Fußball-Bezirksliga: – Mit einem 6:0-Kantersieg gegen Absteiger TuS Stetten sicherte sich der FC Tiengen 08 im letzten Saisonspiel den Meistertitel und kehrte nach drei Jahren in die Landesliga zurück. Meistertrainer Michael Schilling verabschiedete sich indessen nach seinem zweiten Amtsjahr und übernahm eine Funktion im Nachwuchs des FC St. Gallen. Sein Nachfolger wurde Kapitän René Grabe als Spielertrainer.

Die Entscheidung: Jasmin Rastoder (Nr. 11) trifft zwei Mal gegen Schlussmann Dirk Bogenschneider vom TuS Stetten. Am Ende siegt der FC Tiengen 08 mit 6:0 und holt sich den Meistertitel.
Die Entscheidung: Jasmin Rastoder (Nr. 11) trifft zwei Mal gegen Schlussmann Dirk Bogenschneider vom TuS Stetten. Am Ende siegt der FC Tiengen 08 mit 6:0 und holt sich den Meistertitel. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Erst die beiden Treffer von Jasmin Rastoder kurz nach der Pause lösten die Anspannung unter den 600 Zuschauern im Langensteinstadion. Nach dem 3:0-Zwischenstand gegen den Neuling und Absteiger aus dem Lörracher Süden gab es ein Schaulaufen des neuen Meisters.

Meisterjubel: Jasmin Rastoder hat zwei Treffer im finalen Spiel des FC Tiengen 08 gegen den TuS Stetten erzielt und wird von Kapitän René Grabe, Nexhdet Gusturanaj (rechts) und Oliver Atalla gefeiert.
Meisterjubel: Jasmin Rastoder hat zwei Treffer im finalen Spiel des FC Tiengen 08 gegen den TuS Stetten erzielt und wird von Kapitän René Grabe, Nexhdet Gusturanaj (rechts) und Oliver Atalla gefeiert. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Im Fernduell mit dem TuS Efringen-Kirchen, der zeitgleich bei Absteiger SV Schwörstadt anzutreten hatte, sollte nun nichts mehr anbrennen, denn die Tordifferenz sprach ohnehin klar für die Tiengener. Zudem versagte der Elf aus dem Rebland das Nervenkostüm, sie unterlag in Schwörstadt mit 1:4.

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Beim TuS Efringen-Kirchen war damit die Luft raus. Das Hinspiel um den Aufstieg in die Landesliga wurde bei den SF Oberried mit 0:3 verloren, im Rückspiel gelang lediglich ein 0:0. Der erstmalige Sprung in den überregionalen Fußball gelang erst drei Jahre später.

Geschenk: Präsident Wolfgang Hörr vom FC Tiengen 08 feierte just seinen 76. Geburtstag, als Nexhdet Gusturanaj und das Team gegen den TuS Stetten den Bezirksliga-Titel perfekt machten.
Geschenk: Präsident Wolfgang Hörr vom FC Tiengen 08 feierte just seinen 76. Geburtstag, als Nexhdet Gusturanaj und das Team gegen den TuS Stetten den Bezirksliga-Titel perfekt machten. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Beim FC Tiengen 08 hatte sich der ehemalige Torjäger Marko Baotic schon in der Saison zuvor als Hellseher erwiesen. Im SÜDKURIER-Gespräch zu seinem Abschied vom Fußball, lachte der Kroate: „Wir steigen 2012 auf und dann starte ich mein Comeback, denn die 100 Landesliga-Tore will ich noch voll machen.“

Meisterschale: Aus den Händen von Betreuer und Allrounder Martin Dörflinger durfte Kapitän René Grabe vom FC Tiengen 08 nach dem 6:0 gegen den TuS Stetten die Auszeichnung für den Bezirksliga-Titel entgegen nehmen.
Meisterschale: Aus den Händen von Betreuer und Allrounder Martin Dörflinger durfte Kapitän René Grabe vom FC Tiengen 08 nach dem 6:0 gegen den TuS Stetten die Auszeichnung für den Bezirksliga-Titel entgegen nehmen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Bis der Wiederaufstieg in trockenen Tüchern war, spannte der FC Tiengen 08 seinen Anhang allerdings auf die Folter. Zu Hause lief es nicht wirklich rund. Gerade einmal 30 Punkte fuhr die Elf von Michael Schilling im Langensteinstadion ein. Zwei Niederlagen leistete sich das Team, ein 1:3 gegen den SV Weil II und vor über 300 Zuschauern ein durch den Ex-Tiengener Axel Schupp besiegeltes 0:1 gegen den SV Buch. Jedoch endeten sechs Spiele in Tiengen ohne Sieger. So wurde die Basis zum Titel mit elf Siegen in der Fremde gelegt.

Richtung Landesliga: Markus Hristianovic zeigt Trainer Michael Schilling an, wohin im Sommer 2012 die Reise des FC Tiengen 08 gehen wird.
Richtung Landesliga: Markus Hristianovic zeigt Trainer Michael Schilling an, wohin im Sommer 2012 die Reise des FC Tiengen 08 gehen wird. | Bild: Scheibengruber, Matthias

An zwölf Spieltagen stand der FC Tiengen 08 ganz oben in der Tabelle, vier Mal führten der TuS Efringen-Kirchen und der FC Erzingen die Liga an. Acht Mal grüßte in dessen der Neuling TuS Stetten von Platz eins – und stieg am Ende doch wieder ab. Die Elf von Werner Gottschling, der in der Winterpause durch Willy Schmitt ersetzt wurde und zur Rückrunde als Spieler beim glücklosen Landesliga-Aufsteiger SV Herten anheuerte, hatte nach zehn Spielen immerhin 23 Punkte auf dem Konto.

Platzwechsel: Im Sommer stieg Werner Gottschling (links) mit dem TuS Stetten auf, wurde dann in der Winterpause durch Willy Schmitt abgelöst und spielte im Frühjahr für den SV Herten in der Landesliga.
Platzwechsel: Im Sommer stieg Werner Gottschling (links) mit dem TuS Stetten auf, wurde dann in der Winterpause durch Willy Schmitt abgelöst und spielte im Frühjahr für den SV Herten in der Landesliga. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dann reiste der TuS Stetten als Tabellenführer am zwölften Spieltag zum sieglosen Schlusslicht FC Wallbach. Hier traf Mike Skubisch binnen zwölf Minuten drei Mal für die Gastgeber, machte so den ersten Sieg perfekt. Die Stettener waren prompt aus dem Tritt, holten aus den restlichen Spielen nur noch zwölf Punkte.

Voll auf die Zwölf: Mike Skubisch (links, gegen Andreas Sziedat) traf beim ersten Saisonsieg des FC Wallbach am zwölften Spieltag binnen zwölf Minuten drei Mal zum 3:1-Sieg gegen den damaligen Spitzenreiter und späteren Absteiger TuS Stetten, der nach dieser Niederlage nur noch zwölf Punkte holte.
Voll auf die Zwölf: Mike Skubisch (links, gegen Andreas Sziedat) traf beim ersten Saisonsieg des FC Wallbach am zwölften Spieltag binnen zwölf Minuten drei Mal zum 3:1-Sieg gegen den damaligen Spitzenreiter und späteren Absteiger TuS Stetten, der nach dieser Niederlage nur noch zwölf Punkte holte. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Der FC Wallbach atmete nach diesem Sieg durch: „Jetzt sind wir dran“, erklärte Trainer Roland Mutter, wurde aber bitter enttäuscht. Zur Winterpause standen nur zehn Punkte auf dem Konto, der Rückstand zum rettenden 12. Tabellenplatz betrug zwölf Punkte. Nach dem Trainingslager in Rust machte sich der FC Wallbach zuversichtlich ans Werk, holte ein 1:1 gegen den FC Tiengen 08, ließ Siege in Wehr (2:1) und gegen den SV Schwörstadt (2:0) folgen, doch schon beim FC RW Weilheim folgte ein bitterer 1:5-Dämpfer.

Unglaublich: Der FC Wallbach spielte in der Rückrunde 32 Punkte ein und rettete sich vor dem Abstieg. Hier jubeln (von links) Dominik Thiel, Mike Skubisch und Christoph Mutter.
Unglaublich: Der FC Wallbach spielte in der Rückrunde 32 Punkte ein und rettete sich vor dem Abstieg. Hier jubeln (von links) Dominik Thiel, Mike Skubisch und Christoph Mutter. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Diesen Dämpfer steckte die Elf allerdings gut weg, punktete gegen den FC Wittlingen (1:1) und blieb fortan unbesiegt. Spätestens nach dem 5:2-Sieg beim TuS Efringen-Kirchen war klar, dass das „Wunder von Wallbach„ möglich sein würde. Es folgte dank des späten Joker-Tores von Raffael Eschbach ein dramatisches 3:2 beim SV 08 Laufenburg – in Unterzahl.

Wunder von Wallbach: Als abgeschlagenes Schlusslicht beendete der FC Wallbach die Vorrunde mit nur neun Punkten. Dank einer beispiellosen Rückrunde schaffte die Elf von Trainer Roland Mutter (hinten, Dritter von rechts) durch ein 3:0 im letzten Saisonspiel beim FC Erzingen noch den Ligaverbleib.
Wunder von Wallbach: Als abgeschlagenes Schlusslicht beendete der FC Wallbach die Vorrunde mit nur neun Punkten. Dank einer beispiellosen Rückrunde schaffte die Elf von Trainer Roland Mutter (hinten, Dritter von rechts) durch ein 3:0 im letzten Saisonspiel beim FC Erzingen noch den Ligaverbleib. | Bild: Welte, Gerd

Das vorletzte Spiel – ausgerechnet zu Hause gegen Schlusslicht FC Schönau – endete nur 2:2, doch die Mutter-Elf stand über dem Strich, weil der FV Lörrach-Brombach II mit 0:2 gegen den SV Weil II patzte. So fiel die Entscheidung im Klettgau, beim FC Erzingen. Nach dem 3:0-Siegtreffer durch Florian Hoschke feierten die Wallbacher ihre Rettung. Der zweifache Torschütze Christian Albiez prophezeite: „Vor Montag sind wir nicht zu Hause.“

Reaktiviert: Daniel Scharnitzki (rechts) bejubelt mit Christian Weber (Nr. 10) den Sieg des SV Schwörstadt gegen den SV 08 Laufenburg (links Norman Pietzke), der in zwei Spielzeiten gegen die Elf aus Schwörstadt gerade einmal einen Punkt eingefahren hatte.
Reaktiviert: Daniel Scharnitzki (rechts) bejubelt mit Christian Weber (Nr. 10) den Sieg des SV Schwörstadt gegen den SV 08 Laufenburg (links Norman Pietzke), der in zwei Spielzeiten gegen die Elf aus Schwörstadt gerade einmal einen Punkt eingefahren hatte. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dem FV Lörrach-Brombach II hatte das 5:1 beim SV Buch nichts mehr genutzt. Die Landesliga-Reservisten des im Sommer zuvor durch den FV Lörrach und den FV Brombach gegründeten Clubs musste nach der Rückstufung in die Bezirksliga den Abstieg in die Kreisliga A verkraften.

Bezirksliga-Saison 2011/2012

Erstaunlicherweise standen vier der fünf Clubs, die nach 32 Spielen die Liga nach unten verlassen mussten, schon nach acht Spieltagen auf den Abstiegsplätzen. Einzig der FC Wallbach und der TuS Stetten ließen zu diesem Zeitpunkt den Saisonausgang noch nicht erahnen.

Kurzes Comeback: Gianluca Brogno (hier gegen Dominik Schäuble und Torwart Aykut Kaya vom FV Lörrach-Brombach II) spielte in der Vorrunde beim SV Schwörstadt, traf doppelt zur 2:0-Überraschung beim SV 08 Laufenburg und wurde in der Rückrunde neuer Trainer beim SV Obersäckingen.
Kurzes Comeback: Gianluca Brogno (hier gegen Dominik Schäuble und Torwart Aykut Kaya vom FV Lörrach-Brombach II) spielte in der Vorrunde beim SV Schwörstadt, traf doppelt zur 2:0-Überraschung beim SV 08 Laufenburg und wurde in der Rückrunde neuer Trainer beim SV Obersäckingen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Begleitet wurden die Lörracher von Lokalrivalen TuS Stetten, dem Vorjahres-Aufsteiger SV Schwörstadt, der kurzzeitig auf die Dienste des später verletzt passenden Ex-Profis Gianluca Brogno aus Laufenburg zurückgreifen konnte, sowie vom FC Schönau, der vier Jahre nach dem Aufstieg ebenfalls wieder nach unten musste.

Kurze Episode: Peter Johann hatte den Landesliga-Absteiger FC Wehr vor der Saison 2011/12 übernommen. Kurz vor der Winterpause räumte er seinen Stuhl. Nachfolger Michael Schenker vermochte den Durchmarsch in die Kreisliga A nicht zu verhindern.
Kurze Episode: Peter Johann hatte den Landesliga-Absteiger FC Wehr vor der Saison 2011/12 übernommen. Kurz vor der Winterpause räumte er seinen Stuhl. Nachfolger Michael Schenker vermochte den Durchmarsch in die Kreisliga A nicht zu verhindern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Besonders bitter endete die Saison für den FC Wehr, der zwei Jahre zuvor noch via Relegation gegen die Spvgg. Untermünstertal in die Landesliga aufgestiegen war. Der vor der Saison neu verpflichtete Peter Johann trat nach dem 1:2 gegen den TuS Efringen-Kirchen noch vor der Winterpause zurück. Zum Jahreswechsel verließen die Routiniers Johannes Scholz und Jens Lupberger den Verein, dafür kam Michael Schenker als neuer Trainer.

Bitterer Abstieg: Der in der Winterpause als Trainer verpflichtete Michael Schenker konnte den Durchmarsch des FC Wehr aus der Landesliga in die Kreisliga A nicht verhindern.
Bitterer Abstieg: Der in der Winterpause als Trainer verpflichtete Michael Schenker konnte den Durchmarsch des FC Wehr aus der Landesliga in die Kreisliga A nicht verhindern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Die Wende gelang dem einstigen Wehrer Aktiven nicht mehr. Nur neun Punkte spielte seine Mannschaft aus den restlichen 14 Spielen ein. Im Jahr seines 100. Geburtstags musste der FC Wehr erstmals seit 1949 aus der höchsten Liga des Bezirks absteigen. Erst zwei Jahre später kehrte der Club zurück, spielt aber mittlerweile wieder in der Kreisliga A.

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Neben Peter Johann räumten in der Saison 2011/12 noch vier weitere Trainer vorzeitig ihren Platz an der Seitenlinie. Andreas Schumann verließ das Trainer-Duo beim FC Hochrhein, bat um eine Pause und überließ Süleyman Kaya die alleinige Verantwortung. Beim FC RW Weilheim verabschiedete sich Michael Werner nach dem 1:4 beim FC Wittlingen. Ihm folgte das Duo Michael Hägele und Dietmar Knab. Erfolgstrainer Werner Gottschling wurde im Winter beim Relegations-Aufsteiger TuS Stetten durch Willy Schmitt ersetzt und für Jens Schulz versuchte beim FV Lörrach-Brombach II der damalige Vorsitzende Karl-Frieder Sütterlin vergeblich, den Abstieg zu verhindern.

Torjäger: Hier bejubelt Sven Maier noch seinen Treffer für den FC Erzingen beim 1:1 im Spitzenspiel beim TuS Efringen-Kirchen. Kurz danach kassierte er „Rot“ und verpasste so den Gewinn der Torjägerkrone.
Torjäger: Hier bejubelt Sven Maier noch seinen Treffer für den FC Erzingen beim 1:1 im Spitzenspiel beim TuS Efringen-Kirchen. Kurz danach kassierte er „Rot“ und verpasste so den Gewinn der Torjägerkrone. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Ungewohnte Spieler wurden in jener Saison in Torwart-Trikots gesichtet. So wurde beim 3:0-Sieg des FC Tiengen 08 in Schönau nach 28 Minuten der damals 49-jährige Torwarttrainer Klaus Meier eingewechselt, weil sich Martin Hackenberger verletzt hatte. Beim SV 08 Laufenburg stellte sich Reinhold Malzacher im letzten Spiel beim SV Weil II zwischen die Pfosten und hielt sogar einen Strafstoß von Benjamin Schulz.

Torschützenkönig: David Held (Mitte) vom TuS Efringen-Kirchen lässt hier die Erzinger Simon Stoll (links) und Carolo Colucci stehen. Mit seinen 33 Treffern war er bester Torschütze der Liga und wechselte nach dem verpassten Landesliga-Aufstieg zum FC Auggen.
Torschützenkönig: David Held (Mitte) vom TuS Efringen-Kirchen lässt hier die Erzinger Simon Stoll (links) und Carolo Colucci stehen. Mit seinen 33 Treffern war er bester Torschütze der Liga und wechselte nach dem verpassten Landesliga-Aufstieg zum FC Auggen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Noch besser machte es Bilal Sevda, seinerzeit in Diensten des SV BW Murg im letzten Spiel beim FC Wittlingen. Weder Markus Glaisner noch Elvis Gojak standen zur Verfügung, also sollte A-Junior Massimo Völkle ins Tor, doch er verletzte sich beim Aufwärmen. Nun war guter Rat teuer für Spielertrainer Giuseppe Stabile.

Allrounder: Der damalige Murger Bilal Sevda (links, gegen seinen heutigen Wallbacher Teamkollegen Dan Stengritt, damals FC Wehr) kann auch Torwart: In der Partie beim FC Wittlingen hielt er sogar einen Strafstoß.
Allrounder: Der damalige Murger Bilal Sevda (links, gegen seinen heutigen Wallbacher Teamkollegen Dan Stengritt, damals FC Wehr) kann auch Torwart: In der Partie beim FC Wittlingen hielt er sogar einen Strafstoß. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Da meldete sich Sevda: „Ich habe schon alles gespielt, nur Torwart fehlt mir noch. Wenn ich ins Tor darf, halte ich auch einen Elfmeter.“ Gesagt, getan – als Wittlingens Schlussmann in der 76. Minute die Chance hatte, per Foulelfmeter auf 5:1 zu erhöhen, hielt Sevda dessen Schuss.

Tormaschine: Nexhet Gustruranaj (vorn, mit Oliver Atalla) steuerte 25 Treffer zum Titel des FC Tiengen 08 bei.
Tormaschine: Nexhet Gustruranaj (vorn, mit Oliver Atalla) steuerte 25 Treffer zum Titel des FC Tiengen 08 bei. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Kurzeinsätze mit der Nummer 1 auf dem Rücken verzeichneten auch Christoph Hilpert beim FC RW Weilheim, der beim 1:2 gegen den SV 08 Laufenburg einsprang, weil Tom Arzner, Andrej Schmiedel und Marco Marder verhindert waren. Drei Tage zuvor musste Andreas Hierschbiel beim SV Schwörstadt zwischen die Pofsten, als Moritz Matthäus beim SV Weil II eine Rote Karte wegen einer Notbremse kassiert hatte.

Tausendsassa: Max Boll hielt beim 3:1-Sieg gegen den SV BW Murg gleich zwei Strafstöße von Daniel Ullrich.
Tausendsassa: Max Boll hielt beim 3:1-Sieg gegen den SV BW Murg gleich zwei Strafstöße von Daniel Ullrich. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Als Meister ihres Fachs erwiesen sich die Torhüter Max Boll vom FC Hochrhein und Simon Eckert vom SV Buch. Boll hielt beim 3:1-Sieg gegen den SV BW Murg zwei Strafstöße von Daniel Ullrich. Auf der gegenüberliegenden Seite traf indessen Stefan Fels zwei Mal vom Punkt. Ebenfalls zwei Strafstöße in einem Spiel fischte sich Simon Eckert beim 1:1 des SV Buch gegen den TuS Stetten, als er gegen Servet Ay-Güven und Marc Müller hielt.

Kult-Trainer: Torsten Stockmann brauchte in seinem ersten Jahr beim Aufsteiger SV Buch gute Nerven. Erst ein Sieg beim TuS Stetten bescherte seiner Elf den Ligaverbleib.
Kult-Trainer: Torsten Stockmann brauchte in seinem ersten Jahr beim Aufsteiger SV Buch gute Nerven. Erst ein Sieg beim TuS Stetten bescherte seiner Elf den Ligaverbleib. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Vier Serien prägten die Saison für den Aufsteiger SV Buch. So startete der Neuling unter dem neuen Trainer Torsten Stockmann – er war auf Rainer Jehle gefolgt – mit acht Siegen ohne Niederlage, kletterte bis auf Rang drei, um danach zehn Mal in Folge nicht zu gewinnen. Im Frühjahr folgten fünf Siege aus den ersten sechs Spielen, danach fünf Pleiten. Erst nach dem 3:1-Sieg in Stetten war der Ligaverbleib gesichert.