Fußball-Bezirksliga: – Der SV Buch setzt seine Erfolgsserie fort, bezwang den bisher unbesiegten SV Herten mit 3:2 und setzt sich nach dem fünften Spiel im vorderen Tabellenbereich fest: „Wir haben es taktisch hervorragend gelöst und unsere wenigen Möglichkeiten genutzt“, war Trainer Michael Hägele völlig zufrieden mit seiner Elf: „Drei Tore muss man gegen einen derart gut besetzten Gegner erst einmal erzielen.“ Es hätten sogar vier Treffer werden können, doch Patrick Vögele scheiterte in der Schlussphase per Strafstoß an Jonas Schulz.

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Dieser Strafstoß – Nick Henke soll Dawid Armanowski gefoult haben – erhitzte die ohnehin schon nahezu blank liegenden Nerven beim SV Herten: „Wir verkneifen uns zum Geschehen jeglichen Kommentar“, erklärte denn auch Sportchef Matthias Tröndle nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Jürgen Vogelbacher: „Wir gratulieren dem SV Buch zum Sieg. Mehr gibt es von uns nicht zu hören.“ Auch Trainer Musa Musliu, der vom Unparteiischen im Verlauf der Partie verwarnt worden war, verpasste sich freiwillig einen Maulkorb.

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Dabei hatte die Partie für den Gast einen guten Verlauf genommen. Romano Males hatte nach 28 Minuten für das 0:1 gesorgt, mit einem Tor, das selbst Michael Hägele gefiel: „Eine feine Einzelleistung mit einem tollen Schuss, halbhoch ins Netz – unhaltbar“, beschrieb der SVB-Trainer diesen Treffer.

Angefressen: Die optimistische Miene des Sportchefs – wie auf diesem Archivbild – täuscht gewaltig. Nach dem 2:3 des SV Herten beim SV Buch verbat sich Matthias Tröndle jeglichen Kommentar zum Spielgeschehen.
Angefressen: Die optimistische Miene des Sportchefs – wie auf diesem Archivbild – täuscht gewaltig. Nach dem 2:3 des SV Herten beim SV Buch verbat sich Matthias Tröndle jeglichen Kommentar zum Spielgeschehen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Doch seine Mannschaft ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Manuel Berger kam über den Flügel, wollte auf Dawid Armanowski flanken: „Irgendwie wurde der Ball aber noch abgefälscht und lag dann im Tor“, so Hägele, der Pascal Störk besonders lobte. Der Youngster war mit der Aufgabe betraut, sich um Lucas Eschbach zu kümmern. Das gelang Störk sehr gut, vom Lenker und Denker im Hertener Mittelfeld sei nichts zu sehen gewesen, meinte Hägele, der allerdings bedauerte, dass er den Youngster in der Schlussphase wegen einer Verletzung auswechseln musste: „Ich fürchte, dass er länger ausfallen wird. Sein Knöchel ist ordentlich angeschwollen.“

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Überhaupt passte die Abwehrleistung beim SV Buch, betonte Hägele. Jürgen Winkler und später Mario Hoppe sollten die Kreise von Romano Males einengen. Justin Petretta und Tunahan Kocer erfreuten sich ebenfalls gehobener Aufmerksamkeit: „Unser Matchplan ist optimal aufgegangen“, so Hägele, der kurz nach dem Seitenwechsel den Führungstreffer bejubeln durfte. Patrick Vögele war nach einem Heber über die Hertener Abwehr zur Stelle, erzielte das 2:1: „Sicher nicht aus Abseitsposition“, wie Hägele betonte.

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Eine knappe Viertelstunde später gelangte eine Freistoßflanke von Pascal Pecoraro auf der Stirn von Dawid Armanowski und prompt lag der Ball zum dritten Mal im Kasten des SV Herten. Im Gegenzug allerdings gelang Tunahan Kocer, der – so Hägele – nie komplett auszuschalten sei, im zweiten Versuch der 2:3-Anschlusstreffer.

Damit wurde eine hektische und turbulente Schlussphase eingeläutet, die unter anderem die Strafstoß-Entscheidung für den SV Buch brachte. „Wir hatten alle Hände voll zu tun, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen“, atmete Michael Hägele am Ende tief durch: „Allerdings habe ich mir auch keine ernsthaften Sorgen machen müssen, dass wir noch ein Tor fangen.“

Angesichts der Tatsache, dass in den 90 Minuten kein Akteur vorzeitig vom Platz musste, ließ sich Matthias Tröndle dann doch noch einen Satz entlocken: „Ich habe höchsten Respekt vor unseren Spielern.“

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