Schweiz

Eine Massenbewegung ist der Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen in der Schweiz noch nicht. Parallel zu Veranstaltung in Berlin gab es am vergangenen Wochenende zwar auch eine in Zürich – dabei kamen jedoch nur rund 1000 Menschen zusammen, wie Medien berichten. Auch hier zeigte sich ein wild durchmischtes Bild von Antifa-Symbolen bis deutschen Reichskriegsflaggen. Wohl wegen letzterer kam es nach der Demo auch zu kleineren Ausschreitungen.

Polizisten, die zum Teil einen Mundschutz tragen, stehen im Vorfeld einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf dem Sechseläutenplatz in Zürich.
Polizisten, die zum Teil einen Mundschutz tragen, stehen im Vorfeld einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf dem Sechseläutenplatz in Zürich. | Bild: Alexandra Wey/Keystone/dpa

Ansonsten gibt es in der Schweiz eher kleine Veranstaltungen, die nächstgrößere neben der Demo in Zürich waren Proteste in Bern Ende Juli mit etwa 500 Teilnehmern. Umfragen zeigen in der Schweiz – wie in Deutschland – eine gesamtgesellschaftlich hohe Zustimmung zu den von der Politik ergriffenen Maßnahmen, die insgesamt weniger strikt waren und sind als die deutschen.

Österreich

In Vorarlberg hat es tatsächlich schon eine Demo mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern am Bodensee gegeben. In Bregenz sammelten sich am 23. August rund 500 Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Dabei waren auch Vertreter verschiedener deutsche „Querdenker“-Gruppierungen.

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Corona-Großdemos gibt es in Österreich aber kaum. Für einen Protestzug in Wien hatten sich die Veranstalter im Vorfeld 15.000 Besucher erhofft, 3000 kamen nach ihren Angaben. Medien berichten jedoch, dass die Polizei nur rund 400 Demonstranten zählte. Für das kommende Wochenende ist erneut eine Veranstaltung der österreichischen „Querdenker“ in Wien angekündigt.

Frankreich

In Frankreich starben mehr als 30.000 Menschen mit Corona, besonders im grenznahen Elsass spielten sich schreckliche Szenen in den überlasteten Krankenhäuser ab. Selbst die protestfreudigen Franzosen wundern sich deswegen eher über die Szenen in Berlin, als selbst auf die Straße zu gehen.

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Zwar gibt es vereinzelte Proteste wie zuletzt etwa in Paris, jedoch kommen hier nur wenige hunderte Teilnehmer zusammen – und das im Land der Gelbwesten. Ein möglicher weiterer Grund für die geringe Beteiligung: Die extreme Rechte um Marine Le Pen fordert nicht wie hierzulande die AfD weniger Regeln, sondern sogar schärfere Anti-Corona-Maßnahmen.

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