Fußball: – Bezirksligist SV Jestetten und Landesligist FSV Rheinfelden haben den Sprung in die erste Hauptrunde des SBFV-Rothauspokals geschafft. Während die Jestetter im Bezirksliga-Duell gegen den TuS Efringen-Kirchen einen deutlichen 5:0-Erfolg feierten, sicherte sich der FSV Rheinfelden beim Bezirksligisten FC Zell einen knappen 2:1-Sieg.

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SV Jestetten – TuS Efringen-Kirchen 5:0 (3:0). – Tore: 1:0 (4.) Ponzo; 2:0 (27./ET) Wechlin; 3:0 (37.) Th. Rangnau; 4:0 (75.) Kirschmann; 5:0 (88.) Rüd. – SR: R. Lombardo (Bad Säckingen). – Z.: 220.

Platzwahl auf Abstand: Jestettens Kapitän Marco Lohr (links) und sein Pendant Simon Diodene vom TuS Efringen-Kirchen grüßten sich vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Riccardo Lombardo (Mitte, mit den Assistenten Tino Pardon und Holger Trefzer) beim Pokalspiel.
Platzwahl auf Abstand: Jestettens Kapitän Marco Lohr (links) und sein Pendant Simon Diodene vom TuS Efringen-Kirchen grüßten sich vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Riccardo Lombardo (Mitte, mit den Assistenten Tino Pardon und Holger Trefzer) beim Pokalspiel. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Schon nach vier Minuten horchten die rund 220 Zuschauer im See-Stadion auf. Raffaele Ponzo hatte aus gut 25 Metern Maß genommen und schlenzte den Ball über TuS-Schlussmann Tobias Bruder zum 1:0 ins Netz.

Volltreffer: Raffaele Ponzo (links) zog nach vier Minuten aus 25 Metern ab und traf zum 1:0 für den SV Jestetten gegen den TuS Efringen-Kirchen.
Volltreffer: Raffaele Ponzo (links) zog nach vier Minuten aus 25 Metern ab und traf zum 1:0 für den SV Jestetten gegen den TuS Efringen-Kirchen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Und es war nicht die letzte Szene, über die sich der neue Torwart des TuS Efringen-Kirchen wegen seines Stellungsspiels ärgerte. Wäre er näher vor seinem Kasten gestanden, wäre er vielleicht noch an den Ball gekommen.

Pechvogel: Torwart Tobias Bruder kassierte beim 0:5 des TuS Efringen-Kirchen beim SV Jestetten vor der Pause drei „böse Dinger“.
Pechvogel: Torwart Tobias Bruder kassierte beim 0:5 des TuS Efringen-Kirchen beim SV Jestetten vor der Pause drei „böse Dinger“. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Mitte der ersten Hälfte dann ein richtiger Patzer – für den er allerdings auch nicht zu 100 Prozent die Verantwortung übernehmen muss. max Wechlin spielte ihm den Ball aus dem Mittelfeld zurück. Bruder wollte die Kugel direkt nach vorn spielen, doch unmittelbar vor ihm tickte der Ball in eine Unebenheit. Bruders Schuss ging ins Leere, der Ball kullerte hinter ihm ins Netz – 0:2.

Corona-Jubel: Fürs 3:0 gab es die „Faust“ von Marco Lohr (links) für Thomas Rangnau vom SV Jestetten.
Corona-Jubel: Fürs 3:0 gab es die „Faust“ von Marco Lohr (links) für Thomas Rangnau vom SV Jestetten. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Als wäre das nicht genug gewesen, sah Bruder auch beim 0:3 nicht souverän aus. Rückkehrer Daniel Constantin, der sich vor der Pause aus Dreh- und Angelpunkt im Jestetter Spiel bewährte, spielte einen Diagonalpass auf Thomas Rangnau. Der steuerte dem Gästetor entgegen, erwischte den heraus geeilten Schlussmann im richtigen Moment eiskalt mit einem Lupfer zum 3:0 ins Netz.

Im Einsatz: Alles Gestikulieren von Trainer Dennis Weiß war vergeblich. Der TuS Efringen-Kirchen unterlag mit 0:5 beim SV Jestetten.
Im Einsatz: Alles Gestikulieren von Trainer Dennis Weiß war vergeblich. Der TuS Efringen-Kirchen unterlag mit 0:5 beim SV Jestetten. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Nach dem Wechsel kamen die Gäste besser ins Spiel: „Es musste eine Reaktion kommen“, forderte Trainer Dennis Weiß: „Wir werden diese Leistung und das Spiel nicht schön reden sondern einordnen und unsere Schlüsse ziehen.“ Bis zur 75. Minute war der Trainer nicht unzufrieden, auch wenn zwingende Torszenen ausblieben.

Gesprächsbedarf: Mit der Vorstellung des TuS Efringen-Kirchen vor der Pause im Pokalspiel beim SV Jestetten war Trainer Dennis Weiß (Dritter von links) überhaupt nicht zufrieden.
Gesprächsbedarf: Mit der Vorstellung des TuS Efringen-Kirchen vor der Pause im Pokalspiel beim SV Jestetten war Trainer Dennis Weiß (Dritter von links) überhaupt nicht zufrieden. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dann aber wurde der eingewechselte Artur Kirschmann bei einem Konter optimal frei gespielt – 4:0. Kurz vor Spielende war Yannic Rüd zur Stelle, als der Ball nach einem scharfen Freistoß von Pascale Moog vom Pfosten zurück ins Feld prallte.

Hitzeschlacht: Stefan Hilpuesch (links, gegen Marco Lohr) wehrte sich mit dem TuS Efringen-Kirchen vergeblich gegen die 0:5-Pleite in Jestetten.
Hitzeschlacht: Stefan Hilpuesch (links, gegen Marco Lohr) wehrte sich mit dem TuS Efringen-Kirchen vergeblich gegen die 0:5-Pleite in Jestetten. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Für Michele Masi ist der deutliche Sieg kein Grund, in Euphorie zu verfallen: „Wir haben letzte Woche der Vorbereitungsphase unseren Tribut zollen müssen. Jetzt waren es wohl die Gäste“, bewertete er den 5:0-Erfolg nicht zu hoch: „Wir freuen uns natürlich über den Sieg – aber das war es dann auch. Wichtiger ist mir, dass die Mannschaft die von mir geforderten Offensivaktionen gezeigt hat.“

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In der ersten Hauptrunde am kommenden Wochenende ist nun der VfR Hausen in Jestetten zu Gast. Der Landesligist hat mit 1:0 gegen den Verbandsligisten FC Waldkirch gewonnen.

Schlussmann Dany Quintero ist Garant für den Pokalsieg

FC Zell – FSV Rheinfelden 1:2 (1:1). – Tore: 1:0 (34.) D. Muto; 1:1 (44.) De Franco; 1:2 (49.) Strazzieri. – SR: Philipp Jourdan (Lörrach). – Z.: 150.

Das Chancenplus seines FC Zell hat Trainer Michael Schwald durchaus richtig gesehen: „Wenn wir da besser agieren, gewinnen wir dieses Spiel“, haderte er mit dem Abschluss seiner Spieler. Doch Sportchef Dieter Maier vom FSV Rheinfelden hielt dagegen: „Natürlich hat uns der FC Zell alles abverlangt, aber wir haben nicht unverdient gewonnen“, betont der Sportchef und benennt den Garanten für den ersten Pflichtspielerfolg des neuen Trainers Christian Jäger: „in Dany Quintero haben wir auch einen erstklassigen Torhüter.“

Fänger: Dany Quintero hielt dem FSV Rheinfelden beim 2:1-Sieg in Zell den Rücken frei.
Fänger: Dany Quintero hielt dem FSV Rheinfelden beim 2:1-Sieg in Zell den Rücken frei. | Bild: Neithard Schleier

Der einstige Schlussmann der kubanischen Nationalmannschaft hielt seinen Kasten fast sauber. Lediglich Dario Muto überwand Quintero: „Das war ein tolles Tor von Dario, der mit dem linken Fuß in den Winkel traf“, sah Michael Schwald die Führung als Folge des Spiels seiner Elf: „Wir sind genau so aufgetreten, wie ich mir das gewünscht habe: Die Laufbereitschaft war da, wir waren stets präsent.“

Zufrieden trotz Niederlage: „Die Jungs sind so aufgetreten, wie ich mir das vorgestellt habe“, lobte Trainer Michael Schwald die Elf des FC Zell nach dem 1:2 gegen Landesligist FSV Rheinfelden.
Zufrieden trotz Niederlage: „Die Jungs sind so aufgetreten, wie ich mir das vorgestellt habe“, lobte Trainer Michael Schwald die Elf des FC Zell nach dem 1:2 gegen Landesligist FSV Rheinfelden. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Unterm Strich habe nicht der Gast gewonnen, sondern „wir haben das Spiel wegen unserer mangelhaften Chancenverwertung nicht gewonnen.“ Es gebe, so Schwald, keinen Grund den Kopf hängen zu lassen.

Ausgleich: Kurz vor der Pause besorgte Massimo De Franco den Ausgleich für den FSV Rheinfelden in Zell.
Ausgleich: Kurz vor der Pause besorgte Massimo De Franco den Ausgleich für den FSV Rheinfelden in Zell. | Bild: Neithard Schleier

Der FSV Rheinfelden verdiente sich den Sieg allerdings nicht nur durch die beiden Treffer kurz vor und kurz nach der Pause. Die Gäste zogen ein gefälliges Spiel auf, bestimmten das Geschehen nach dem Seitenwechsel und überstanden souverän brenzlige Situation – auch dank Quintero. Massimo De Franco schloss einen Konter souverän zum 1:1 ab. Kurz nach dem Seitenwechsel schloss Sascha Strazzieri einen Doppelpass gekonnt ab.

Der FSV Rheinfelden muss in der ersten Hauptrunde zum FC Schallstadt-Wolfenweiler. Der Freiburger Bezirksligist hat sich durch ein überraschend klares 4:0 im Markgräfler-Derby gegen den Landesligisten SV RW Ballrechten-Dottingen behauptet.