Fußball-Bezirksliga: Während der Titelzweikampf zwischen Marbach und Gutmadingen weiter spannend bleibt, scheint am anderen Ende der Tabelle der Abstieg von Weilersbach und Immendingen so gut wie besiegelt. Von den weiteren vier Abstiegskandidaten feierten drei am Wochenende Siege.

Vor einer Woche erzielte der FC Pfaffenweiler den 1:0-Siegtreffer in Minute 90. Am Samstag gelang der 1:1-Ausgleich in Bräunlingen in Minute 88. Beide Male traf Stefan Link. Konzentration, Fitness und Wille scheinen bei der Mannschaft zu stimmen. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich über den Punkt freuen soll. Es war mehr drin“, sagt Trainer Patrick Anders. Einerseits sei der Punkt wertvoll, doch andererseits brauche die Elf noch einen Sieg, um ganz sicher zu sein. „Wir haben an uns geglaubt, aber auch viele Chancen vergeben. Gegen Ende der Partie hatte auch Bräunlingen noch eine Großchance. Wir wissen, dass wir noch eine Schippe drauflegen sollten“, macht Anders deutlich. Unterdessen hat Anders für die neue Saison einen Co-Trainer gefunden. Johannes Guggolz kommt vom FC Unterkirnach. Schon in der Winterpause hatten bereits alle Spieler für eine weitere Saison in Pfaffenweiler zugesagt.

Den Bericht und Videos vom Spiel FC Bräunlingen – FC Pfaffenweiler finden Sie hier:

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten setzte sich der SV Obereschach mit 4:1 in Weilersbach durch, wobei alle Treffer in Halbzeit zwei fielen. „Mir war klar, dass es ein Geduldsspiel wird. Wir haben in der Pause einiges umgestellt und innerhalb einer Viertelstunde alles klar gemacht. Die Umstellung ging perfekt auf“, freut sich Trainer Michael Schnee. Der Sieg wurde allerdings teuer erkauft. Schon nach 19 Minuten musste Marvin Zimmermann, bisher 23-facher Torschütze in dieser Saison, mit einer Knieverletzung vom Platz. „Das ist bitter und war ein großer Schock. Ich fürchte, er wird eventuell in der Saison überhaupt nicht mehr zur Verfügung stehen“, fügt Schnee an.

Für den FC Weilersbach war das 1:4 gegen Obereschach nahezu gleichbedeutend mit dem Abstieg. Die Elf hat erst 13 Punkte geholt und bräuchte aus den restlichen fünf Partien alle 15, um noch eine Minimalchance zu haben. „Wir müssen uns nicht in die eigenen Taschen lügen. Es müsste schon ein kleines Fußballwunder her“, gibt sich Trainer Nunzio Pastore realistisch. Die Partie gegen Obereschach zeigte einmal mehr, wie noch so kleine Fehler von den Konkurrenten bestraft werden. „Wir schalten manchmal zu schnell ab und verfallen in eine Lethargie, die du dir in der Liga nicht erlauben darfst. Andererseits ist es auch schwer, wenn du seit November einem Sieg vergeblich nachläufst“, ergänzt Pastore. Die Planungen für die Kreisliga A laufen bereits. „Es werden uns einige Leistungsträger verlassen. Wir sind gefordert, die Lücken zu schließen, haben aber nach den vergangenen Wochen auch nicht die besten Argumente, um bei neuen Spielern zu werben. Wir sind in Gesprächen“, ergänzt Pastore.

Den Bericht und Videos von der Partie SV Obereschach – FC Weilersbach finden Sie hier:

Obwohl der FC Fischbach weiterhin den drittletzten Tabellenplatz belegt, könnte der 1:0-Erfolg gegen die DJK Villingen noch sehr wertvoll werden. „Meine Mannschaft hat sich für den Aufwand belohnt. Wir wussten, dass wir die drei Punkte brauchen und haben es gut gemacht, wenngleich wir nach der Pause unsere Angriffe nicht mehr konsequent zu Ende gespielt haben“, blickt Trainer Günter Hirsch zurück. Hirsch hatte im Vorfeld versucht, den Druck von seinen Spielern zu nehmen. „Wir sind noch nicht über dem Berg, wissen aber auch, wo wir ohne die drei Punkte wären. Jetzt wäre es wünschenswert, am Mittwoch in Immendingen nachzulegen, wobei diese Partie möglicherweise noch schwieriger wird“, vermutet Hirsch.

Rocco Cristilli und Frank Holder, die Interimstrainer der DJK Villingen, mussten in der Pause der Partie in Fischbach etwas lauter werden, um die Mannschaft aufzuwecken. „Die ersten 45 Minuten waren desolat. Da lief bei uns nichts zusammen. Da waren kein Kampfgeist und keine Spielfreude zu sehen. Deshalb musste es eine deutliche Kabinenpredigt geben“, sagt Cristilli. Die Worte kamen offenbar an, denn in den zweiten 45 Minuten zeigte die DJK ein anderes Gesicht. „Da stand eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Die Niederlage war unnötig und ärgerlich. Wir brauchen noch einen Sieg, um ganz sicher zu sein “, fügt Cristilli an.

Den Bericht der Partie FC Fischbach – DJK Villingen finden Sie hier:

Der große Verlierer im Tabellenkeller war am Wochenende die DJK Donaueschingen II, die in Gutmadingen leer ausging (1:5). „Das Ergebnis ist einen Tick zu hoch ausgefallen. Es rächt sich jetzt, dass wir in der Vorrunde nicht mehr gepunktet haben“, sagt Trainer Lukas Stocker. Mehr als die Niederlage in Gutmadingen schmerzt die 1:3-Heimpleite eine Woche zuvor gegen die DJK Villingen. Mit Hochemmingen, Bräunlingen und Marbach warten nun starke Gegner auf die DJK. Stocker: „Ich bin guter Dinge, dass wir uns noch befreien werden. Wir haben zuletzt bessere Spiele als Ergebnisse abgeliefert.“

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