Eishockey: Mit einem Rückkehrer und viel Selbstvertrauen reisen die Wild Wings am Freitag in Richtung Augsburg. Im Spiel gegen den Tabellenzehnten (19.30 Uhr) feiert Simon Danner nach langer Verletzungspause sein Comeback. Am Sonntag (16.30 Uhr) empfangen die Schwenninger in der Helios-Arena Liga-Spitzenreiter EHC RB München. Mit beiden Gegnern hatten es die Wild Wings in der laufenden Saison bisher zweimal zu tun und gingen jeweils als Verlierer vom Eis.

Die Partie in Augsburg kann durchaus als Schlüsselspiel bezeichnet werden. Im besten Fall können die Schwarzwälder den Rückstand auf die Panther auf neun Zähler reduzieren und das Fünkchen Hoffnung auf die Playoffs würde weiter bestehen bleiben. Gehen die Schwenninger leer aus, wächst der Rückstand auf den begehrten zehnten Rang auf 15 Zähler an. Selbst kühne Optimisten dürften dann kaum noch daran glauben, dass die Schwenninger im Kampf um Platz zehn noch ein ernstes Wörtchen mitreden werden. Deshalb ist auch für Chefcoach Niklas Sundblad klar: „Das ist ein enorm wichtiges Spiel für uns.“ Der Schwede erwartet einen Gegner, „der in den ersten 10, 15 Minuten sehr aggressiv spielen wird. Zur Bedeutung des Augsburg-Spieles meint Rückkehrer Danner: „Natürlich geht es um einiges. Aber wir müssen auch aufpassen, dass wir deshalb nicht verkrampfen.“ Für den 33-Jährigen ist die Partie nach viermonatiger Zwangspause durch seine Knieoperation zugleich die Saisonpremiere, entsprechend freut er sich darauf: „Ich bin überglücklich und habe sehr lange auf dieses Comeback hingearbeitet.“

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Seit knapp fünf Wochen trainiert Danner wieder auf dem Eis und ist nun einsatzbereit. „Ich war in dieser Woche noch einmal in Markgröningen, wo ich operiert wurde, und bekam von dort grünes Licht“, sagt er erleichtert. Sein Knie habe sich nach der Operation in der Aufbauphase sehr gut entwickelt.

Die Nummer 14 ist nicht irgendeiner im Wild Wings-Kader. Er ist dienstältester Spieler in Schwenningen. Seit 2014 trägt Danner das Wild Wings-Trikot und verpasste in dieser Zeit nur wenige Partien. Insgesamt absolvierte er bereits 246 DEL-Spiele für Schwenningen.

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Vor der Saison war der „gelernte“ Stürmer noch als Verteidiger eingeplant. Für Chefcoach Sundblad ist und bleibt Danner jedoch ein Angreifer. Mit welchen Spielern der Rückkehrer in Augsburg ein Sturmtrio bilden wird, ließ Sundblad am Donnerstag noch offen. Für Danner selbst spielt dies keine Rolle: „Das ist mir wurscht. Hauptsache ich kann wieder spielen.“

Sein erster Heimauftritt am Sonntag ist zugleich auch eine Hammer-Aufgabe. Der souveräne Spitzenreiter aus München kommt in die Helios-Arena. Die Bayern spielen erneut eine bärenstarke Saison. Allerdings zeigten die Wild Wings beim letzten Aufeinandertreffen mit den Münchnern, dass sie dieser topbesetzten Mannschaft Paroli bieten können. Sie unterlagen zwar mit 2:4, hatten jedoch deutlich mehr Torchancen als die Bullen. Zudem ist das Team von Trainer Don Jackson aktuell etwas außer Tritt und verlor die letzten beiden Partien.

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Sowohl die Münchner als auch die Wild Wings können nahezu in Bestbesetzung auflaufen. Der Schwenninger Kader ist fast komplett. Es fehlt lediglich Angreifer Andreas Thuresson. Der Schwede, der in dieser Saison bereits zweimal eine Gehirnerschütterung erlitten hat, hat in der kommenden Woche eine Nachuntersuchung. Dann soll entschieden werden, wie es bei ihm weitergeht. Julian Kornelli wird, zumindest am Freitag, beim Kooperationspartner Ravensburg spielen.

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