Kein Spieljahr gleicht dem anderen und auch die Saison 2013/14 sorgte mit ihrem umstrittenen wie kuriosen Ende für ungewöhnliche Schlagzeilen. So unterlag Neuling FSV Rheinfelden als Vizemeister in den Aufstiegsspielen zwar dem SV Au-Wittnau (1:1/1:3), durfte dann aber trotzdem aufsteigen.

Jubel nach den Aufstieg: Trotz der Niederlage in der Relegation gegen den SV Au-Wittnau durfte der FSV Rheinfelden den Durchmarsch aus der Kreisliga A in die Landesliga feiern.
Jubel nach den Aufstieg: Trotz der Niederlage in der Relegation gegen den SV Au-Wittnau durfte der FSV Rheinfelden den Durchmarsch aus der Kreisliga A in die Landesliga feiern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dass die Frage des Aufstiegs zu einem heillosen Durcheinander wurde, lag einzig und allein an den Mannschaften des SV Weil. Die von Tiziano Di Domenico seit 2010 trainierte Reserve aus dem Nonnenholz hatte sich nach den den Plätzen vier und drei in den Vorjahren zum Titelfavoriten gemausert. Diesem Ruf wurde die Mannschaft vollauf gerecht und holte letztlich souverän den Titel.

Meistetrainer: Tiziano Di Domenico (hier mit Simon Blaschke) führte den SV Weil II zum Titel in der Bezirksliga. Der Landesliga-Aufstieg blieb dem Team allerdings verwehrt.
Meistetrainer: Tiziano Di Domenico (hier mit Simon Blaschke) führte den SV Weil II zum Titel in der Bezirksliga. Der Landesliga-Aufstieg blieb dem Team allerdings verwehrt. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Bis dahin war alles ok bei den Weilern, hätte nicht die „Erste“ in der Verbandsliga gepatzt und die Saison auf Rang 13 – und damit als Absteiger in die Landesliga – abgeschlossen. Einzig Vizemeister SV Linx hätte die Weiler noch retten können, wäre er in die Oberliga aufgestiegen.

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Die Ortenauer schafften den Sprung nicht, die Weiler stiegen ab und verwehrten somit ihrer „Zweiten“ den Aufstieg. Eigentlich hätte der FSV Rheinfelden als Vizemeister nun aufsteigen können und der Tabellendritte FC Schönau wäre in die Relegation gegangen. Da sich die Entscheidung beim SV Linx aber hinauszögerte, beschloss der Südbadische Fußballverband (SBFV) eine etwas abenteuerliche Auslegung seiner Spielordnung.

Aufstieg trotz Niederlage: Auf eigenem Platz unterlag der FSV Rheinfelden im Aufstiegsspiel – hier besorgt Zimmermann per Strafstoß den 3:1-Endstand für den SV Au-Wittnau – und durfte trotzdem in die Landesliga aufsteigen.
Aufstieg trotz Niederlage: Auf eigenem Platz unterlag der FSV Rheinfelden im Aufstiegsspiel – hier besorgt Zimmermann per Strafstoß den 3:1-Endstand für den SV Au-Wittnau – und durfte trotzdem in die Landesliga aufsteigen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Der FSV Rheinfelden musste die Relegation gegen den SV Au-Wittnau spielen, schaffte es sportlich aber nicht. Aufsteigen durfte das Team von Trainer Giuseppe Stabile, der vor der Saison den Aufstiegstrainer Lothar Silfang beerbt hatte, trotzdem, als „Zweiter“ der Relegation.

Seltsame Aufstiegsregelung: Trainer Dominic Günther vom FC Schönau (rechts) versteht im Gespräch mit Trainerkollege Giuseppe Stabile vom FSV Rheinfelden die Welt nicht mehr.
Seltsame Aufstiegsregelung: Trainer Dominic Günther vom FC Schönau (rechts) versteht im Gespräch mit Trainerkollege Giuseppe Stabile vom FSV Rheinfelden die Welt nicht mehr. | Bild: Scheibengruber, Matthias

In die Röhre schaute der FC Schönau, der fest damit gerechnet hatte, als Tabellendritter die Relegation spielen zu dürfen. Das wäre nur der Fall gewesen, wäre der Abstieg des SV Weil aus der Verbandsliga bereits zum Saisonende klar gewesen.

Lange Gesichter: Beim FC Schönau (Sportchef Markus Kiefer, Zweiter von rechts) war die Enttäuschung groß, als klar wurde, dass der Tabellendritte nicht in die Aufstiegs-Entscheidung involviert wird.
Lange Gesichter: Beim FC Schönau (Sportchef Markus Kiefer, Zweiter von rechts) war die Enttäuschung groß, als klar wurde, dass der Tabellendritte nicht in die Aufstiegs-Entscheidung involviert wird. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Zwischenzeitlich hatten die Schönauer sogar gehofft, dass sie im Falle eines Rheinfelder Relegationserfolgs als „Direktaufsteiger“ des Bezirks ebenfalls in die Landesliga dürfen. Dieses Variante, so der SBFV in einer Pressekonferenz nach dem Rheinfelder 1:3 im Rückspiel, sei nie eine Option gewesen.

Torschützenkönig: Arjenit Gashi hatte mit 24 Saisontoren einen wesentlichen Anteil am Meistertitel für den SV Weil II in der Saison 2013/14.
Torschützenkönig: Arjenit Gashi hatte mit 24 Saisontoren einen wesentlichen Anteil am Meistertitel für den SV Weil II in der Saison 2013/14. | Bild: Scheibengruber, Matthias

So feierte der SV Weil II also einen „Titel ohne Lohn“, freute sich zudem über den Torschützenkönig Arjenit Gashi, der 24 der 94 Weiler Tore erzielte.

Torriecher: Ein Platzverweis kurz vor Saisonende verhinderte, dass Daniel Cassetta vom Meister SV Weil II auch noch Torschützenkönig wurde.
Torriecher: Ein Platzverweis kurz vor Saisonende verhinderte, dass Daniel Cassetta vom Meister SV Weil II auch noch Torschützenkönig wurde. | Bild: Scheibengruber, Matthias

In der Schlussphase überflügelte er seinen gesperrten Teamkollegen Daniel Cassetta, der sich mit 21 Treffern den zweiten Platz mit Jonathan Arnold (TuS Efringen-Kirchen) und Pascale Moog (SV Jestetten) teilte.

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Trainer Tiziano Di Domenico hatte die Weiler Reservisten 2010 nach dem Abstieg in der Kreisliga A übernommen und eine schlagkräftige Elf aus Youngster und Routiniers geformt. Dem direkten Wiederaufstieg folgten die Plätze vier und drei. In vier Jahren wurden 74 der 118 Spiele gewonnen, der Titelgewinn war absehbar.

Meisterliche Taktik: Trainer Tiziano Di Domenico vom SV Weil II grübelt am Spielfeldrand.
Meisterliche Taktik: Trainer Tiziano Di Domenico vom SV Weil II grübelt am Spielfeldrand. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Forsch startete die Mannschaft in die Saison, kassierte beim FV Fahrnau mit 1:2 die erste der drei Niederlagen. Vier Wochen später wurde auch das Spitzenspiel auf der Richterwiese mit 1:2 gegen den FSV Rheinfelden verloren. Fünf Tage später schossen sich die die Weiler mit 7:0 im Derby beim TuS Efringen-Kirchen den Frust von der Seele und ließen sich in der Folge nur noch einmal, mit 0:2 beim SV Herten bezwingen.

Derby in Rheinfelden: In der Vorrunde trug Musa Musliu noch das Trikot des SV Herten, nach der Winterpause spielte der heutige SVH-Trainer das FSV-Dress und feierte den Aufstieg in die Landesliga.
Derby in Rheinfelden: In der Vorrunde trug Musa Musliu noch das Trikot des SV Herten, nach der Winterpause spielte der heutige SVH-Trainer das FSV-Dress und feierte den Aufstieg in die Landesliga. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Mit diesem Schwung vermochte der FSV Rheinfelden gegen Saisonende nicht mitzuhalten. Hatte die Elf von Giuseppe Stabile nach dem 2:1 im Spitzenspiel schon neun Punkte Vorsprung auf die Weiler, lag sie zum Ende der Vorrunde nur noch einen Punkt vorn. Schon vor der Winterpause stotterte der Motor des Aufsteigers, der nach dem 3:0 beim FC Grießen am 27. Oktober nur noch zwei Punkte aus fünf Spielen holte, ehe im Nachholspiel am 26. März der FC Schönau dank des Treffers von Andreas Ranert mit 1:0 besiegt wurde.

Knapp vorbei: Jonathan Arnold (hinten, rechts mit Francesco Alfarano und Gianni Masullo) verpasste es beim 2:0-Sieg des TuS Efringen-Kirchen, ein weiteres Tor gegen Schlussmann Dany Quintero zu erzielen.
Knapp vorbei: Jonathan Arnold (hinten, rechts mit Francesco Alfarano und Gianni Masullo) verpasste es beim 2:0-Sieg des TuS Efringen-Kirchen, ein weiteres Tor gegen Schlussmann Dany Quintero zu erzielen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Der Sieg schien Auftrieb zu geben, bis am Karsamstag der FC Wallbach auf der Richterwiese antrat. Die Wallbacher waren in jener Saison für Überraschungen bekannt, hatten sowohl dem FC Grießen als auch dem SV BW Murg die einzigen Auswärtssiege ermöglicht. In der Fremde hatte die Elf von Roland Mutter außer beim FV Fahrnau (4:0) und in Murg (1:0) auch wenig gerissen. Doch an jenem Nachmittag in Rheinfelden wuchsen die Wallbacher über sich hinaus.

Tumult im Derby: Im Hinspiel zwischen dem FSV Rheinfelden und dem SV Herten (1:0) ging es immer wieder mal rund im Strafraum.
Tumult im Derby: Im Hinspiel zwischen dem FSV Rheinfelden und dem SV Herten (1:0) ging es immer wieder mal rund im Strafraum. | Bild: Scheibengruber, Matthias

„Wir waren von allen guten Geistern verlassen“, schüttelte Giuseppe Stabile nach dem Schlusspfiff entsetzt den Kopf. Simon Wunderle (2), Yunus Özdemir (2), Benny Laufer und Mike Heyde hatten die Rheinfelder mit 6:0 aus deren Stadion geschossen. Aus den restlichen acht Spielen wurden noch 13 Punkte eingespielt, das reichte dem FSV Rheinfelden gerade noch zu Platz zwei – zehn Punkte hinter dem SV Weil II.

Notbremse: Wenige Tage nach der schnellsten Roten Karte – nach 53 Sekunden – in Jestetten musste Bastian Eschbach vom SV Herten nach diesem Halten gegen Giuseppe Catanzaro im Derby gegen den FSV Rheinfelden erneut vorzeitig vom Platz.“
Notbremse: Wenige Tage nach der schnellsten Roten Karte – nach 53 Sekunden – in Jestetten musste Bastian Eschbach vom SV Herten nach diesem Halten gegen Giuseppe Catanzaro im Derby gegen den FSV Rheinfelden erneut vorzeitig vom Platz.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias
Zwei Mal Rot innerhalb weniger Tage: Bastian Eschbach (Mitte) vom SV Herten musste nach seiner Notbremse gegen Giuseppe Catanzaro wie schon kurz zuvor beim SV Jestetten vorzeitig vom Platz.
Zwei Mal Rot innerhalb weniger Tage: Bastian Eschbach (Mitte) vom SV Herten musste nach seiner Notbremse gegen Giuseppe Catanzaro wie schon kurz zuvor beim SV Jestetten vorzeitig vom Platz. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dahinter platzierten sich gleichauf der Neuling FC Schönau mit der um zwei Treffer besseren Tordifferenz, und der FC Erzingen. Die von Dominik Günther trainierten Schönauer verpassten die Vizemeisterschaft schon in der Vorrunde, die sie mit 23 Punkten auf Platz fünf beendeten. Im zweiten Durchgang spielten sie 32 Zähler ein, waren nach dem 3:0 gegen den SV BW Murg zuversichtlich, die Aufstiegsspiele absolvieren zu dürfen.

Streitpunkt: Denys Martini (rechts) trat Alfredo Di Feo versehentlich auf den Fuß, der fällige Elfmeterpfiff blieb aus und verhinderte einen möglichen Erfolg des FC Erzingen beim 0:1 in Buch.
Streitpunkt: Denys Martini (rechts) trat Alfredo Di Feo versehentlich auf den Fuß, der fällige Elfmeterpfiff blieb aus und verhinderte einen möglichen Erfolg des FC Erzingen beim 0:1 in Buch. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Das gleiche Ziel hatte der FC Erzingen, dem zum Verhängnis wurde, dass zu viele Spiele unentschieden endeten. 13 Mal gab es keinen Sieger, wenn die Elf von Mico Kalem gespielt hatte. Wäre nur eines dieser Spiele gewonnen worden, hätte es gereicht. Am drittletzten Spieltag wurde der FSV Rheinfelden mit 2:0 besiegt, doch danach reichte es in Wallbach nur zu einem 1:1. Das 2:1 zum Abschluss gegen den Aufsteiger FV Lörrach-Brombach II kam zu spät.

Entsetzen: Vergeblich forderten die Spieler des FC Erzingen von Schiedsrichter Markus Bienek beim 0:1 in Buch einen Strafstoß.
Entsetzen: Vergeblich forderten die Spieler des FC Erzingen von Schiedsrichter Markus Bienek beim 0:1 in Buch einen Strafstoß. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Im Tabellenkeller deutete sich zeitig an, wer am Ende die drei Abstiegsplätze belegen würde. Die Zahl der Absteiger wurde wegen der seinerzeit beschlossenen Ligareform, bei der eine der drei Staffeln in der Kreisliga A gestrichen wurde, auf maximal drei begrenzt.

Kung Fu-Style: Beim Kampf um Ball ging Max Hauser (Nr. 9) vom SV Rheintal im Derby beim FC Grießen etwas ungestüm zu Werke gegen Tobias Maier.
Kung Fu-Style: Beim Kampf um Ball ging Max Hauser (Nr. 9) vom SV Rheintal im Derby beim FC Grießen etwas ungestüm zu Werke gegen Tobias Maier. | Bild: Scheibengruber, Matthias
Absteiger FC Grießen geht K.O.: Nach dem Kopftreffer durch Max Hauser musste sich Tobias Maier behandeln lassen, Torwart Christian Forgione und Spielführer Paul Brack sowie Schiedsrichter Mirco Radtke rufen um Hilfe.
Absteiger FC Grießen geht K.O.: Nach dem Kopftreffer durch Max Hauser musste sich Tobias Maier behandeln lassen, Torwart Christian Forgione und Spielführer Paul Brack sowie Schiedsrichter Mirco Radtke rufen um Hilfe. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dem FC Grießen wurde schon nach dem 0:6 zum Auftakt klar, dass auch in der Bezirksliga für Aufsteiger das zweite Jahr schwerer ist. Die Elf von Andreas Bauhuber schaffte es während der 30 Spieltage nie über den Strich, verabschiedete sich mit mageren 15 Punkten.

Abstieg: Trainer Andreas Bauhuber (rechts) und Philipp Maier mussten mit dem FC Grießen die Bezirksliga nach zwei Jahren wieder verlassen.
Abstieg: Trainer Andreas Bauhuber (rechts) und Philipp Maier mussten mit dem FC Grießen die Bezirksliga nach zwei Jahren wieder verlassen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Begleitet wurden die Klettgauer vom SV BW Murg, der den Umbruch nicht packte und unter Adi Portmann nach fünf Jahren zurück in die Kreisliga A ging – wenn auch nur für eine Saison.

Bezirksliga-Saison 2013/2014

Der SV Jestetten hatte sich unter Trainer Matthias Lauber mehr erhofft, doch nach dem 3:1 gegen den FV Fahrnau am sechsten Spieltag und dem Sprung auf Rang neun, war die Luft erst einmal raus. Gerade mal fünf Punkte wurden bis zur Saison-Halbzeit noch eingespielt. Anfang November stellte Lauber sein Amt zur Verfügung, zunächst übernahmen Silvan von Ow und Pascale Moog, ehe Ex-Profi Josef Nowak in der Winterpause übernahm.

Mission missglückt: Ex-Profi Josef Nowak drückt die Verzweiflung aus. Knapp scheiterte der Interimstrainer und Nachfolger von Matthias Lauber mit dem SV Jestetten im Abstiegskampf.
Mission missglückt: Ex-Profi Josef Nowak drückt die Verzweiflung aus. Knapp scheiterte der Interimstrainer und Nachfolger von Matthias Lauber mit dem SV Jestetten im Abstiegskampf. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Nowak hatte in der Vorsaison als „Feuerwehrmann“ schon den FC Erzingen vor dem Abstieg gerettet. Seine Mission in Jestetten aber gelang nicht. 18 Punkte holte die Elf unter ihm in der Rückrunde, drei zu wenig, um den FV Fahrnau noch überflügeln zu können. Nach dem Abstieg im Sommer kehrte Nowak zum FC Erzingen zurück, ihm folgte Michele Masi.

Da geht‘s lang: Hier gibt Trainer Michael Ebner beim FC Hochrhein seinem Stürmer Thomas Wehrle noch die Richtung vor. Wenige Wochen später trat Ebner zurück, machte den Weg für Torsten Stockmann frei.
Da geht‘s lang: Hier gibt Trainer Michael Ebner beim FC Hochrhein seinem Stürmer Thomas Wehrle noch die Richtung vor. Wenige Wochen später trat Ebner zurück, machte den Weg für Torsten Stockmann frei. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Der Trainer wurde aber nicht nur in Jestetten ausgetauscht. Schon Mitte Oktober verabschiedete sich Michael Ebner beim FC Hochrhein und übergab nach sieben Punkten aus neun Spielen an Torsten Stockmann, der bis Sommer beim SV Buch tätig war.

Kult-Trainer: Torsten Stockmann bejubelt den Ligaverbleib mit dem FC Hochrhein. Im Herbst hatte er nach Michael Ebners Rücktritt die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernommen.
Kult-Trainer: Torsten Stockmann bejubelt den Ligaverbleib mit dem FC Hochrhein. Im Herbst hatte er nach Michael Ebners Rücktritt die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernommen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Stockmann reaktivierte Marius Schäuble und Martin Burkhard, feierte einen furiosen Einstand mit dem 1:0 gegen den SV Herten. Das Tor des Tages erzielte Thomas Wehrle per Strafstoß, nachdem zuvor ein Strafstoß die Gastgeber fast verzweifeln ließ. Patrick Bergdorf traf aus elf Metern den Pfosten und Wehrle knallte den Nachschuss an die Latte.

Entscheidung: Remo Laisa foult Stürmer Thomas Wehrle vom FC Hochrhein, der den fälligen Strafstoß gegen Steffen Birlin (Nr. 22) zum 1:0-Sieg verwandelt. Vor der Pause hatte Patrick Bergdorf einen Strafstoß an den Pfosten geschossen und Wehrle im Nachschuss die Latte getroffen.
Entscheidung: Remo Laisa foult Stürmer Thomas Wehrle vom FC Hochrhein, der den fälligen Strafstoß gegen Steffen Birlin (Nr. 22) zum 1:0-Sieg verwandelt. Vor der Pause hatte Patrick Bergdorf einen Strafstoß an den Pfosten geschossen und Wehrle im Nachschuss die Latte getroffen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Unter Stockmann gelang der Ligaverbleib und noch dazu ein 1:0-Sieg bei dessen früherem Club. „Das war kein gewöhnliches Spiel für mich“, gab der Kult-Trainer nach dem Sieg beim SV Buch, für den er noch bei den Alten Herren die Schuhe schnürte, zu.

Großer Wurf: Im Mai 2014 übernahm Torwart und Co-Trainer Lars Müller den Trainerposten beim FC RW Weilheim und blieb bis Sommer 2018 im Amt.
Großer Wurf: Im Mai 2014 übernahm Torwart und Co-Trainer Lars Müller den Trainerposten beim FC RW Weilheim und blieb bis Sommer 2018 im Amt. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Eher überraschend kam der dritte Trainerwechsel, den Anfang Mai der FC RW Weilheim meldete. Spielte die Mannschaft bis zur Winterpause noch vorn mit, gelangen im neuen Jahr nur noch neun Punkte. Nach dem 2:7 beim TuS Efringen-Kirchen räumte Michael Hägele den Spind: „Ich gehe, um neue Impulse zu ermöglichen – auch im Sinne des Vereins.“ Co-Trainer Lars Müller übernahm zunächst als Interimslösung, wurde dann aber fest verpflichtet.

Jugendlich: Trainer Michael Hägele (rechts) vom FC RW Weilheim schickte gegen den FC Wallbach eine Elf aufs Feld, die einen Altersschnitt von 19,8 Jahren aufwies. Vor der Saison waren acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader gerückt. Auf unserem Bild von damals sind neben Physiotherapeutin Wendy Schuster die Neuen Manuel Boller-Berger (SV Eggineng), Matthias Stoll, Felix Uhl, Simon Gantert (alle eigener Nachwuchs) sowie (vorn, von links) Nicolas Gamp (eigener Nachwuchs), Manuel Asal (SV Rheintal), Marcel Boer, Marco Pinter (beide eigener Nachwuchs) zu sehen. Nicht auf dem Bild waren die ehemaligen Jugendspieler Florian Hiss und Simon Ohnheiser.
Jugendlich: Trainer Michael Hägele (rechts) vom FC RW Weilheim schickte gegen den FC Wallbach eine Elf aufs Feld, die einen Altersschnitt von 19,8 Jahren aufwies. Vor der Saison waren acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader gerückt. Auf unserem Bild von damals sind neben Physiotherapeutin Wendy Schuster die Neuen Manuel Boller-Berger (SV Eggineng), Matthias Stoll, Felix Uhl, Simon Gantert (alle eigener Nachwuchs) sowie (vorn, von links) Nicolas Gamp (eigener Nachwuchs), Manuel Asal (SV Rheintal), Marcel Boer, Marco Pinter (beide eigener Nachwuchs) zu sehen. Nicht auf dem Bild waren die ehemaligen Jugendspieler Florian Hiss und Simon Ohnheiser. | Bild: Dominik Flum

Schon in der Vorrunde hatte die Weilheimer Elf für Schlagzeilen gesorgt. Beim 2:0-Sieg gegen den FC Wallbach wies das von Hägele aufgestellte Team einen Altersschnitt von gerade einmal 19,8 Jahren auf – damals schon ein Beleg für die überaus erfolgreiche Nachwuchsarbeit auf dem Nägeleberg.

Schon zwei Wochen später waren die Weilheimer wieder in aller Munde, dieses Mal in der Partie gegen den SV Jestetten. Nico Gamp schien beim Stand von 1:0 von Torwart Kim Hüttner gefoult worden zu sein. Doch statt die Strafstoß-Chance zum 2:0 zu nutzen, erklärte Gamp dem Unparteiischen auf dessen Nachfrage, dass er nicht gefoult worden war.

Vorbildlich: Nicolas Gamp (hinten, mit Robert Maier vom FV Fahrnau) verzichtete in der Partie gegen den SV Jestetten nach einem vermeintlichen Foul auf einen ihm zugesprochenen Strafstoß.
Vorbildlich: Nicolas Gamp (hinten, mit Robert Maier vom FV Fahrnau) verzichtete in der Partie gegen den SV Jestetten nach einem vermeintlichen Foul auf einen ihm zugesprochenen Strafstoß. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Hüttners Teamkollege Adrian Wägeler machte ebenfalls von sich reden, als er beim 1:3 gegen den FC Schönau im Stile des früheren Bayern-Profis Helmut Winklhofer, der 1985 im Spiel bei Bayer Uerdingen gegen seinen Keeper Jean-Marie Pfaff aus 35 Metern traf, ebenfalls ein Eigentor aus gleicher Distanz erzielte. Eigentlich war der Schuss als Rückpass zu Torwart Yannic Frey gedacht.

Kampfgeist: Waldemar Schmidt vom SV Herten (Zweiter von links, gegen Pascale Moog vom SV Jestetten) geht stets ohne Rücksicht auf Verluste in jeden Zweikampf – und trifft, wenn es sein muss, gegen den TuS Efringen-Kirchen auch mal aus 50 Metern ins Tor.
Kampfgeist: Waldemar Schmidt vom SV Herten (Zweiter von links, gegen Pascale Moog vom SV Jestetten) geht stets ohne Rücksicht auf Verluste in jeden Zweikampf – und trifft, wenn es sein muss, gegen den TuS Efringen-Kirchen auch mal aus 50 Metern ins Tor. | Bild: Scheibengruber, Matthias

In die andere Richtung flog der Ball beim 4:0 des SV Herten gegen den TuS Efringen-Kirchen. Hier hatte Waldemar Schmidt aus rund 50 Metern einfach mal drauf gehalten und jubelte, als der Ball hinter Jörg Bürgin einschlug.

Sauber gemacht: Hier bejubelt Philipp Wengemayr (rechts) einen Treffer von Kevin Tröndlin. Beim 1:1 des FV Lörrach-Brombach II gegen den FC Wallbach beendete Wengenmayr in der Nachspielzeit die Serie von Torwart Maurizio Di Bella, der zuvor 371 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war.
Sauber gemacht: Hier bejubelt Philipp Wengemayr (rechts) einen Treffer von Kevin Tröndlin. Beim 1:1 des FV Lörrach-Brombach II gegen den FC Wallbach beendete Wengenmayr in der Nachspielzeit die Serie von Torwart Maurizio Di Bella, der zuvor 371 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Denkwürdig war eine Woche auch der Ausgleichstreffer von Philipp Wengenmayr für den FV Lörrach-Brombach II in der Nachspielzeit gegen den FC Wallbach. Es war für Wallbachs Torwart Maurizio Di Bella der erste Gegentreffer nach 371 Minuten. Vier Wochen später kassierte Di Bella auf eigenem Platz ein Tor von Piero Bonomo, der somit den einzigen Auswärtssieg des FC Grießen in der gesamten Saison sicherte.

Serie: Torwart Maurizio Di Bella, hier nach einem Tor durch den SV BW Murg mit Abwehrspieler Matthias Wenk, war in der Saison 2013/14 genau 371 Minuten ohne Gegentreffer geblieben, bis Philipp Wengenmayr vom FV Lörrach-Brombach II in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte.
Serie: Torwart Maurizio Di Bella, hier nach einem Tor durch den SV BW Murg mit Abwehrspieler Matthias Wenk, war in der Saison 2013/14 genau 371 Minuten ohne Gegentreffer geblieben, bis Philipp Wengenmayr vom FV Lörrach-Brombach II in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Lediglich zwei Spieler fielen mit einer hohen Torausbeute während eines Spiels auf. Zum Saisonauftakt traf Fayira Keita vier Mal zum 6:0-Sieg des SV Weil II in Grießen. Gegen den gleichen Gegner traf auch Giuseppe Catanzaro vier Mal beim 6:0-Sieg des FSV Rheinfelden am 10. Mai.

Notbremse: Wenige Tage nach der schnellsten Roten Karte – nach 53 Sekunden – in Jestetten musste Bastian Eschbach vom SV Herten nach diesem Halten gegen Giuseppe Catanzaro im Derby gegen den FSV Rheinfelden erneut vorzeitig vom Platz.“
Notbremse: Wenige Tage nach der schnellsten Roten Karte – nach 53 Sekunden – in Jestetten musste Bastian Eschbach vom SV Herten nach diesem Halten gegen Giuseppe Catanzaro im Derby gegen den FSV Rheinfelden erneut vorzeitig vom Platz.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Vier Wochen zuvor stand Catanzaro ebenfalls im Fokus, beim 2:1-Sieg seiner Elf im Derby beim SV Herten. In der 17. Minute war er Bastian Eschbach enteilt. Der Hertener hielt ihn kurz an der Schulter, Catanzaro strauchelte und fiel. Schiedsrichter Hafes Gerspacher zückte sofort „Rot“.

Zwei Mal Rot innerhalb weniger Tage: Bastian Eschbach (Mitte) vom SV Herten musste nach seiner Notbremse gegen Giuseppe Catanzaro wie schon kurz zuvor beim SV Jestetten vorzeitig vom Platz.
Zwei Mal Rot innerhalb weniger Tage: Bastian Eschbach (Mitte) vom SV Herten musste nach seiner Notbremse gegen Giuseppe Catanzaro wie schon kurz zuvor beim SV Jestetten vorzeitig vom Platz. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Bitter für Eschbach, denn 25 Tage zuvor war er mit der vermutlich bis heute schnellsten „Roten Harte“ schon einmal vom Platz geflogen. In der Partie beim SV Jestetten schickte ihn Artur Schütz nach 54 Sekunden vom Feld. Eschbach hatte Francesco Arena ausgebremst.

Späte Wende: Erst in der Nachspielzeit knackte Felix Cox (links, gegen Michael Amrein) mit dem SV Jestetten den Riegel des in Unterzahl spielenden SV Herten, glich zum 2:2 aus. Kurz danach traf Pascale Moog gar zum 3:2-Sieg, doch am Abstieg änderte dieser Sieg nichts.
Späte Wende: Erst in der Nachspielzeit knackte Felix Cox (links, gegen Michael Amrein) mit dem SV Jestetten den Riegel des in Unterzahl spielenden SV Herten, glich zum 2:2 aus. Kurz danach traf Pascale Moog gar zum 3:2-Sieg, doch am Abstieg änderte dieser Sieg nichts. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Der weitere Spielverlauf war kurios, die Gäste führten nach 90 Minuten in Unterzahl mit 2:1. Schütz ließ fünf Minuten nachspielen, was Felix Cox und Pascale Moog zum 3:2-Sieg nutzten.

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