Mit dem traditionellen Einschnellen am 6. Januar hat die Fasnet begonnen. Und die dauert in diesem Jahr richtig lange. Siebeneinhalb Wochen sind es bis zum Schmotzigen Donnerstag am 28. Februar und somit bis zur heißen Phase der fünften Jahreszeit.

Zum Einschnellen der Fasnet treffen sich die Karbatscher der Hennenschlitter am Dreikönigstag um 12 Uhr. Auch Narrenvater Wolfgang Haas schwang die Karbatsche – locker aus der Hüfte und glückselig. Bild: Gisela Keller
Zum Einschnellen der Fasnet treffen sich die Karbatscher der Hennenschlitter am Dreikönigstag um 12 Uhr. Auch Narrenvater Wolfgang Haas schwang die Karbatsche – locker aus der Hüfte und glückselig. | Bild: Gisela Keller

Diese großen Umzüge und Bälle werden in den kommenden Wochen von den Zünften in Friedrichshafen, Fischbach und Immenstaad organisiert:

  • Narrenzunft Seegockel: Die Häfler Zunft freut sich besonders auf das Ringtreffen des Alemannischen Narrenrings (ANR). „Drei Jahre Vorbereitung finden am ersten Februarwochenende ihren Höhepunkt“, kündigt Zunftmeister Oliver Venus an. Das Ringtreffen findet vom 1. bis 3. Februar in Friedrichshafen statt. Einen Umzug mit allen Gründungszünften des Narrenrings und anschließendem Narrenbaumstellen organisiert die Narrenzunft Seegockel am Freitag, 1. Februar ab 17 Uhr. Der Samstag darauf widmet sich den Kindern: Vom Umzug bis zum vielseitigen Programm in den aufgebauten Zelten ist für die Kleinsten einiges geboten. Abends findet die Hexenrauhnacht statt. Abschluss des Ringtreffens ist der große Narrensprung am Sonntag, 3. Februar ab 12.30 Uhr. „Auf der Uferpromenade ist von Freitag bis Sonntag einiges los. Das wird nicht nur für mich und das Organisationsteam, sondern für uns alle ein unvergessliches Highlight werden“, freut sich Venus.

Damit beim großen ANR-Treffen alles ohne Zwischenfälle läuft, hat die Narrenzunft Seegockel in enger Abstimmung mit der Stadt, den Sicherheitsbehörden, Polizei und Feuerwehr, Technischem Hilfswerk sowie Rettungsdiensten ein Sicherheitskonzept für das Wochenende erarbeitet. „Das Thema Sicherheit wird bei uns schon immer großgeschrieben, insbesondere natürlich auch im Hinblick auf das anstehende Ringtreffen. Die Planung verlief Hand in Hand und äußerst vertrauensvoll. Wir sind sehr froh darüber, wie sehr wir hier unterstützt wurden“, sagt Zunftmeister Venus.

Die Hafennarren sind Teil der Narrenzunft Seegockel.
Die Hafennarren sind Teil der Narrenzunft Seegockel. | Bild: Stefanie Nosswitz

Dem Thema Nachwuchs steht Venus optimistisch gegenüber. „Wir müssen uns in den nächsten Jahren keine größeren Sorgen machen: Knapp 25 Prozent unserer Mitglieder sind unter 18 Jahren und gerade in den vergangenen Jahren ging ein wahrer Babyboom durch die einzelnen Gruppen“, sagt der Zunftmeister. Deswegen blickt Venus „recht zuversichtlich“ in die Zukunft, wie er sagt.

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  • Narrengesellschaft Hennenschlitter: Wie es schon lange Tradition ist, haben die Immenstaader Hennenschlitter nach dem letzten Glockenschlag der Turmuhr am 6. Januar kurz nach 12 Uhr die Fasnet eingeschnellt. 2019 ist für die Immenstaader Narrengesellschaft ein Jahr der runden Geburtstage: Seit 170 Jahren wird in Immenstaad Fasnet gefeiert. Zu den traditionellen Veranstaltungen der Dorffasnet kommt daher 2019 ein großer Umzug hinzu, der am 23. Februar um 15 Uhr beginnt. Rund 2000 Hästräger in etwa 40 Gruppen werden erwartet. Anschließend soll in der Linzgauhalle und im Festzelt davor eine Riesenparty steigen. Die Immenstaader Hexen feiern schon am Tag davor 70 Jahre des Bestehens der Maskengruppe. Ab 20.30 Uhr können alle Narren in der Linzgauhalle und im Festzelt mitfeiern.

Traditioneller Höhepunkt des Hennenschlitter–Programms ist die Hennensuppe. Der Vorverkauf für die närrisch bunten Abende am 26., 27. und 28. Februar beginnt am Samstag, 12. Januar um 7 Uhr in die Linzgauhalle.

  • Brunnisach-Hexen Fischbach: Nachdem die Fischbacher Hexen am 6. Januar getauft wurden, sind sie bereit für die Fasnet. Ein Höhepunkt für die Zunft ist der Fischbacher Samstag am 23. Februar. Nach dem großen Umzug um 14 Uhr wird der Narrenbaum vor der Festhalle gestellt. „Ich freue mich wieder auf die Gemeinschaft während der Fasnet, das närrische Treiben durch die Straßen und das Treffen der Personen von anderen Narrenzünften“, sagt Elke Burghardt, Vorsitzende der Brunnisach-Hexen Fischbach.
Die Brunnisach-Hexen haben keine Nachwuchssorgen.
Die Brunnisach-Hexen haben keine Nachwuchssorgen. | Bild: Helga Stützenberger

Burghardt ist stolz darauf, dass sie auch in diesem Jahr wieder neue Hexen in den Kreis der Aktiven aufnehmen konnte. „Das Thema Nachwuchs macht uns keine Sorgen. Wir haben immer genügend Anmeldungen für die Fasnet, sodass wir gar nicht alle Personen immer aufnehmen können“, sagt Burghardt. Änderungen im Ablauf der Fasnet gibt es für die Fischbacher Zunft keine. Nur die Datenschutzgrundverordnung lasse es künftig nicht mehr zu, Bilder auf der Webseite zu veröffentlichen.