Talente sind nicht nur im Profifußball begehrt, auch einige Etagen tiefer schauen sich die Trainer nach den Assen der Zukunft um. Einen dieser gut ausgebildeten Jugendspieler hat Michael Schilling vom Oberligisten 1. FC Rielasingen-Arlen beim SC Freiburg ausgemacht: Luis Weber aus Dettighofen. Weil der Youngster mit seinen 17 Jahren aber noch einen Tick zu jung für den Sprung in die höchste baden-württembergische Spielklasse ist, hat Schilling mit seinem Schwager Michele Masi eine Idee geboren, dank der es am Ende nur Gewinner geben soll.

Video: Scheibengruber, Matthias

„Luis wird bei uns im Kader integriert, trainiert auch regelmäßig bei uns“, so Michele Masi: „Aber er geht auch zwei Mal pro Woche zu Michael ins Training beim 1.FC Rielasingen-Arlen.“ Der frischgebackene südbadische Pokalsieger hat sich so das Talent aus Dettighofen gesichert. Der junge Fußballer kann sich ohne Druck weiter entwickeln und der SV Jestetten hat während der nun begonnenen Saison einen Spieler in seinen Reihen, dem Masi eine gewisse Reife attestiert: „Ein anständiger junger Spieler, ja ein super Typ.“

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Luis Weber dürfte Michael Schilling vor einem Jahr aufgefallen sein, als er mit der U17 des SC Freiburg in Jestetten ein Testspiel gegen die U18 des FC Winterthur absolvierte. Mit dieser U17 sammelte der Schüler viel Erfahrung in der Nachwuchs-Bundesliga.

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Vor seinem Wechsel in den Breisgau spielte er bis 2018 drei Jahre lang im Nachwuchs des FC Schaffhausen.

So läuft das nicht: Luis Weber vom SV Jestetten muss sich beim 0:1 in Wallbach von Schiedsrichter Ralf Brombacher erklären lassen, dass er Wind in der Bezirksliga dann doch etwas heftiger weht, als noch in der Nachwuchs-Bundesliga.
So läuft das nicht: Luis Weber vom SV Jestetten muss sich beim 0:1 in Wallbach von Schiedsrichter Ralf Brombacher erklären lassen, dass er Wind in der Bezirksliga dann doch etwas heftiger weht, als noch in der Nachwuchs-Bundesliga. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Von der Idee, beim SV Jestetten „geparkt“ zu werden, ist Luis Weber angetan: „Ich möchte hier unter Beweis stellen, dass ich gut ausgebildet wurde“, sagte er nach dem 0:1 zum Saisonstart in Wallbach: „Das war gar nichts. Ich war schon vor der Pause platt. Das war keine gute Leistung.“

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Der Plan ist, ein Jahr in Jestetten zu bleiben, und dann in den Hegau zu wechseln: „Ich finde es klasse, dass alle Beteiligten mir hier die Chance geben. Ich will hier Vollgas geben und dann im nächsten Sommer in Rielasingen angreifen und den Sprung in die 1. Mannschaft schaffen.“

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