Fußball: – Wenn‘s sportlich gut läuft, tut so eine Zwangspause richtig weh. Die „Erste“ des SV 08 Laufenburg ist Tabellenzweiter der Landesliga, die Spieler sind heiß auf den möglichen Aufstieg in die Verbandsliga. Und zu was sind sie in Corona-Zeiten verdonnert? Zum Home Office – individuelles Training zu Hause statt Torjubel auf dem Platz. Und das gilt für alle Mannschaften des Vereins.

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Obwohl der Spielbetrieb in Fußball-Deutschland aktuell ruht, heißt das noch lange nicht, dass im Vereinsleben Stillstand herrschen muss. Johann Scheible hatte da eine Idee. „Kontaktsperre bedeutet ja nicht, dass man nichts draußen tun darf. Die freie Zeit lässt sich sinnvoll nutzen“, überlegte sich der Vorsitzende des SV 08 Laufenburg, der nicht nur Tore, Punkte und Tabellen im Blick hat, sondern auch eine 42.800 Quadratmeter große Platzanlage, die bewirtschaftet werden will.

Bei der Arbeit: Gerhard Vogt rückt den verschmutzten Wegen, Stufen und Sitzbänken im Waldstadion auf den Leib.
Bei der Arbeit: Gerhard Vogt rückt den verschmutzten Wegen, Stufen und Sitzbänken im Waldstadion auf den Leib. | Bild: Johann Scheible

Deswegen trommelte Scheible ein paar Leute zusammen, bei denen er weiß, dass ihnen das Wohl des Vereins am Herzen liegt. Gemeinsam wurde eine Liste erstellt mit Arbeiten, die schon lange verrichtet werden sollten. Sträucher schneiden, Parkplätze in Schuss halten, Duschen säubern. „Im Pflegebereich liegt vieles im Argen“, weiß Scheible. Platzwart Jürgen Lonardoni sowie Hubert Eschbach und Werner Huber, die für die Außenanlagen Verantwortung tragen, sind froh, Unterstützung bei ihrer Arbeit zu erhalten.

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Schnell hatte Scheible einige „Vorarbeiter“ gefunden, die für ihr jeweiliges Aufgabenfeld freiwillige Helferinnen und Helfer suchten. Das Entscheidende: Es wurden nur Zweiergruppen gebildet, und es wurde auch zeitversetzt gearbeitet – so wie es sein muss in Corona-Zeiten. „Viele waren froh, etwas zu tun. Es gibt genug Arbeit und das Engagement ist groß“, sagt Scheible.

Unter der Woche waren viele Frührentner zu Werke. Am vergangenen Wochenende arbeiteten drei Gruppen zu je zwei Mann nacheinander. „Meistens sind draußen maximal zwei Leute tätig, und drinnen kümmert sich einer um die Duschen“, so der Vorsitzende, der versichert, dabei nicht gegen die Auflagen zu verstoßen: „Da passen wir auf. Wir werden ja auch kontrolliert.“

Fleißig: Helmut Vogt wird es nicht langweilig. In und ums Waldstadion herum gibt es viel zu tun.
Fleißig: Helmut Vogt wird es nicht langweilig. In und ums Waldstadion herum gibt es viel zu tun. | Bild: Johann Scheible

Längst fällige Aufräum- und Reparaturarbeiten wurden auf diese Weise in Angriff genommen. Die Zuschauerbereiche wurden schon gereinigt, Unkraut auf den Verkehrswegen entfernt, Papierkörbe und Sitzbänke instand gesetzt, verschiedene Malerarbeiten erledigt. Und es gibt noch mehr zu tun.

Johann Scheible, Vorsitzender SV 08 Laufenburg: „Der Arbeitseinsatz fördert auch den Zusammenhalt im Verein.“
Johann Scheible, Vorsitzender SV 08 Laufenburg: „Der Arbeitseinsatz fördert auch den Zusammenhalt im Verein.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Nutzen aus der Krise ziehen – das soll die Devise sein. Scheible: „Der Arbeitseinsatz fördert auch den Zusammenhalt im Verein.“ Einen weiteren Punkt will der Vorsitzende nicht außer Acht lassen: „Wir übernehmen mit der Aktion städtische Aufgaben bei der Instandhaltung der Anlage. So entlasten wir also auch den städtischen Haushalt.“

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