Fußball-Bezirksliga:Klaus Gallmann gab sich nach der doch etwas überraschenden 0:2-Pleite seines FC Erzingen beim FC RW Weilheim aufgeräumt: „Das war die Quittung für eine schlechte Vorbereitung. Soll keiner glauben, dass er im Spiel 100 Prozent bringen kann, wenn er es im Training nicht macht.“ Die Niederlage, so gab der Trainer offen zu, sei verdient und hätte noch höher ausfallen können. Bitter zudem, dass Luis Zimmermann mit einer „Roten Karte“ vom Platz musste: „Er kommt aus der 2. Mannschaft, ist eingesprungen und hat sich für das Team geopfert“, so Gallmann zum unfreiwilligen Kurzeinsatz von elf Minuten seines Spielers. Neben dem verletzten Luigi Lenticso war Nico Ködel aus privaten Gründen verhindert.

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Während die Gäste durchaus mit einem Hals nach Hause fuhren, strahlte das Trainerteam des FC RW Weilheim, Oliver Neff und Michael Hagmann, große Freude aus. Und das nicht nur, weil beide einst selbst beim Gast als Trainer tätig waren. „Ich denke, dass sie uns in der Erinnerung an unseren schlechten Auftritt beim 1:5 im Hinspiel etwas unterschätzt haben“, vermutet Hagmann. Dass das ein großer Fehler war, zeigte sich schon in den ersten 15 Minuten: „Ich will nicht übertreiben, aber sechs Großchancen habe ich auf meinem Zettel notiert.“

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Und doch brauchte es einen Strafstoß, um nach zuletzt sechs sieglosen Spielen seit dem 4:0 gegen den FV Lörrach-Brombach II am 20. Oktober, den Bann zu brechen: „Dieser Elfer war sowas von unnötig“, gab Klaus Gallmann zu: „Loris kommt zu spät heraus.“ Der Schlussmann des FC Erzingen griff so nicht zum Ball, sondern brachte Fabian Eppler zu Fall. Michael Emmerich nutzte die Chance zum Führungstreffer.

Dass seine Elf in dieser Phase kurz in Unterzahl spielte, nahm Gallmann auf seine Kappe: „Manuel Göbel hatte sich bereits zum zweiten Mal die Schulter ausgekugelt und musste ausgewechselt werden. Ich hätte viel eher einen Spieler zum warm machen schicken sollen.“

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In der Folge dominierten die Weilheimer das Spiel weiter: „Wir haben in der Winterpause ein neues Spielsystem eingeführt. stehen jetzt kompakter„, deutet Hagmann an, dass die Lehren aus der Vorrunde gezogen wurden: „Wir haben uns da vielleicht etwas zu hoch eingeschätzt und wollten zu oft mitspielen. Diesen Fehler haben wir erfolgreich korrigiert.“ Nun müsse weiter am Abschluss gearbeitet werden, denn die Ausbeute ist zu gering.

So brauchte es einen Treffer der Marke „Traumtor“ von Sebastian Schmidt, um letzte Zweifel am fünften Saisonsieg und dem Verlassen des Abstiegsplatzes wegzuwischen. Der Weilheimer nahm den zurück gespielten Ball aus gut 25 Metern volley und traf via Innenpfosten ins Netz: „Da war für Loris nichts zu halten“, betont Gallmann, der zu wenig eigene Chancen sah, die dem Spiel eine Wende hätten geben können: „Ein Distanzschuss von Felix Uhl vor dem Rückstand und einer von Gianpierre Notarpietro in der Schlussphase. Beide Bälle wurden vom Weilheimer Torwart Matthias Kaiser gut gehalten.“

FC RW Weilheim – FC Erzingen 2:0 (1:0). – Tore: 1:0 (38./FE) Emmerich; 2:0 (65.) Schmidt. – SR: Remigiusz Baran (Weil). – Z.: 300. – Bes.: Rot für Zimmermann (FCE/85.) wg. Notbremse.

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