Fußball-Bezirksliga: – Premiere am letzten Spieltag der Vorrunde. Erstmals in der Bezirksliga-Geschichte hat jedes Spiel einen eigenen Anstoßtermin. Die Unsitte des Profifußballs greift nun also auch in der siebten Spielklasse. Vorteil des gesplitteten Spieltags: Der geneigte Fan kann sich am Samstag mit etwas Glück drei Spiele anschauen.

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Erste Partie ist das „Kellerduell der Gebeutelten“ zwischen Schlusslicht FC Tiengen 08 – nach dem Rücktritt von Matthias Hertweck ohne Trainer – und dem FC Schlüchttal, der seit zehn Spielen auf einen Sieg wartet und zuletzt acht Mal in Serie verloren hat. Das Heimrecht der Partie wurde kurzfristig getauscht: „Wir spielen um 14 Uhr in Tiengen„, so FCS-Trainer Roberto Wenzler, für den die Maßnahme kein Thema war: „Wir hätten vielleicht auf den Hartplatz in Ühlingen ausweichen müssen.“

Noch zwei Spiele: Trainer Roberto Wenzler muss mit dem FC Schlüchttal in der Partie beim FC Tiengen 08 und gegen den FC RW Weilheim noch ohne etatmäßigen Schlussmann überstehen und dennoch versuchen im „Kellerduell der Gebeutelten“ die Serie von zehn sieglosen Spielen endlich zu beenden.
Noch zwei Spiele: Trainer Roberto Wenzler muss mit dem FC Schlüchttal in der Partie beim FC Tiengen 08 und gegen den FC RW Weilheim noch ohne etatmäßigen Schlussmann überstehen und dennoch versuchen im „Kellerduell der Gebeutelten“ die Serie von zehn sieglosen Spielen endlich zu beenden. | Bild: Neithard Schleier

Für Wenzler gilt es noch zwei Spiele ohne Torwart – Simon Hepp ist verletzt und Timo Schäuble nicht verfügbar – zu überbrücken: „Ohne Manuel Walter einen Vorwurf zu machen, aber mit einem gelernten Schlussmann wäre manches anders verlaufen.“ Nun geht‘s zum Schlusslicht, bei dem nach dem 0:10 gegen den SV Herten und dem Hertweck-Rücktritt die Alarmglocken Sturm läuten: „Es gibt bessere Voraussetzungen“, mahnt Wenzler: „Die werden jetzt alle Kräfte mobilisieren.“

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Das tut allerdings auch der FC Schlüchttal: „Abgesehen von einem Torwart habe ich 15 fitte Spieler. Wir geben alles, dass die Serie endet“, gibt sich Wenzler verhalten optimistisch: „Es ist noch lang nichts entschieden, wir wissen, wo das Problem liegt und wir haben noch eine Rückrunde.“

Letzte Chance: Auf Tore des bisher 16 Mal erfolgreichen Shaban Limani (links, gegen den Wittlinger Yannik Böhler) setzt der FC Erzingen im Duell gegen den souveränen Spitzenreiter, um seine kleinen Titelambitionen mit einem Heimsieg etwas zu verbessern.
Letzte Chance: Auf Tore des bisher 16 Mal erfolgreichen Shaban Limani (links, gegen den Wittlinger Yannik Böhler) setzt der FC Erzingen im Duell gegen den souveränen Spitzenreiter, um seine kleinen Titelambitionen mit einem Heimsieg etwas zu verbessern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Nichts entschieden ist auch an der Tabellenspitze, auch wenn der FC Wittlingen die Chance hat, den Ambitionen des FC Erzingen mit einem Sieg im Klettgau den letzten Rest zu geben. Das Team des frisch gebackenen A-Lizenztrainers Klaus Gallmann wird trotz zwölf Punkten Rückstand alles dafür tun, um zumindest die Heimsieg-Serie auf sechs Erfolge auszubauen. Die Wittlinger strotzen vor dem finalen Match beim Verfolger VfB Waldshut vor Selbstvertrauen, reisen mit zehn Siegen in Folge am Kapellenberg an.

Der VfB Waldshut liegt derzeit schon acht Punkte hinter dem FC Wittlingen, Gast am kommenden Samstag, zurück. Um die Titelambitionen nach dem 3:4 beim FC Hochrhein aufrecht zu erhalten, muss gegen den SV Buch auf jeden Fall ein Sieg her.

Video: Scheibengruber, Matthias

Die scheinbar leichteste Aufgabe hat zum Abschluss der Hinrunde auf jeden Fall der FC Zell. Wer allerdings dessen Trainer Michael Schwald kennt, weiß, dass er am Samstagabend vermutlich alles tun wird, aber sicher nicht den Gastgeber FV Lörrach-Brombach II unterschätzen. Auch wenn die auf Rang 14 abgerutschten Verbandsliga-Reservisten nur zwei Punkte aus den letzten sieben Spielen geholt haben.

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Zuletzt verloren die Lörracher beim FC Wallbach, der mit drei Siegen aus vier Spielen im Aufwind zu sein scheint. Das gilt allerdings auch für den Bosporus FC Friedlingen, bei dem die Wallbacher am Sonntag antreten müssen. Der Neuling arbeitete sich mit drei Siegen in Folge ans rettende Ufer heran und ist punktgleich mit dem FC RW Weilheim. Die Seifert-Elf spürt den Atem im Nacken und weiß, dass sie in den letzten zwei Spielen in Herten und beim FC Schlüchttal punkten muss, um die Winterpause nicht auf einem Abstiegsplatz zu verbringen.

Dieses Schicksal könnte auch dem SV Jestetten drohen, der zum Abschluss zunächst beim heimstarken FC Schönau antritt und zum Jahresausklang den unberechenbaren FC Wallbach empfängt. Als unberechenbar hat sich auch der FC Hochrhein entpuppt, der beim TuS Efringen-Kirchen die nächste Chance wittert, seinen Ruf als Favoritenschreck zu untermauern.