Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Zu Hause im Regal ist noch ein Plätzchen frei: „Klar, hätte ich gern die Torjäger-Kanone des SÜDKURIER. Letzte Saison hat es ja leider nicht geklappt“, strotzt Shaban Limani derzeit voll Selbstvertrauen. Dazu hat der 25-jährige Stürmer des FC Erzingen auch gute Gründe. Den 4:1-Sieg der Gastgeber läutete Limani vor rund 375 Zuschauern mit einem feinen Hattrick binnen 19 Minuten ein.

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Es waren bereits die Saisontreffer acht, neun und zehn des wieselflinken Angreifers, der bereits vor Wochenfrist zum 5:1-Erfolg seiner Elf ebenfalls drei Tore beisteuerte. Der FC Erzingen übernahm mit seinem vierten Sieg im vierten Spiel zumindest bis Samstagnachmittag die Tabellenspitze der Bezirksliga.

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Gegen den Stürmer mit der Nummer 7 auf dem Rücken ist in diesen Tagen kein Kraut gewachsen. Limani war schon nach 14 Minuten zur Stelle, als sich Sebastian Schmidt auf dem linken Flügel durchgesetzt und flach vors Tor des FC Schlüchttal gepasst hatte. Limani staubte im Stil eines Torjägers eiskalt ab.

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In diesem Moment fiel den Hausherren allerdings auch ein Stein vom Herzen. Schließlich hatte der FC Schlüchttal bis dahin mehr Spielanteile, agierte frech und hatte wirklich Pech, dass Thomas Lang fünf Minuten vor dem ersten Treffer in diesem flotten Spiel die Führung verpasste.

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„Sie haben mit zwei Stürmern agiert, sind uns hoch angelaufen. Dafür gebührt ihnen Respekt“, eröffnete Trainer Klaus Gallmann vom FC Erzingen seinen Blick aufs Spiel mit einem Kompliment für die Gäste, bei deren Vorgänger SG Schlüchttal er einst in seine Aktivzeit gestartet war.

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In der Tat war der FC Schlüchttal gegenüber dem dürftigen Auftritt vor Wochenfrist beim 0:2 gegen den SV Buch kaum wieder zu erkennen. Wo es auf heimischem Terrain an nahezu allem mangelte, spielte das Team von Trainer Roberto Wenzler dieses Mal forsch und frech auf.

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Entsprechend zufrieden blickte Wenzler – trotz der Niederlage – auf seine Mannen: „Heute hatten wir die richtige Einstellung. Natürlich kamen wir als Außenseiter, sind aber nicht angetreten, um die Punkte abzuschenken.“ Seine Ansprache vor dem Spiel und nach den Eindrücken vom vergangenen Auftritt war klar: „Ich erwarte 100 Prozent in jedem Spiel.“

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Zumindest beim FC Erzingen erfüllten die Spieler die Ansprüche ihres Trainers, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Allerdings fehlte im Angriff die letzte Konsequenz, um den FC Erzingen etwas zu gefährden.

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Ein Shaban Limani in der aktuellen Form war indessen nicht zu stoppen, auch wenn sich die Abwehr um Manuel Walter redlich Mühe gab. So schlug der Erzinger Wirbelwind bis zur 33. Spielminute noch zwei Mal zu. Beim 2:0 setzte er einen Freistoß aus rund 20 Metern gekonnt in die Maschen, danach vollendete er einen flachen Pass in die Schnittstelle zum 3:0. Zudem verpassten es Harun Zengin und Nico Ködel mit guten Chancen, schon vor der Pause alles klar zu machen.

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Dass dem nicht so war, lag unter anderem an Nico Reichardt, der einmal mehr als Unruheherd in der Schlüchttaler Offensive wirkte. Drei Minuten vor der Pause hielt der „Hirsche“ mit einem frechen Distanzschuss unter die Latte zum 1:3-Anschlusstreffer die Spannung im Spiel.

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„Dieser Treffer hätte nicht sein müssen“, sah Klaus Gallmann zwar eine durchaus reife Leistung seiner Mannschaft, sparte aber nicht mit Kritik: „Nach der Pause sind wir zu pomadig über den Platz gelaufen. Das hat mir nicht gefallen.“

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Am verdienten Sieg gab es nichts zu deuteln: „Der geht auch in der Höhe in Ordnung“, betonte Gallmann trotz allem. Der für Valentin Grießer eingewechselte Hannes Linke hatte in der 71. Spielminute mit einem Lupfer über Torwart Simon Hepp ins lange Kreuzeck für den 4:1-Endstand gesorgt.

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In der Folge wären noch mehr Treffer für den FC Erzingen möglich gewesen, hätten die Protagonisten nicht zu genau gezielt. Harun Zengin traf den Pfosten (75.), eine Minute später köpfelte Nico Ködel nach einer Ecke den Ball an die Latte und kurz vor Schluss traf Felix Uhl binnen weniger Sekunden zwei Mal an den Pfosten.

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Verabschiedung von Manuel Göbel

Abschied beim FC Erzingen: Sportchef Patrick Netzhammer (links) bedankte sich bei Manuel Göbel für 26 Jahre Treue zum FC Erzingen, auch nach dem Umzug des 31-Jährigen nach Freiburg. Als Geschenke gab Netzhammer dem künftig bei der SG Höchenschwand-Häusern aktiven Abwehrspieler sein legendäres Trikot mit der 19 und eine Bildercollage mit.
Abschied beim FC Erzingen: Sportchef Patrick Netzhammer (links) bedankte sich bei Manuel Göbel für 26 Jahre Treue zum FC Erzingen, auch nach dem Umzug des 31-Jährigen nach Freiburg. Als Geschenke gab Netzhammer dem künftig bei der SG Höchenschwand-Häusern aktiven Abwehrspieler sein legendäres Trikot mit der 19 und eine Bildercollage mit. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Noch vor Anpfiff der Partie nutzte Sportchef Patrick Netzhammer die Gelegenheit, einen verdienten Spieler des FC Erzingen zu verabschieden: „Manuel Göbel hat 26 Jahre lang für uns gespielt – eine Leistung, die es wohl nicht oft in der Region gibt“, so Netzhammer.

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Zur Erinnerung überreichte er Göbel – unter anhaltendem Applaus der Zuschauer – ein gerahmtes Trikot und eine Bilder-Collage als Erinnerung überreichte: „Herauszuheben ist, dass Manuel in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig aus Freiburg eingependelt ist.“ Seit der neuen Saison spielt Manuel Göbel bei der SG Höchenschwand-Häusern in der Kreisliga B-3.

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