Fußball-Bezirksliga: – Für Trainer Roberto Wenzler, vor Jahresfrist vom SV Grafenhausen zum FC Schlüchttal gekommen, ist es keine Frage: „Wir steigen aus dem Fahrstuhl aus. Die Mannschaft hat aus dem Abstieg im vergangenen Jahr ihre Lehren gezogen und ist in der Kreisliga A weiter gereift.“ Dass es zum direkten Wiederaufstieg reichen würde, sei so zwar nicht auf dem Plan gestanden, aber umso schöner: „Eigentlich wollten wir uns nach dem Abstieg in erster Linie konsolidieren und wieder festen Boden unter die Füße bekommen.“

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Im Mehrkampf an der Spitze deutete der FC Schlüchttal an, dass ihm das Jahr Bezirksliga – trotz des negativen Ausgangs – doch ganz gut getan hat: „Die Mannschaft war eigentlich zusammengeblieben, konnte sich so gemeinsam fangen“, blickt Wenzler zurück: „Wichtig war, dass wir es geschafft haben, die Defensive zu stabilisieren. Da hatte es in der Bezirksliga doch einige Mal reichlich Gegentore gegeben.“

Für die neue Runde sieht Wenzler seine Elf gerüstet, auch wenn die scheinbar großen Neuzugänge ausgeblieben sind. Der Trainer sieht das allerdings nicht ganz so: „Aus unserem Nachwuchs rücken in Thomas Lang und Marius Thoma, der immerhin einer der besten Torschützen der Landesliga, zwei sehr starke Spieler in den Kader.“ Dazu gesellt sich Frenk Kech von der SG Bettmaringen/Mauchen: „Für ihn ist es zwar ein großer Sprung aus der Kreisliga B, doch ich traue ihm durchaus etwas zu“, so Wenzler.

Torriecher: Marvin Kalt (Mitte), Torschützenkönig des Aufsteigers FC Schlüchttal, kehrt mit der Empfehlung von 34 Saisontreffern in die Bezirksliga zurück.
Torriecher: Marvin Kalt (Mitte), Torschützenkönig des Aufsteigers FC Schlüchttal, kehrt mit der Empfehlung von 34 Saisontreffern in die Bezirksliga zurück. | Bild: Neubert, Michael

Dass sich Aufsteiger erst einmal hinten anstellen sollten, weiß Roberto Wenzler. Das ist für ihn aber kein Grund, tiefer zu stapeln, als nötig: „Wir sind in der Breite gut aufgestellt“, verweist er auf die Schlüsselspieler im Kader. Da ist nicht nur ein Marvin Kalt, der mit 34 Treffern als Torschützenkönig über ein Drittel aller Schlüchttaler Tore erzielt hat: „Auch Manuel Walter hat mit 17 Treffern seine Klasse gezeigt.“

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Eine Abhängigkeit von Kalts Toren sieht Wenzler, dessen Elf als Vizemeister stolze 95 Tore erzielt hat, derweil nicht: „In erster Linie bin ich mal froh, überhaupt einen Torjäger dieser Güte zu haben und wenn sich die Gegner verstärkt auf ihn konzentrieren, springen eben andere Spieler in die Bresche.“

Trainer Roberto Wenzler (FC Schlüchttal): „Wir steigen aus dem Fahrstuhl aus. Die Mannschaft hat aus dem Abstieg im vergangenen Jahr ihre Lehren gezogen und ist in der Kreisliga A weiter gereift.“
Trainer Roberto Wenzler (FC Schlüchttal): „Wir steigen aus dem Fahrstuhl aus. Die Mannschaft hat aus dem Abstieg im vergangenen Jahr ihre Lehren gezogen und ist in der Kreisliga A weiter gereift.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

So dürfte die anstehende Saison für den FC Schlüchttal kaum große Überraschungen bergen. Die meisten Spieler kennen die Gegner aus der vorletzten Saison, wissen nun, worauf es ankommt: „Was uns erwartet, haben wir in der Relegation gegen den TuS Stetten erlebt“, schätzt Wenzler den besiegten Kontrahenten aus der Westgruppe entsprechend hoch ein: „Wir haben zunächst keine größeren Ambitionen als den Ligaverbleib.“

Dieses Ziel will Wenzler unbedingt erreichen, denn er blickt zuversichtlich in die Zukunft des Vereins: „Unsere jungen Spieler haben den Zenit noch lang nicht erreicht. Das dauert noch, bis sie das so genannte beste Fußballalter erreicht haben.“ Zudem steht der nächste Schub an viel versprechenden Nachwuchskräften bereits in den Startlöchern: „Im nächsten Jahr werden nochmals sechs A-Junioren aufrücken.“ Allein deshalb sei es erstrebenswert, in der Liga zu bleiben. Zweifel hegt Wenzler nicht: „Die Jungs sind fast alle im gleichen Alter, kennen sich seit vielen Jahren und machen auch außerhalb des Fußballs vieles gemeinsam. Eine richtig eingeschworene Truppe eben.“