Basketball, ProA: Die wiha Panthers setzten mit ihrer ersten Neuverpflichtung für die kommende Saison gleich ein richtiges Ausrufezeichen: Mit Nate Britt kommt ein Point Guard mit klangvoller Vita an den Neckarursprung. Mindestens vier Spieler aus der Vorsaison werden die Schwenninger hingegen verlassen.

Die University of North Carolina gilt als eine der renommiertesten und erfolgreichsten Basketball-Hochschulen der USA. Kein Geringerer als Michael Jordan, aber auch zahlreiche weitere große Namen wie Vince Carter oder Bundestrainer Henrik Rödl trugen bereits das Trikot der Uni aus Chapel Hill. Mit Nate Britt wird ein Absolvent der „Tar Heels“ in Zukunft das Trikot der wiha Panthers tragen. Der US-amerikanische Point Guard verstärkt die Schwarzwälder ab der kommenden Saison.

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Britt gewann mit den North Carolina Tar Heels 2017 die US-amerikanische Hochschul-Meisterschaft und spielte daraufhin in Schottland, Griechenland, Argentinien und in der vergangenen Saison sehr erfolgreich für Omonia in der zyprischen ersten Liga. Bei den Panthers unterzeichnete der 26 Jahre alte und 1,85 Meter große Spielmacher einen Vertrag über ein Jahr mit einer Option für ein weiteres. „Das ist für uns und die ProA ein Sensationstransfer. Ich hätte niemals gedacht, dass wir solch einen Spieler an Land ziehen können. Nate ist ein ganz feiner Mensch“, freut sich Panthers-Trainer Alen Velcic über die Verpflichtung.

Der Point Guard besticht mit Tempo, enormen Dribbling-Fähigkeiten und drei Jahren Profi-Erfahrung in Europa, hat allerdings keinen konstanten Sprungwurf. Bei der Verpflichtung profitierten die Panthers von den aufgrund der Corona-Krise eingebrochenen Gehaltssummen, sodass die Schwenninger keine finanzielle Schmerzgrenze überschreiten mussten.

Britt wird in der kommenden Saison die Spielmacher-Position bekleiden, auf der Drew Brandon eine Lücke hinterließ. Der Point Guard, der als Schlüsselspieler zur überragenden Rückrunde der Vorsaison beitrug, wird nicht mehr in die Doppelstadt zurückkehren. Velcic hätte Brandon gerne behalten, der Spieler gestaltete die Vertragsgespräche allerdings zu kompliziert.

Drew Brandon (am Ball) wird nicht mehr zu den wiha Panthers zurückkehren.
Drew Brandon (am Ball) wird nicht mehr zu den wiha Panthers zurückkehren. | Bild: Maurice Sauter

Neben Brandon wird auch ein zweiter US-amerikanischer Leistungsträger die Panthers verlassen. Mit Jaren Lewis konnte keine finanzielle Einigung erzielt werden. Zudem kehren auch Yasin Kolo und Filip Kukic den Raubkatzen den Rücken. Die Zukunft von Topscorer Rasheed Moore ist noch ungewiss. Allerdings deutet viel auf einen Wechsel in die Bundesliga hin. Coach Velcic ordnet die Chancen auf eine Rückkehr des Publikumslieblings nach Schwenningen bei 40 Prozent ein. In Sachen Neuzugänge wollen die Panthers bereits in den kommenden Wochen weitere Nägel mit Köpfen machen und ihr Team für die kommende Saison frühzeitig aufstellen.

Dieses US-amerikanische Duo wird getrennte Wege gehen: Jaren Lewis (links) wird die wiha Panthers sicher verlassen, Rasheed Moore zieht es in die Bundesliga.
Dieses US-amerikanische Duo wird getrennte Wege gehen: Jaren Lewis (links) wird die wiha Panthers sicher verlassen, Rasheed Moore zieht es in die Bundesliga. | Bild: Dieter Reinhardt

Wann diese Mannschaft dann erstmals aufs Parkett darf, ist derzeit noch vage. In einer Arbeitsgruppe beraten Vereine und Liga über mögliche Szenarien, wann und unter welchen Rahmenbedingungen bezüglich Zuschauern und Hygiene-Vorschriften die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga beginnen kann. Dies hängt in erster Linie von den weiteren politischen Beschlüssen und der Entwicklung der Pandemie ab. Geisterspiele sind aufgrund der damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen für die Vereine ein unwahrscheinliches Szenario. Konkrete Pläne sind in den kommenden Monaten zu erwarten.

Aufgrund der Corona-Krise verzögert sich außerdem das Lizenzierungsverfahren zur kommenden Saison. In einem Monat müssen die Vereine konkrete Haushaltsplanungen einreichen, ehe voraussichtlich Mitte Juli die Lizenzen erteilt werden. Die wiha Panthers blicken nach Wochen der Ungewissheit nun wesentlich optimistischer in die Zukunft. Der Großteil der Sponsoren bleibt den Basketballern treu, sodass die Schwenninger voraussichtlich mit einem ähnlichen Etat wie in der Vorsaison planen können.

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