Fußball-Bezirksliga: – „Wenn das so weiter geht, dann höre ich auf. So macht es keinen Spaß mehr“, wetterte Trainer Faik Zikolli nach der 1:2-Niederlage des FC Schönau: „Dass wir verloren haben hier – geschenkt. Fußball ist brutal. Letzte Woche hat es den FC Hochrhein bei uns in letzter Minute erwischt. Dieses Mal sind wir an der Reihe gewesen“, vermochte der 40-jährige Trainer die verlorenen Punkte noch verkraften.

Viel mehr hatte ihn in Rage gebracht, dass Schiedsrichter Jonas Probst eine Szene kurz vor dem Siegtreffer des SV Buch völlig anders bewertet hatte, als Zikolli: „Erst greift der Gegenspieler Yannik Lais in den Unterleib, dann verpasst er ihm einen Kopfstoß“, beschreibt der Trainer die Szene, die Probst mit einer Gelben Karte bewertete: „Der Schiri hat behauptet, Lais sei gar nicht getroffen worden. Also unterstellt er unserem Spieler, dass er den Kopfstoß nur simuliert.“

Außer sich: „Der Schiedsrichter unterstellt meinem Spieler Yannik Lais, dass er einen Kopfstoß nur simuliert habe“, war Trainer Faik Zikolli (hier auf einem Archivbild) vom FC Schönau mit der Bewertung des Unparteiischen in einer strittigen Szene absolut unzufrieden und kassierte prompt selbst die „Gelbe Karte“.
Außer sich: „Der Schiedsrichter unterstellt meinem Spieler Yannik Lais, dass er einen Kopfstoß nur simuliert habe“, war Trainer Faik Zikolli (hier auf einem Archivbild) vom FC Schönau mit der Bewertung des Unparteiischen in einer strittigen Szene absolut unzufrieden und kassierte prompt selbst die „Gelbe Karte“. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Zikolli war außer sich: „Ich war richtig sauer und habe den Schiri gefragt: Wenn ich jetzt das Gleiche bei Ihnen mache, reagieren Sie dann auch so?“ Probst ignorierte das „Angebot“ und regelte den Disput mit einer Gelben Karte für den Schönauer Trainer: „Die legen die Regeln aus, wie sie wollen. Vor der Saison wird einheitlich erklärt, was geht und was nicht. Und auf dem Platz macht jeder Schiri, was er will“, konnte sich Zikolli kaum beruhigen.

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Fußball wurde auch gespielt, und das gar nicht so schlecht. Befand jedenfalls Michael Hägele, der mit seinen Jungs endlich mal wieder zufrieden war: „Wir haben spielerische Akzente gesetzt, waren vor der Pause die bessere Mannschaft. Moritz Hackenberger traf per Freistoß nur die Querlatte.“ Im zweiten Durchgang hingegen sah Hägele den Gast aktiver: „Trotz unserer Führung hatten wir phasenweise Glück.“

In diesem Zusammenhang lobte er Marcel Rohland, den etatmäßigen Ersatz für den verletzten Simon Eckert: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Beim Gegentreffer, einem Schuss aus 25 Metern in den Winkel, war er allerdings machtlos.“ Abgehakt sei Rohlands Fernbleiben vor Wochenfrist in Weilheim, als kurzfristig Toni Cutrona,der 54-jährige Trainer der „Zweiten“ einspringen musste: „Das war ein klarer Fall von einem beiderseitigen Missverständnis“, betonte Hägele: „Wir haben uns ausgesprochen. Die Sache ist erledigt.“

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Inmitten der Schönauer Offensive war dem SV Buch nach 72 Minuten die Führung gelungen. Der von den A-Junioren gekommene Nico Schulz, zum zweiten Mal in der Start-Elf, spekulierte nach einem langen Pass von Jan Körner und war vor Torwart Tobias Steinebrunner am Ball: „Das hat er klasse gemacht“, freute sich Hägele für den Youngster, der in den ersten drei Monaten gute Fortschritte gemacht habe.

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Nach Haselwanders Ausgleich stand die Partie auf Messers Schneide: „Wir hätten uns auch über eine Niederlage nicht beschweren dürfen“, analysierte Hägele, der am Ende mit einem Punkt zufrieden gewesen wäre. Doch seine Elf wollte mehr. Patrick Vögele spielte den Ball zu Mario Winkler, schon vor Wochenfrist beim 2:3 in Weilheim doppelt traf – 2:1.

Für Faik Zikolli brach nach diesem Tor fast eine Welt zusammen: „Wir dürfen dieses Spiel nicht verlieren. Beste Chancen haben wir vergeben und kriegen dann noch dieses brutale Gegentor.“

SV Buch – FC Schönau 2:1 (0:0). – Tore: 1:0 (72.) Schulz; 1:1 (77.) T. Haselwander; 2:1 (90.) Winkler. – SR: Jonas Probst (Waldshut-Tiengen). – Z.: 120.

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