Fehler vom 0:1 in Wallbach abzustellen. Das ist uns gelungen.“ Unterm Strich stehen für den Trainer des SV Jestetten die ersten drei Punkte, aber auch zwei vermeidbare und ärgerliche Platzverweise für zwei Jungspunde: Yannic Rüd und Luis Weber flogen in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz und fehlen in der Partie beim SV Buch: „Das hätte nicht sein müssen“, grummelte Masi.

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Nutzen vermochte der FC Hochrhein aus der Überzahl in den letzten Minuten nicht zu ziehen: „Dazu kamen die Platzverweise zu spät“, so Trainer Philip Brandl, der quasi mit dem „letzten Aufgebot“ nach Jestetten gefahren war: „Zeitweise habe ich unter der Woche noch überlegt, ob ich mich auf die Bank setzen soll.“ Thomas Wehrle (Knöchel) und Stefan Fels (Adduktoren) sind noch verletzt, Lukas Stelter im Urlaub. Dazu sind einige Akteure noch nicht bei 100 Prozent: „Die Vorbereitung lief nicht optimal und die Corona-Pause hat einigen Spielern nicht gut getan“, so Brandl.

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Doch er fand auch lobende Worte: „Wir haben die A-Juniorenspieler Justin Urland und Noel Zipfel mitgenommen und auch eingewechselt. Sie brauchen noch ihre Zeit, aber zeigten gute Ansätze“, so Brandl, der zudem froh war, dass Mike Amann sich reaktiveren ließ und auch Sebastian Meier an Bord war: „Wir haben alles aufgeboten, was wir haben.“ Zu allem Überfluss musste Philipp Jedlicka verletzt vom Platz: „Es reißt nicht ab“, so Brandl.

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Das Spiel selbst hat der Gast vor allem im ersten Durchgang vergeigt: „Wir brauchten zu lang, um auf den Platz zu kommen“, drückte es Brandl bildlich aus und wunderte sich dann auch nicht über den Rückstand. „Da war die Fehlerkette extrem lang.“

Dem stimmte Michele Masi – wenn auch mit anderen Worten – zu: „Es war eigentlich keine echte Torchance. Aber der Ball wurde von unserem Stürmer doch noch erlaufen und in die Mitte gespielt. Stefano Fornino nutzte die Möglichkeit zum Führungstreffer. Wir waren reaktionsschneller in dieser Szene“, beschreibt er die Szene, mit dem sich der seinen 24. Geburtstag feiernde Italiener ein schönes Geschenk machte.

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Auch wenn das Tor unglücklich entstanden sei, ging die Führung zur Pause für den SV Jestetten, der mit einem Pfostenschuss von Marco Lohr etwas Pech hatte, durchaus in Ordnung: „Das war Angsthasenfußball, den wir geboten haben. Wir haben uns nichts zugetraut“, so Brandl, der seine Elf nach der Pause etwas besser sah: „Da haben wir uns ein paar gute Möglichkeiten erspielt.“

Diese wurden meist von Leo Weissenberger im Jestetter Tor verhindert. Der Youngster teilt sich die Position zwischen den Pfosten aktuell mit Yannic Frey: „Ich mag mich noch nicht entscheiden“, so Michele Masi: „Beide trainieren sehr gut, bringen Leistung. Da tue ich mich schwer. Aber wir ständig im Gespräch.“

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