„Wir hätte schlimmer starten können“, lautete das nüchterne Fazit des Radolfzeller Spielertrainers Oliver Sorg nach dem 2:2 im Auftaktspiel gegen den TSV Singen. „Um zu wissen, wo wir stehen, werden wir noch ein paar Spiele brauchen. Doch die Entwicklung ist da – und darum geht es mir vor allem“. Positiv urteilte der Ex-Nationalspieler vor allem darüber, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand zurückgekommen war.

Doch auch der Start in die Partie war gelungen für Sorgs Mannschaft. Der Verbandsliga-Absteiger dominierte in den ersten 15 Minuten und wurde durch ein Tor von Yves Graf, der die Gastgeber in der 9. Minute nach einer Ecke in Führung brachte, belohnt. „Wir haben angefangen wie nach Plan“, so Oliver Sorg. Was danach kam, stand aber wohl nicht auf seinem Matchplan: Weitere große Chancen ließen seine Spieler in der Folge ungenutzt.

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Dann fiel wie aus dem Nichts der Ausgleich durch TSV-Neuzugang Volkan Bak in der 19. Minute und nur fünf Minuten später die Führung durch Marcel Simsek, der eine Unkonzentriertheit in der Radolfzeller Abwehr ausnutzte. „Wir waren effektiv im Angriff“, so TSV-Trainer Fabian Wilhelmsen zur hundertprozentigen Torquote seiner Mannschaft in der ersten halben Stunde.

In der Folge wurde das Spiel ausgeglichener und es schien, als könnten die Gäste die Führung mit in die Kabine nehmen. Doch kurz vor der Halbzeitpause ließ Max Chrobok die Gastgeber mit einem satten Schuss ins obere Eck jubeln.

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Die zweite Halbzeit war dann bei weitem nicht mehr so spektakulär wie die erste. Radolfzell kam zunächst besser aus der Kabine, blieb aber ohne Erfolg. Zum Ende hin wurde der TSV Singen immer stärker und schien dem dritten Treffer näher, doch schlussendlich blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden.

„Nicht zu hundert Prozent zufrieden mit der Leistung“, lautete das Fazit von TSV-Coach Fabian Wilhelmsen. Mit einem Punktgewinn im ersten Spiel gegen einen Verbandsliga-Absteiger konnte er sich dann aber doch anfreunden, zumal der Spielplan keine leichten Aufgaben für das Team aus dem Singener Süden bereit hält.

Hartes Auftaktprogramm für TSV Singen

„Das Niveau in der Landesliga ist natürlich vor allem körperlich, aber auch vom Tempo her etwas ganz anderes als in der Bezirksliga. Wir haben schon ein brutal schweres Auftaktprogramm“, blickt Wilhelmsen auf die kommenden Gegner.

Am kommenden Sonntag ist der mit einem Sieg gestartete Mit-Aufsteiger SC Konstanz-Wollmatingen zu Gast, ehe dann auswärts noch der SC Gottmadingen-Bietingen sowie mit der DJK Donaueschingen der nächste Absteiger Gegner sind.

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Zunächst jedoch geht es an diesem Mittwoch in der zweiten Runde des SBFV-Pokals weiter für den Türkischen SV Singen, der den Ligakonkurrenten FC Überlingen empfängt.

Auf den FC 03 Radolfzell wartet nach dem Pokal-Aus in der ersten Hauptrunde gegen den FC 08 Villingen erst am Samstag im Stockacher Osterholz die nächste Aufgabe in der Landesliga.