• VfR Stockach: Ganz standesgemäß überwinterte der Landesliga-Absteiger auf dem ersten Tabellenrang und befindet sich folgerichtig auf direktem Kurs in Richtung Wiederaufstieg. „Wenn man ganz oben steht, will man natürlich auch gerne dort bleiben“, bekräftigt Trainer Stefan Pröhl die Ambitionen. Mit den Leistungen in der Hinrunde ist er im Großen und Ganzen zufrieden. „Es hätten aber auch vier Punkte mehr sein können“, schränkt er ein. „Gerade die zwei Unentschieden vor der Winterpause können sich noch rächen.“ Trotzdem ist Pröhl guter Dinge. „Die Winterpause haben wir intensiv genutzt, um in der Defensive noch kompakter zu agieren“, so der VfR-Trainer.
  • Hegauer FV: Auch der zweite Ex-Landesligist scheint schnellstmöglich wieder eine Liga höher anklopfen zu wollen. „Unser Ziel vor der Runde war es, bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitreden zu können“, redet Co-Trainer Tobias Maus nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir wollen den Kampf um die Meisterschaft so lange wie möglich offen halten und am Ende auch einen der ersten beiden Plätze belegen.“ Neben dem tabellarischen Ziel gibt es jedoch auch andere wichtige Vorhaben. „Es gilt für uns, als Mannschaft noch geschlossener und kompakter aufzutreten, um dann auch eine fußballerische Weiterentwicklung feststellen zu können“, fordert Maus.
  • Hattinger SV: Nach einer durchwachsenen Vorsaison gehört der Hattinger SV in dieser Spielzeit zu den positiven Überraschungen. „Mit dem bisherigen Abschneiden sind wir sehr zufrieden“, freut sich HSV-Vorstand Thomas Gaßner. „Nach Startschwierigkeiten sind wir immer besser in Schwung gekommen.“ Nun soll die Mannschaft den Trend der Hinrunde bestätigen. „Wir wollen uns fußballerisch weiterhin verbessern und uns endgültig im oberen Drittel festsetzen“, umreißt Gaßner die Vereinsziele. Grundlage dafür soll der gute Fitnesszustand sein. „Wir haben in der Pause an den physischen Grundlagen gearbeitet“, verrät Gaßner.
  • SG Reichenau/R.-Waldsiedl.: Mit einer derart guten Platzierung zur Winterpause hätte vor der Saison auf der Reichenau wohl niemand gerechnet. Doch der sportliche Leiter Rolf Blum bremst verfrühte Euphorie. „Durch die vielen Spielabsagen ist der vierte Platz kein wirklich reeller Zwischenstand für uns“, meint er nüchtern. „Bei zu erwartenden fünf Absteigern ist der Abstand zur gefährlichen Zone sehr gering.“ Nichtsdestotrotz ist er mit den letzten Auftritten seiner Elf zufrieden. „Nach dem schlechten Start in die Runde hat sich die Mannschaft gegen Ende gefangen“, so Blum. „Unser Weg wird konsequent fortgesetzt“, verspricht er.
  • FC Öhningen-Gaienhofen: Unter dem neuen Trainer Alessandro Paolantonio, der in der Sommerpause vom Ligakonkurrenten TSV Aach-Linz gekommen war, läuft es für den FC Öhningen-Gaienhofen gut. Es scheint, als könne die Mannschaft von der Höri die solide Platzierung aus der Vorsaison (Rang sechs) auf jeden Fall bestätigen. Momentan steht die Höri-Elf sogar noch besser da. Mit 24 Punkten aus 15 Spielen findet sich Öhningen-Gaienhofen derzeit auf Platz fünf wieder.
  • SV Denkingen: „Was unsere Bilanz vor der Winterpause betrifft, können wir mit dem Erreichten nicht zufrieden sein“, redet Denkingens Trainer Helmut Wunderlich Tacheles. „Wir haben zu große Leistungsschwankungen. So ist es fast unmöglich, sich vorne in der Tabelle festzusetzen.“ Wunderlich weiß, worauf es in der Rückrunde ankommen wird. An der Fitness und der Chancenverwertung ließ er im Winter deshalb intensiv arbeiten. Dabei blieb er seinem Motto treu: „Was nie vernachlässigt werden darf, ist, dass die Spieler Spaß an der Trainingsarbeit und an den Spielen haben sollen.“
  • TSV Aach-Linz: „Mit den Ergebnissen und dem Abschneiden in der Vorrunde bin ich nicht zufrieden“, sagt TSV-Trainer Patrick Hagg. „Wir haben zwar nur drei Spiele verloren, konnten aber von den anderen 13 Spielen auch nur fünf gewinnen. Die ganzen Unentschieden bringen dich tabellarisch nicht voran“, ärgert er sich. Den Grund dafür hat er in der mangelnden Chancenverwertung ausgemacht. „Ich denke, wir hätten bis zu sechs Punkte mehr holen können“, glaubt Hagg. An den Schwächen wurde in der Winterpause gearbeitet: „Wir trainieren sehr komplex, versuchen also mehrere Schwerpunkte gleichzeitig abzudecken.“
  • FC Uhldingen: Als bestplatzierter Aufsteiger spielt der FC Uhldingen eine starke Saison. Zur Winterpause stand der achte Tabellenplatz zu Buche. Trainer Daniel Brode hatte schon von Anfang an vollstes Vertrauen in die Stärke seiner Truppe. „Wenn wir von Verletzungssorgen verschont bleiben, bin ich sicher, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden“, ließ er schon im Sommer selbstbewusst verlauten. Eine Aussage, die seine Mannschaft zu bestätigen wusste. Mal um Mal entpuppte sich der Aufsteiger unter Brodes Hand als Favoritenschreck. Unter anderem mussten Stockach und Hattingen im Duell mit den Uhldingern Federn lassen.
  • SV Allensbach: Den letzten einstelligen Tabellenplatz belegt die Mannschaft von Trainer Sascha Deiringer, damit ist er angesichts gewaltiger Umwälzungen während der Sommerpause relativ zufrieden. „Wir wussten, dass nach all den Veränderungen innerhalb des Kaders und im neuen sportlichen Umfeld eine Neufindung auch Zeit benötigt“, beteuert Deiringer. „Wenn wir es jetzt schaffen, die Anfangsformation nicht ständig umzustellen, sollten wir einen Mittelfeldplatz erreichen.“ Im Winter stand beim SVA erneut ein sanfter Umbruch an: „Wir haben zwei Neuzugänge, müssen aber auch den Abgang von mehreren gestandenen Spielern verkraften.“
  • SV Mühlhausen: „Mit dem Abschneiden der Hinrunde kann man nicht zufrieden sein. Die Mannschaft hat sich zu viele Aussetzer in wichtigen Spielen geleistet“, findet SVM-Coach Eddy Wiedenmaier. „Zum Ende des Jahres hat sie sich gefangen und wichtige Punkte eingefahren. Für die Rückrunde heißt es, so schnell wie möglich 20 Punkte zu holen“, fordert der Mühlhausener Trainer. Er hat im Winter an einigen Stellschrauben gedreht. „Helfen werden uns die drei Neuzugänge, die viel Tempo und Erfahrung mitbringen“, ist sich Wiedenmaier sicher, dass seine Impulse fruchten werden. Denn: „Der Kader ist nun qualitativ besser und variabler.“
  • TSV Konstanz: Nach seinem ersten Halbjahr als Trainer des TSV Konstanz zieht Peter Armbruster ein erstes Fazit. „Mit der erreichten Punktzahl und dem damit verbundenen Nichtabstiegsplatz können wir angesichts des großen Umbruchs im Sommer zufrieden sein“, sagt. Dennoch hat der erfahrene Trainer mit altbekannten Problemen zu kämpfen. „Es bereitet mir und dem Trainergespann große Sorgenfalten, wie katastrophal der Trainingsbesuch ist. Bei denen, die regelmäßig im Training sind, schwindet die Motivation zusehends – hier muss sich schnell etwas ändern, sonst habe ich wenig Hoffnung, was die Rückrunde angeht“, ist Armbruster alarmiert.
  • BSV Nordstern Radolfzell: „Wichtig war in der langen Winterpause, dass sich alle angeschlagenen Spieler von ihren Verletzungen erholen und wir unseren Neuzugang Alessandro Fiore-Tapia in die Truppe integrieren konnten“, glaubt BSV-Co-Trainer Mario Schwarz, dass der frühere Juniorennationalspieler seine Mannschaft auf ein neues Level heben kann. In der Vorrunde zeigte das Team gute Leistungen, belohnte sich aber zu selten. „Mit dem Abschneiden vor der Winterpause ist das Trainerteam, der Verein und die Mannschaft selbst nicht ganz zufrieden“, gesteht auch Mario Schwarz. „Trotz oft guten Spielen mit vielen erarbeiteten Torchancen haben wir viele Partien in der Schlussphase verloren.“
  • SC Gottmadingen-Bietingen: „Die ständigen Spielausfälle nerven“, ärgert sich Pressewart Rudolf Endres. „Im November wurde nur einmal gespielt. Dadurch fehlten Rhythmus und Konstanz.“ Trotzdem hat er für die Rückrunde ein gutes Gefühl; „Das Ziel ist natürlich, schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller herauszukommen.“ Endres spricht dem Team Mut zu. „Das Vertrauen, dass die junge Mannschaft die Klasse hält, ist vorhanden und der Kader dafür ausreichend“, stellt er klar. Endres fasst das Konzept in einem Satz zusammen: „Fehlende Erfahrung kann man nicht vermitteln, jugendliche Begeisterung soll dies wettmachen.“
  • FC Anadolu Radolfzell: Fünf Neuzugänge sollen dem Aufsteiger aus Radolfzell in der Rückrunde helfen. Namhaftester Transfer ist dabei wohl Veysel Kayantas, der vom Verbandsligisten 1.FC Rielasingen-Arlen kommt. „Gerade durch die neuen Spieler und die Motivation der schon im Kader vorhandenen Spieler, bin ich guten Mutes, dass wir in der Rückrunde die Klasse halten werden“, sagt Trainer Bülent Babür. „Ich bewerte aber den Erfolg der Mannschaft nicht anhand der Ergebnisse, sondern anhand des Ballbesitzes, den wir haben, anhand der abgegebenen Torschüsse oder wie erfolgreich unser Pressing und Gegenpressing funktionieren“, verrät er seine persönlichen Erfolgsparameter.
  • SV Orsingen-Nenzingen: „Sicherlich können wir mit dem bisherigen Abschneiden in der Vorrunde nicht zufrieden sein“, gesteht Trainer Ralph Schweizer ein. „Wir wussten, dass es mit unseren Abgängen und Ausfällen eine schwere Saison werden wird. Dennoch wäre in einigen Spielen mehr drin gewesen, so dass wir unter dem Strich zu wenige Punkte gesammelt haben.“ Davon wollen er und sein Team sich allerdings nicht unterkriegen lassen. „Die Zielsetzung für die Rückrunde kann nur der Klassenerhalt sein“, gibt Schweizer sich kämpferisch. „Wir werden alles dafür tun, das zu erreichen.“
  • SV Deggenhausertal: „Durch urlaubs- oder verletzungsbedingte Ausfälle mussten wir immer wieder die Mannschaft neu ausrichten, deshalb hat die Konstanz gefehlt“, analysiert SVD-Trainer Markus Mecking. Trotzdem sieht er bei allem Schatten auch Licht. „Unsere Mannschaft hat bewiesen, dass sie mit den Topteams der Liga mithalten kann“, meint Mecking. „Teilweise haben wir auch spielerisch und kämpferisch gute Spiele gezeigt.“ Die Winterpause wurde im Deggenhausertal gut genutzt. „Wir konnten alle Trainingseinheiten durchführen“, sagt Mecking. „Durch den guten Trainingsbesuch sind wir für die Rückrunde optimistisch, dass das Ziel Klassenerhalt geschafft werden kann.“
  • SG Illmensee/Heiligenberg: Beim Schlusslicht kamen abseits des Platzes Schicksalsschläge hinzu, die schwer zu verkraften sind. „Der tragische Tod von zwei Spielern in knapp zwei Jahren ist immer noch in den Köpfen“, berichtet Trainer Marco Kernler. „Dadurch wurde der Fußball absolut zur Nebensache und dies wird auch noch eine Weile andauern.“ Den Klassenerhalt will er mit seinem Team nichtsdestotrotz erreichen. „Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das Team dies schaffen kann und werde auch persönlich alles dafür geben“, verspricht Kernler. Seiner Mannschaft will er die Freude am Spiel zurückbringen. „Der Fokus der Vorbereitung liegt absolut im Spaßbereich, so waren wir beispielsweise auch beim Ringertraining in Taisersdorf“, erzählt der Trainer.

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