Herr Bartels, von der Fußball-Champions-League in die Bezirksliga nach Salem. Wie kam es dazu?

Über die Bekanntschaft mit dem Vorsitzenden Jörg Allgaier. Wir kennen uns gut durch einige gemeinsame Projekte für eine Bank. Er hat mich gefragt, ob ich zum Saisonauftakt komme. Da es zeitlich gepasst hat und ich so mein Patenkind in Friedrichshafen wieder einmal besuchen konnte, habe ich sehr gerne zugesagt.

Das heißt, Sie sind öfter am Bodensee?

Ich bin immer mal wieder da. Das stimmt.

Wie oft werden Sie eigentlich noch auf „Mach ihn! Mach ihn! Er macht ihn! Mario Götze!“ angesprochen?

(lacht) Sehr oft. Das ist aber auch normal, schließlich ist das WM-Endspiel in Brasilien in die deutsche Sportgeschichte eingegangen. Mich stört das keinesfalls. Mario Götze wird als Torschütze ja auch heute noch darauf angesprochen.

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Ich habe da noch ganz andere große Ereignisse moderiert wie das Champions League Finale 2001 mit dem Elfmeterkrimi mit Bayern oder die legendäre Vierschanzentournee mit den vier Siegen von Sven Hannawald.

Sie haben das EM-Finale 2008 zwischen Deutschland und Spanien moderiert, das Bundesliga-Relegationsspiel 2012 zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin, bei dem in der Nachspielzeit der Platz gestürmt wurde, das WM-Finale 2014 und 2015 das Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland in Paris, als es außerhalb des Stadions Bombenanschläge gab. Welche Spiele sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Ich erinnere mich noch ganz gut an mein erstes Livespiel: das DFB-Pokal-Achtelfinale 1995 zwischen Stuttgarter Kickers und dem Karlsruher SC. Ich weiß noch heute fast alles, was ich damals im Stadion gemacht habe.

Oder mein erstes Champions-League-Spiel 2000 in Hamburg. Es war an meinem Geburtstag das Duell zwischen dem HSV und Juventus Turin. In diesen beiden Spielen musste ich mich als junger Reporter beweisen.

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Hat sich das Moderieren von Fußballspielen für das Fernsehen in den vergangenen 20 Jahren verändert?

Auf jeden Fall, irgendwie ist doch alles im Wandel. Die Tagesschau sieht heute ja auch ganz anders aus wie 1980. Ich denke, dass eine der größten Änderungen ist, dass man heutzutage mit deutlich mehr Emotionen moderieren kann. Als ich begonnen habe, wurde doch eher Zurückhaltung gelehrt.

Wer war Ihr Lehrmeister?

Ich habe unheimlich viel von Marcel Reif gelernt.

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Wie groß ist das Team um einen Moderator in der Fußball-Champions-League?

Wir sind in der Regel ein Duo. Ich habe mit Gerrit Meinke einen Assistenten, der mir perfekt zuarbeitet und der neben mir sitzt. Wir kennen uns schon eine Ewigkeit und haben bereits zusammen in der Oberliga gespielt.

Wie hat Ihnen der Tag beim FC Rot-Weiß Salem als Moderator der Teamvorstellung und Leiter der Pressekonferenz nach dem Spiel gefallen?

Es war alles super. Das Wetter hat gepasst, die Atmosphäre war entspannt und Salem hat zum Saisonauftakt mit einem 4:1 drei Punkte erspielt: Was will man mehr? Außerdem habe ich einen sehr guten Eindruck vom Verein bekommen. Er scheint professionell geführt zu sein und die Fusion vom FC Rot-Weiß Salem und dem FC Beuren-Weildorf war sicherlich ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

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