Ganz im Stil eines Zirkusdirektors zeigte sich der erste Mann des Vereins „Mühle Vere“, Thomas Schneider, beim Bürgerball in Meßkirchs 150 Einwohner zählendem Ortsteil Dietershofen. Er konnte die Gäste im voll besetzten alten Feuerwehrhaus begrüßen. Als eine humorvolle Programmansagerin erwies sich Nadine Möll, die mit viel Witz das Publikum unterhielt.

Rendezvous am Waldesrand

In die Bütt stieg Gisela Schneider, die in gereimten Versen über ihr erstes Rendezvous am Waldesrand und die Ungeschicklichkeit der Männerwelt erzählte, wofür sie stürmischen Beifall erntete. Und was gehört noch zu einem Zirkus: Natürlich eine Tierschau, wie Tierbändiger Mario Krall hervorhob. Patric Strobel, Matthias Weißhaupt und Thomas Nothelfer bewegten sich in ihren Tierrollen sehr lebensnah. Einen besonders lustigen Sketch zeigte Thomas Schneider als Verhaltensforscher. Er schilderte die Unterschiede zwischen einem Mann (Marcel Diener) und einer Frau (Manuel Nothelfer) am EC-Automaten, der unter solch verwickelten Umständen in Dietershofen nie aufgestellt werden würde, wie Thomas Schneider am Schluss feststellte.

Stehene Ovationen gab es am Schluß der "Zirkus-Vorstellung" für die Akteure beim Bürgerball in Dietershofen.
Stehene Ovationen gab es am Schluß der "Zirkus-Vorstellung" für die Akteure beim Bürgerball in Dietershofen. | Bild: Karl Mägerle

Die Probleme, die es gibt, wenn man mit dem Rollator zum Einkaufen gehen muss, schilderte die alte Rentnerin (Sieglinde Weiss). Sie werde sich in Zukunft mit einer Schwarzwurst, Brot und Most zu Hause versorgen, wie sie in ihrer Büttenrede erzählte. Die vorgetäuschte abendliche Männertanzgruppe (mit Marcel Diener, Patrik Strobel, Andreas Schwarzenberger, Mathias Weißhaupt und Ralf Müller) galt wohl nicht nur dem Stammtisch, denn ein Bikini-Girl sorgte in der Männerrunde für Verwirrung. Der abrupte Besuch der Frauen (Katja Diener und Alexandra Schwarzenberger) sorgte für einen stürmischen Abschluss dieser Bühnennummer. Zwei Tierforscher (Sebastian Berwarth und Manuel Nothelfer) setzten sich in sehr heiterer Art mit den Eigenschaften der Tiere der Urzeit auseinander und zogen Parallelen zu heute.

Pausen-Clown hält Stimmung hoch

Ohne Pausen-Clown geht es auch beim größten Zirkus der Welt nicht. Doch der Zirkus in Dietershofen hatte einen echten Clown mit Mario Krall auf der Bühne, der zwischen den Programmpunkten auf der Bühne mit seinen lustigen Einlagen für einige Beifallstürme sorgte. Und was ist ein Zirkus ohne Magie. Marius Möll und Mario Droxner zeigten in einer Magier-Show ihre verwirrenden Künste, die mit besonderen Lichteffekten eine sehr beeindruckende Unterhaltung boten.

Stürmischer Abschluss

Die junge Frauentanzgruppe mit Nadine Möll, Vanessa Oschwald, Jennifer Schweikart, Lara Locher, Leonie Keller, Katja Keller und Sindy Geißler gestaltete den stürmischen Abschluss des Balls. Es gab noch eine Sondereinlage dazu, bevor Zirkusdirektor Thomas Schneider alle seine Künstler nochmals zum großen Finale auf die Bühne bat. Alle erhielten lang anhaltenden Beifall.