Fasnet 2021: In diesem Jahr ist alles anders – wegen der Corona-Pandemie. Die Narren müssen ihre Häser in den Schränken lassen. Öffentlich findet die Fasnet in diesem Jahr überhaupt nicht statt, die Verordnungen des Landes verbieten Umzüge und Treffen, ja sogar kleinere Aktionen wie ein Narrenbaumstellen oder das Schnellen auf öffentlichen Plätzen. Wenn, dann findet die Fasnet im privaten Kreis statt oder virtuell: Manche Zünfte und Gruppen stellen ihre närrischen Beiträge online. Doch das ist natürlich nicht das selbe wie die bunten Narrensprünge und Bälle, die traditionell die Fasnet zur beliebten fünften Jahreszeit machen.

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Höhepunkte sind natürlich immer die Schmotzigen Dunschdigs gewesen, mit den Schülerbefreiungen, den Hemdglonkerumzügen, den Rathausstürmen. All dies fällt in diesem Corona-Jahr flach. Komplett ausfallen lassen wollen wir die diesjährige Fasnet aber auch nicht. Deswegen präsentieren wir an dieser Stelle die schönsten Bilder der Fasnet 2020 noch einmal – und begeben uns auf eine Tour durch unser Fotoarchiv. So schön war der Schmotzige im vergangenen Jahr in Markdorf, Bermatingen und dem Deggenhausertal! Viel Spaß beim Durchblättern!

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Der Vormittag des Schmotzigen begann auch 2020 wieder mit den Schülerbefreiungen. Dem Ansturm der Narren waren Lehrer und Schulleiter im Bildungszentrum nicht gewachsen. Die Kinder und Jugendlichen hingegen jubelten: Endlich schulfrei und ab in die Ferien!

Die Markdorfer Hänseler unter Anführung von Erich Benzing befreiten die Schüler am BZM. Direktorin Diana Amann (rechts) nimmt ihre Entmachtung mit Humor.
Die Markdorfer Hänseler unter Anführung von Erich Benzing befreiten die Schüler am BZM. Direktorin Diana Amann (rechts) nimmt ihre Entmachtung mit Humor. | Bild: Jörg Büsche
Auch die Markdorfer Grundschüler freuen sich über ihre Befreiung durch die Narren.
Auch die Markdorfer Grundschüler freuen sich über ihre Befreiung durch die Narren. | Bild: Jörg Büsche

Bevor es aber endgültig in die Freiheit ging, war aber erst noch lustiges Treiben in der BZM-Sporthalle angesagt.

Endlich schulfrei! Diese Schülerinnen haben sich mit ihren Klassenkameradinnen nach der Befreiung in der BZM-Turnhalle versammelt.
Endlich schulfrei! Diese Schülerinnen haben sich mit ihren Klassenkameradinnen nach der Befreiung in der BZM-Turnhalle versammelt. | Bild: Jörg Büsche

Rasant hingegen ging es am Nachmittag in Hepbach zu. Die Fürstenbergstraße wurde umfunktioniert zur Rennstrecke: Das Kärrelerennen mit seinen wagemutigen Piloten und tollen Seifenkisten begeisterte wieder die vielen Zuschauer, die in den Markdorfer Ortsteil strömten.

Jedes Jahr eine Riesengaudi: Das Kärrelerennen in Hepbach.
Jedes Jahr eine Riesengaudi: Das Kärrelerennen in Hepbach. | Bild: Ganter, Toni

Auf der Gass waren die Narren am Schmotzigen 2020 aber auch in Markdorf. Ist es dort vormittags noch eher ruhig, so bevölkern sich die Straßen im Laufe des Nachmittags, ehe bei Einbruch der Dunkelheit der Hemdglonker dann mit großem Getöse durch die Innenstadt zieht.

Auf der Gass spielte sich das närrische Leben auch am Schmotzigen Dunschdig 2020 ab, wie hier vor der „Krone“ in der Hauptstraße, wo sich Kaujohle, Hänseler und närrische Würdenträger ein Stelldichein geben.
Auf der Gass spielte sich das närrische Leben auch am Schmotzigen Dunschdig 2020 ab, wie hier vor der „Krone“ in der Hauptstraße, wo sich Kaujohle, Hänseler und närrische Würdenträger ein Stelldichein geben. | Bild: Jörg Büsche

Im benachbarten Bermatingen hingegen bevölkerten Hexen und Zauberer die Straßen. Unter dieses magische Motto hatten die Narren die Winzergemeinde im vergangenen Jahr gestellt.

„Über Bermatingen liegt ein Fluch – Hexen und Zauberer sind zu Besuch“: So lautete das Motto der Fasnet 2020 in Bermatingen.
„Über Bermatingen liegt ein Fluch – Hexen und Zauberer sind zu Besuch“: So lautete das Motto der Fasnet 2020 in Bermatingen. | Bild: Jan Manuel Heß

Generell spielt sich die Fasnet in Bermatingen traditionell auf den Straßen und Gassen der Gemeinde ab. Hunderte Narren und Fasnet-Fans bevölkern tagsüber das Dorf und den Teilort Ahausen. Guggenmusiken ziehen durch die Straßen und in beiden Orten werden die Rathäuser gestürmt und Bürgermeister und Ortsvorsteher entmachtet.

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Zum Sturm aufs Bermatinger Rathaus strömen hunderte Schaulustige, selbst verkleidet mit den originellsten Kostümen – eine klassische Dorffasnet eben. Und auch deswegen so schön, denn jeder kennt jeden und gemeinsam hat man den schönsten Spaß.

Narren und Fasnet-Fans so weit das Auge reicht in Bermatingen. Dort wird der Schmotzige Dunschdig immer im großen Stil auf den Straßen und Gassen gefeiert.
Narren und Fasnet-Fans so weit das Auge reicht in Bermatingen. Dort wird der Schmotzige Dunschdig immer im großen Stil auf den Straßen und Gassen gefeiert. | Bild: Jan Manuel Heß

Beim zünftigen Narrentreiben darf natürlich auch ein gestandener Narrenbaum nicht fehlen. In Bermatingen wird er von der Zimmermannsgilde in die Höhe gehievt.

Hau ruck! Mit vereinten Kräften stellen die Zimmermannsleut in Bermatingen den Narrenbaum in die Senkrechte.
Hau ruck! Mit vereinten Kräften stellen die Zimmermannsleut in Bermatingen den Narrenbaum in die Senkrechte. | Bild: Jan Manuel Heß

Ganz besonders närrisch haben es auch die Ahausener. Dort hat unsere Fotografin im Vorjahr „tierische“ Narren vor die Linse bekommen:

Ganz nett tierisch ging es zu bei dieser Dalmatiner-Gruppe in Ahausen.
Ganz nett tierisch ging es zu bei dieser Dalmatiner-Gruppe in Ahausen. | Bild: Christiane Keutner
Mickey Mouse durfte beim Motto Disney im vergangenen Jahr in Ahausen natürlich nicht fehlen.
Mickey Mouse durfte beim Motto Disney im vergangenen Jahr in Ahausen natürlich nicht fehlen. | Bild: Christiane Keutner

Reichlich tierisch ging es auch im Deggenhausertal zu. Rechtzeitig zu den närrischen Tagen hatten sich dort auch 2020 wieder die Füchse aus ihren Bauten gewagt und trieben im Dorf ihr närrisches Unwesen.

Schmotziger im „Tal“ 2020: Die Füchse befreiten im Deggenhausertal die Kinder aus der Schule und tanzten mit ihnen erst einmal eine Runde Polonaise.
Schmotziger im „Tal“ 2020: Die Füchse befreiten im Deggenhausertal die Kinder aus der Schule und tanzten mit ihnen erst einmal eine Runde Polonaise. | Bild: Christiane Keutner

Bei so viel „Narrenpower“ hat selbst ein gestandener Schultes wie Fabian Meschenmoser keine Chance, seine Rathaus-Bastion zu behalten. In weiser Voraussicht hatte er es erst gar nicht auf einen Kampf um seinen Rathausschlüssel angelegt.

Gut lachen hatte „Piratenhauptmann“ Fabian Meschenmoser 2020: Er konnte sich einige Tage zurücklehnen und die Narren im Rathaus walten lassen. Dieses Jahr muss er durcharbeiten.
Gut lachen hatte „Piratenhauptmann“ Fabian Meschenmoser 2020: Er konnte sich einige Tage zurücklehnen und die Narren im Rathaus walten lassen. Dieses Jahr muss er durcharbeiten. | Bild: Christiane Keutner
Die Piratenjolle war machtlos gegen das Narrenschiff. Bürgermeister Fabian Meschenmoser hatte Weitblick und gab im vergangenen Jahr relativ kampflos den Rathausschlüssel an die Narren ab.
Die Piratenjolle war machtlos gegen das Narrenschiff. Bürgermeister Fabian Meschenmoser hatte Weitblick und gab im vergangenen Jahr relativ kampflos den Rathausschlüssel an die Narren ab. | Bild: Christiane Keutner

Befreit wurde im „Tal“ im vergangenen Jahr aber nicht nur der Bürgermeister. Auch die Seniorinnen und Senioren im kurzerhand von St. Sebastian ins spanisch-feurige San Sebastian umbenannten Heim durften sich über die närrischen Besucher freuen.

Vom Rathaus ins Haus der Pflege spielten sich die Musiker am Schmotzigen 2020 im Deggenhausertal. Dort wurden sie mit Pauken und Trompeten empfangen.
Vom Rathaus ins Haus der Pflege spielten sich die Musiker am Schmotzigen 2020 im Deggenhausertal. Dort wurden sie mit Pauken und Trompeten empfangen. | Bild: Christiane Keutner

Einmal drinnen, herrschte binnen kürzester Zeit ausgelassene Fasnet-Stimmung im Haus der Pflege. Bewohner, Mitarbeiter und Narren genossen frohe Stunden.

Einen warmen Empfang bereitete das „Haus der Pflege“ San Sebastian den Narren, die mit Musik kamen und mit den Senioren sangen und schunkelten.
Einen warmen Empfang bereitete das „Haus der Pflege“ San Sebastian den Narren, die mit Musik kamen und mit den Senioren sangen und schunkelten. | Bild: Christiane Keutner