Handball, 2. Bundesliga: Seit dem 22. Juni ist die HSG Konstanz wieder im Training. Ab 22. Juli starten die Konstanzer dann wieder mit zehn Einheiten pro Woche richtig in die Vorbereitung auf die 2. Bundesliga.

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In der kommenden Saison, die voraussichtlich am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden startet, wartet auf die HSG ein straffes Programm. An 36 Spieltagen – inklusive Duellen am 23., 26. und 30. Dezember – geht es bis zum letzten Spieltag am 26. Juni 2021 um den Klassenerhalt. Statt zwei gibt es in der 19 Mannschaften umfassenden zweiten Liga in den kommenden Jahren jeweils drei direkte Absteiger. Aus der 3. Liga werden jeweils zwei Clubs aufsteigen, sodass durch den erhöhten Abstieg aus der 1. Bundesliga in der übernächsten Spielzeit zunächst 20 und dann 19 Teams vertreten sind und schließlich wieder die Regelstärke von 18 Mannschaften erreicht wird. Neu ist zudem, dass bei Punktgleichheit ab sofort der direkte Vergleich statt der Tordifferenz entscheidet.

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Die Handball-Bundesliga ist zudem gerade in intensiven Vorbereitungen eines Konzepts zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Zuschauern. Zunächst sollen ohne Stehplätze und Auswärtsfans 50 Prozent der Hallenkapazität möglich sein, die nach und nach gesteigert werden soll. Allerdings muss das Konzept erst noch von den Landesregierungen und den Gesundheitsbehörden an jedem einzelnen Standort separat freigegeben werden.

Pilotprojekt Baden-Württemberg-Pokal

Als Pilotprojekt für einen Start mit Publikum könnte der neue Baden-Württemberg-Pokal dienen. Die sechs Handball-Erst- und Zweitligisten des Landes arbeiten gerade an einem Konzept, wie bei einem gemeinsamen Turnier wieder Zuschauer zugelassen und Erfahrungen für den Ligabetrieb gesammelt werden können. So wird sich die HSG Konstanz voraussichtlich ab Ende August mit den beiden Erstligisten Frisch Auf Göppingen und Balingen-Weilstetten duellieren, im späteren Verlauf möglicherweise noch mit Bietigheim, Stuttgart oder gar den Rhein-Neckar Löwen.

Testspiele ab Mitte August

Zuvor stehen ab Mitte August Testspiele gegen die Schweizer Topclubs Kadetten Schaffhausen, Pfadi Winterthur und St. Gallen auf dem Programm, dazu Vergleiche mit den Drittligisten Kornwestheim, Pfullingen und Willstätt. Geplant ist darüber hinaus eine mehrtägige Testspiel-Reise in den Westen Deutschlands. Dort stehen mit den Bergischen Panthern aus der 3. Liga und dem Bergischen HC aus der 1. Bundesliga hochkarätige Gegner bereit, ein dritter Test wird noch fixiert.

„Wir wollen die Jungs jetzt behutsam wieder so in Form bringen, dass wir ab Mitte August die Testspiele gut durchführen können.“
Andre Melchert, Sportchef der HSG Konstanz
Bild: Peter Pisa

Über den Fitnesszustand nach der langen Trainings- und Spielpause zeigt sich der Sportliche Leiter sehr erfreut und lobt die selbstständige Vorarbeit seiner Spieler. Melchert: „Die Jungs ziehen toll beim Laufen, den Krafteinheiten und mit Ball mit. Es sind alle heiß auf Handball. Das macht schon Spaß anzusehen.“

Hohe Belastung

Man ist sich bewusst, welch hohe Belastung in der nächsten Saison durch den dicht gedrängten Spielplan mit zahlreichen Spielen unter der Woche und bis 30. Dezember bevorsteht. Deshalb spielt die Verletzungsprophylaxe und gutes Athletiktraining eine große Rolle. „Und“, lacht Melchert, „das ist nichts zum Schwarzsehen oder Heulen. Wir sind froh, wieder spielen zu dürfen und werden das entsprechend umsetzen. Wir sitzen alle im selben Boot und freuen uns darauf, dass es wieder losgeht.“

Wie und wann kann derzeit noch keiner genau sagen. Zumindest die Anfänge sind gemacht und lassen auf einen baldigen Einstieg in den Spielbetrieb hoffen – hoffentlich mit Zuschauern, so der Wunsch von Fans, Spielern und Verantwortlichen. Darauf wird hinter den Kulissen seit Wochen fieberhaft hingearbeitet.