Fußball, Rothaus-Bezirkspokal: – Sportrichter Karlheinz Vögtle (Lörrach) vom Fußballbezirk Hochrhein hat das Urteil zwar noch nicht gesprochen, aber der VfB Waldshut will zu seinem Fehler stehen. In der Erstrundenpartie des Rothaus-Bezirkspokals, die der VfB Waldshut am vergangenen Sonntag mit 5:0 beim SV Rheintal gewonnen hat, hatte der Gast seinen Neuzugang Valmir Gashi eingesetzt, für den noch keine Spielberechtigung für die Aktiven vorliegt. Der 17-Jährige wechselte zu dieser Saison vom FV Lörrach-Brombach zum VfB Waldshut.

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Die Folge wird wohl sein, dass dem VfB Waldshut am Grünen Tisch zum Verlierer der Erstrundenpartie beim SV Rheintal erklärt wird und das Waldshuter Derby beim ESV Waldshut, das auf Sonntag um 15 Uhr angesetzt war, geplatzt ist. Die Waldshuter Eisenbahnfußballer werden deshalb den SV Rheintal erwarten.

Sportrichter Vögtle bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass er von seinem Bezirksvorsitzenden Uwe Sütterlin (Eimeldingen) den Einspruch gegen die Wertung des Spiels SV Rheintal – VfB Waldshut erhalten habe. Der VfB Waldshut habe noch Zeit für eine Stellungnahme bis Donnerstagabend. „Es ist noch nichts amtlich“, sagt er. Das bedeutet: Eine Entscheidung des Sportgerichts steht noch aus.

VfB-Vorsitzender Klaus Fricker, der bereits Kontakt mit Sütterlin hatte, will sich aber nicht in Ausreden flüchten: „Wir stehen zu unserem Fehler und werden keine Stellungnahme abgeben.“ Der VfB Waldshut werde das Urteil akzeptieren. Und dieses könne nach seinem Wissensstand jetzt nur lauten, dass der VfB Waldshut raus aus dem Pokal ist. Fricker: „Für Valmir Gashi und unsere Spieler tut es mir leid. Wir wollen aber nichts schön reden und aus unserem Fehler lernen.“

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Worin bestand denn nun der Fehler? „Wir hatten den Antrag auf Spielberechtigung für Valmir Gashi gestellt, aber die Genehmigung noch nicht erhalten.“ Man habe gedacht, dass es nur Formsache sei, diese zu erhalten. Zwar sei Gashi noch keine 18 Jahre alt, doch sähen die Stauten des Verbands vor, dass ein 17-Jähriger für die Aktiven spielberechtigt sei, wenn er in der vergangenen Saison in der A-Junioren-Auswahl von Bezirk bzw. Verband gespielt hat. Gashi hatte zwar Auswahl-Einsätze, aber in früheren Zeiten als B- und C-Junior. „Wir haben das falsch interpretiert“, will Fricker auch niemandem in seinem Verein einen Vorwurf machen.

Fakt ist: Gashi hat nur das Spielrecht für die A-Junioren. Der VfB Waldshut werde das Urteil des Sportgerichts akzeptieren. Das wird zur Folge haben, dass es am Sonntag nicht das heiß erwartete Derby beim ESV geben wird.

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Auch Tobias Thoma, der Sportliche Leiter des ESV Waldshut, bedauerte den Fehler des Stadtrivalen: „Wir waren alle heiß auf dieses Derby. Unser Vorsitzender Rainer Huber ist noch in Urlaub und wollte sogar früher nach Hause, um das Stadtderby nicht zu verpassen.“ C-Kreisligist ESV Waldshut hatte sich viel vorgenommen gegen den Bezirksligisten. „Jetzt müssen wir eben gegen einen A-Kreisligisten ran“, so Thoma.

Das wird der SV Rheintal sein. Brisant ist diese Partie aber auch. Der Grund: Der neue Co-Trainer Arlind Hashani und seine beiden Brüder Albin und Alban sind drei von insgesamt 13 Neuzugängen des ESV Waldshut. Für die drei Hashani-Brüder ist die Partie gegen den SV Rheintal ein Wiedersehen mit ihren alten Mannschaftskollegen.

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