Herr Heine, inwiefern ist es Ihnen gelungen, trotz der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen die Vorbereitung nach Ihren Wünschen durchzuziehen?

Nachdem es Anfang Juli die Erleichterungen gab, hatten wir sieben Wochen, in denen wir unser Programm auch durchgezogen haben. Mein Dank geht an die Vereinsführung, die ein professionelles Hygienekonzept aufgestellt hatte. Nicht ideal ist weiterhin, dass wir nicht duschen dürfen. Unser Trainingskonzept haben wir umgesetzt, sodass es keine Alibis geben darf.

In welchen Bereichen haben Sie zuletzt die Schwerpunkte gesetzt?

Primär ging es um die Spritzigkeit. Fit sollten wir sein. Das erste Punktspiel wird es zeigen müssen.

Wie fit ist die Mannschaft?

Die Fitness ist okay. Natürlich stehen immer noch drei, vier Spieler hintenan, die durch Urlaub nicht alle Einheiten mitgemacht haben. Grundsätzlich bin ich zufrieden.

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Wo sehen Sie die Steigerungsmöglichkeiten in Ihrer Mannschaft?

Da wir keine komplette Saison in der Liga gespielt haben, möglicherweise auch etwas an der Erfahrung. Wir müssen beim Torabschluss effizienter werden. Das beste Beispiel dafür war das Pokalspiel gegen Radolfzell. Wir haben 0:3 verloren, waren aber 90 Minuten gleichwertig. Das tut weh. Wir waren schon in der ersten Saison oft auf Augenhöhe mit unseren Gegnern, aber wir müssen es lernen, auch aus wenigen Chancen die nötigen Tore zu erzielen.

Wie haben sich die Zugänge integriert?

Fabian Müller aus Riedböhringen hat sich gut eingefügt. Alexander Schuler kann ich jederzeit bringen. Seine drei Treffer am Wochenende im Test werden ihm noch mehr Selbstvertrauen geben.

Jahrelang war Sebastian Neininger die nahezu unumstrittene Nummer eins zwischen den Pfosten. Wer wird diese Nummer eins nach seinem Abgang sein?

Wir haben mit Pascal Weisgerber und Janik Schulz Torhüter, die für die Zukunft einiges versprechen. Es ist ein offener Zweikampf. Pascal musste durch berufliche Prüfungen zuletzt einige Einheiten auslassen. Janik stand in den vergangenen Testspielen im Tor, hat seine Sache gut gemacht und möglicherweise einen kleinen Vorteil. Beide werden ihre Chancen bekommen.

Steht die Formation für die Auftaktpartie bei Ihnen im Kopf?

Noch nicht komplett. Drei, vier Positionen sind noch offen. Leider werden wir auf Raphael Künstler und Mike Tritschler beim Auftakt wegen Verletzungen und Urlaub noch verzichten müssen.

Wie sehen Sie den Spielplan mit der Auftaktpartie gegen einen Aufsteiger auf eigenem Platz?

Durbachtal ist souverän aufgestiegen und wird sich bei uns nicht verstecken. Ich habe die Mannschaft schon gesehen. Wir wollen eine bessere Heimbilanz als in der vergangenen Saison erreichen. Da wäre ein Dreier zum Auftakt sehr hilfreich.

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Ihre Mannschaft ist weiterhin sehr jung. Von welchen Spielern erwarten Sie, dass sie vorangehen und Verantwortung übernehmen?

Es sind natürlich die erfahrenen Akteure wie Raphael Schorpp, Stephan Ohnmacht, Max Schneider oder Heiko Reich. Aber auch Spieler wie Sebastian Sauter, Alieu Sarr, Christoph Erndle, Tobias Wild oder Andreas Albicker sollen sich hier noch mehr einbringen. Fakt ist, dass wir den klassischen Sprachführer leider nicht haben.

Wird die zweite Saison in der Verbandsliga wirklich schwerer als die Premieren-Saison?

Es wird zumindest nicht einfacher. Wir wollen beweisen, dass wir die Qualität für die Liga haben. Dazu müssen wir uns in allen Bereichen steigern. Wir müssen noch einen Tick mehr Biss und Ehrgeiz zeigen.

Lautet das Saisonziel einmal mehr Klassenerhalt?

Ja. Wir wollen uns als DJK Donaueschingen in der Liga etablieren. Das ist machbar. Wir sind in einer Liga mit 17 Mannschaften und müssen zumindest fünf andere Teams hinter uns lassen, um sicher zu sein. Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich. Wir werden alles dafür tun.

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