2500 Hästräger haben sich für den bunten Narrensprung der Katzenzunft Meßkirch am Fasnet-Mändig, 24. Februar, angekündigt. Ab 13.30 Uhr prägen über 60 teilnehmende Zünfte und freie Gruppen, Musikkapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzüge aus Nah und Fern das Umzugsgeschehen. Über den Adlerplatz, die Hauptstraße, Grabenbachstraße und Conradin-Kreutzer-Straße zieht der närrische Lindwurm zur Stadthalle. Am Adlerplatz, am Markbrückle und in der Conradin-Kreutzer-Straße wird der Umzug kommentiert.

Zunftmeister Holger Schank freut sich schon auf viele Besucher und Hästräger: „Unser Hofnarr Petter Letzkopf wird ja seit 500 Jahren immer mit seinem Spruch ‚So schä wie z´Meßkirch isches näene’ zitiert. Aber es ist halt auch exakt das, was mir alle Besucher sagen, die zu unserem Fasnetmontag kommen.“ Der Zunftmeister ist besonders glücklich darüber, dieses Jahr alle Stadtteilzünfte mit dabei zu haben. Es gab Jahre, da war in Meßkirch der größte Umzug der Region. Zünfte kamen von überall, aber die eigenen und engsten Freunde und Kollegen mussten mit ihrer Zunft „weiß Gott wohin“, erinnert sich Schank. Das hätten nicht zuletzt die Mitglieder der anderen Meßkircher Zünfte der Katzenzunft immer wieder bedauernd mitgeteilt. Dieses Jahr seien tatsächlich alle Teilorte dabei, auch alle Nachbarn vom Heuberg und die Narrenfreunde der Gemeinde Sauldorf, sagt er. „Die Katzenzunft ist die größte Zunft in einer Reihe von ganz wunderbaren Zünften und es ist ein herrliches Aushängeschild unserer Region, wenn wir alle am Montag zusammenkommen und gemeinsam unsere Fasnet feiern und zeigen“, betont der Zunftmeister. Er hofft, dass sich ganz viele bunte Gruppen finden, die sich Gedanken verkleiden und am Umzug mitlaufen. „Meine liebsten Umzugsgruppen sind nicht die schönen historischen oder weniger historischen Narrenzünfte, meine liebsten Gruppen sind die, die jedes Jahr sich etwas Neues einfallen lassen und so unserem Umzug erst die Farbe geben“, unterstreicht Holger Schank.

Eine besondere Umzugsgruppe stellt die Wiler Rhy Waggis Clique aus Weil am Rhein dar. Ihre Figur stellt einen Elsässer Marktbauern dar, deshalb werden an den Umzügen gerne auch Obst und Gemüse verteilt. Die Larve wird als Besonderheit von je her von der Clique selbst hergestellt. Ihre Markenzeichen ist die rote lange Nase und das große Maul. Das Kostüm (kein Häs!) ist immer in den Farben der Tricolore Blau-Weiß-Rot gehalten. Aktuell zählt die Wiler Rhy Waggis Clique 28 Aktivmitglieder von 16 bis 83 Jahren, erzählt Waggis-Mitglied Jan Stahl.

Showtanz und Guggenmusik

Um alle Narren und Gäste im „Städtle“ zu bewirten, gibt es zwei Bewirtungszelte, am Saumarkt und in der Grabenbachstraße. Ebenso sind die örtliche Gastronomie, Besenwirtschaften und die Zunftstube eingebunden. In der Stadthalle wird nach dem Umzug munter weitergefeiert. „Wir werden die Stadthalle wieder zum Kochen bringen. Mit den Yetis, mit der heimischen Sunshine-Gugge, anderen Musikgruppen und auch mit der besten Showtanzgruppe, die wir kennen – den Hopp-A-Holix aus Sauldorf“, verspricht Holger Schank. Allerdings werde sich die Reihenfolge dieses Jahr etwas ändern, denn die Yetis gestalten nicht mehr den Abschluss, sondern kommen schon viel früher zum Einsatz. Im Hotel Löwen unterhält Musikant Klaus Mühlhauser. Abends ziehen traditionsgemäß Schnurrergruppen durch die Gaststätten und bieten in Reimen und Gesang humorvoll das Stadtgeschehen und lokale Ereignisse dar. Denn: „Ebbes isch immer.“

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