SBFV-Pokal: Was den Ligenbetrieb in seinen Spielklassen angeht, hat sich der Südbadische Fußballverband für eine Beendigung der Saison zum 30. Juni 2020 mit Quotienten-Wertung ausgesprochen. Klarheit darüber soll ein außerordentlicher Verbandstag im Juni schaffen. Offen geblieben ist allerdings beim Video-Konferenz-Marathon der Verbandsoberen, wie mit dem SBFV-Pokal verfahren werden soll. Hier sieht der Verband die Möglichkeit, die drei verbleibenden Spiele auch noch nach dem Stichtag 30. Juni durchführen zu können. „Hier können individuelle Lösungen mit den wenigen im Pokal verbliebenen Vereinen gesucht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des SBFV.

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„Ich hoffe, dass der Verband das einhält und sich tatsächlich mit uns unterhält“, sagt Siegfried Endres, Vorsitzender des VfR Stockach, dessen Halbfinalspiel gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen am 9. April aufgrund der Corona-Krise hatte abgesagt werden müssen.

Siegfried Endres, Vorsitzender des VfR Stockach.
Siegfried Endres, Vorsitzender des VfR Stockach. | Bild: privat

„Natürlich hoffen wir, dass dieses Spiel noch ausgetragen werden kann. Ein Halbfinale bei uns im Osterholz-Stadion gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen wäre ein Höhepunkt für uns, ganz klar“, so Endres. Ihm ist aber bewusst, dass diese Entscheidung nicht alleine von Fußballfunktionären gefällt werden kann, sondern auch von der Bundespolitik abhängt.

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„Eine sportliche Lösung, im Notfall auch ohne Zuschauer, wäre uns aber auf alle Fälle lieber als ein Losentscheid. Auch wenn da unsere Chancen 50:50 und so vielleicht größer wären als im Spiel gegen einen Oberligisten“, stellt der Stockacher klar. Falls es zu einem Geisterspiel im Osterholz-Stadion kommen sollte, hofft Endres auf eine finanzielle Entschädigung durch den Verband. „Für unseren Verein wäre es bitter, wenn wir auf die Einnahmen bei einem solchen Highlight verzichten müssten.“

Oliver Hennemann, Sportvorstand des 1. FC Rielasingen-Arlen.
Oliver Hennemann, Sportvorstand des 1. FC Rielasingen-Arlen. | Bild: Waibel, Markus

Andere Sorgen plagen Oliver Hennemann, was den SBFV-Pokal angeht. „Es gibt neben der Frage, ob aus gesundheitlichen Gründen überhaupt gespielt werden kann, weitere offene Punkte, zum Beispiel, was das Transferfenster betrifft“, sagt der Sportvorstand des 1. FC Rielasingen-Arlen. „Wichtig wäre es für uns, zu wissen, ob Spieler, die bei uns bis zum 30. Juni unter Vertrag stehen, sich in der nächsten Saison aber einem neuen Verein anschließen wollen, im Pokal noch spielberechtigt wären“, so Hennemann, der sich vom Verband Klarheit in dieser Frage erhofft.

Losentscheid als „allerletzte Option“

Wie für seinen Stockacher Funktionärskollegen wäre auch für Hennemann eine Austragung des Halbfinales die beste Option. „Wir sind Favorit im Halbfinale, ohne den VfR Stockach unterschätzen zu wollen, und haben die Chance auf das Finale und den DFB-Pokal. Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir das auf dem Rasen ausspielen“, stellt der Gymnasiallehrer klar. Ein Losentscheid wäre auch für ihn „die allerletzte Option. Da hätte sogar ein Elfmeterschießen mehr sportlichen Unterhaltungswert“.

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