Für die Region war der Wettbewerb um die Trophäe des Närrischen Ohrwurms 2018 ein voller Erfolg. 50 Gruppen hatten sich in diesem Jahr für den vom SWR und dem SÜDKURIER-Medienhaus veranstalteten Contest beworben, zwölf schafften es in die Endrunde – darunter auch die Meckis aus Konstanz und die Peng Gang aus Lauchringen. Bei dem aus der Singener Stadthalle live vom SWR übertragenen Finale schaffte es die Gruppe vom Hochrhein am Ende auf den ersten Platz.

Das Votum der TED-Abstimmung war eindeutig. Knapp 27 Prozent gaben ihre Stimme für die Peng Gang ab, womit die sechsköpfige Gruppe klar vor den Mitbewerbern lag. Für die aus Stuttgart angereisten Jauchzaaa auf dem zweiten Platz stimmten knapp 14 Prozent, auf Platz drei landete das Duo Peter Fidel und Laura aus Burladingen-Melchingen mit rund zwölf Prozent.

Bis zuletzt konnten sich auch die Meckis aus Konstanz Hoffnungen machen, die sich bereits zum vierten Mal für den Närrischen Ohrwurm beworben hatten. Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein holte sie bei Präsentation des Ergebnisses zusammen mit den drei Erstplatzierten und der Gruppe Green Fiess aus Saarbrücken-Dudweiler auf die Bühne. Am Ende reichte es für die Meckis und die Green Fiess dann allerdings nicht bis aufs Treppchen.

 

Video: Manuel Dobisch

 

Ebenso amüsant und kurzweilig wie das gesamte Finale hört sich die Entstehungsgeschichte des Songs der Peng Gang an. Wie Heiko Probst als Leiter der Gruppe gegenüber dieser Zeitung sagte, entstand die Idee im Dezember während seiner Hausaufgabenhilfe für seinen 14-jährigen Sohn Leo. Es ging dabei um das Für und Wider der Fastnacht – etwa beim Thema Alkohol. Für Heiko Probst bildete das die Grundlage für den Liedtext, der die verschiedenen Aspekte des närrischen Feierns thematisiert. Ungewöhnlich auch der rockige Sound der erst seit ein paar Monaten bestehenden Gruppe.

Die Peng Gang hatte damit den Tonfall für einen zeitgemäßen Ohrwurm getroffen, wie überhaupt Abwechslung den diesjährigen Wettbewerb charakterisierte. Das eingespielte Kommentatoren-Trio mit der Schauspielerin Ursula Cantieni, der Sängerin Alexandra Hofmann und dem Unterhaltungskünstler Hansy Vogt jedenfalls war sich einig, dass der Närrische Ohrwurm diesmal eine deutlich höhere Vielfalt bot als früher. Tatsächlich waren Trink- und Schunkellieder, Volkstümliches in Form von Polka und Walzer, Balladenhaftes bis hin zu Sounds mit rockigem und punkigem Versatzstücken zu finden.

Moderatorin und Kommentatoren würdigten deshalb nicht zuletzt den Mut der sechsköpfigen Jury, die in der Vorauswahl die zwölf Finalisten unter den 50 Bewerbern bestimmten. Dem Gremium gehörten von Seiten des SÜDKURIER Simone Ise und Sabine Schilling an, die mit Spannung das Ergebnis des neuen Kurses verfolgten – und sich über die gute Resonanz freuten.

 

Der närrische Ohrwurm

Beim Närrische Ohrwurm von SÜDKURIER und SWR treten Gruppen aus dem gesamten SWR-Verbreitungsgebiet an – er reicht bis Köln und ins Fränkische. Mit der Peng Gang aus Lauchringen und den Meckis aus Konstanz unter den fünf Bestplatzierten ist die Region somit sehr gut vertreten.