Eigentlich zählt er fast schon zu den „alten Hasen“, Hannes Müller von den Sportfreunden Owingen-Billafingen. Immerhin schon seit fünf Jahren ist er Schiedsrichter, der aber gerade mal 18 Jahre alt ist.

Vor Kurzem befand er sich noch im Schlussspurt eines dreimonatigen USA-Aufenthalts, wo er als Fußball- und Athletiktrainer bei zwei Sommercamps amerikanischer Kinder und Jugendlicher in Wisconsin, etwa drei Autostunden von Chicago entfernt, seine Lebenserfahrung ausbaute.

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Zurück in Deutschland, arbeitet er jetzt an seiner Leidenschaft weiter, die ihn schon in der Kindheit fasziniert hat – das Pfeifen. Bereits zum Ende der Grundschulzeit und auch in der Nachmittagsbetreuung, wenn die Kinder sich dem Kicken widmeten, holte er mit seinen neun, zehn Jahren die gelbe und die rote Karte raus und spielte den Schiri.

Er gab im Verein erst Ruhe, als er schließlich zum Lehrgang zugelassen wurde: „Diesen Entschluss habe ich bis heute nie bereut.“ Natürlich gab es auch negative Erlebnisse, „denn mir gibt es immer zu denken, wenn es Probleme mit respektvollem Umgang gibt“.

Viele schöne Momente auf dem Platz

Auf der anderen Seite gibt es die vielen schönen Momente des gemeinsamen Erlebens, „immer dann, wenn man nicht alleine unterwegs ist“. Dazu zählen Wettbewerbe wie die Hallenmeisterschaften mit einem Schiedsrichter-Team, vor allem aber natürlich die Spiele als Assistent im Gespann, die Müller „am meisten genießt“.

Schon als Teenager wurde er durch sein Hobby geprägt: „Es hat mir viel gebracht, mit Problemen umzugehen und mich zu behaupten. Ich war bei Aktivenspielen ja immer der Jüngste auf dem Platz.“

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Zu Beginn dieser Saison gelang Müller der Aufstieg in den Kader der Bezirksliga-Referees. Ein Ziel, wohin ihn die Karriereleiter führen soll, hat er sich nicht gesetzt: „Mein Ziel ist es, die Spiele so zu leiten, dass ich hinterher beiden Teams, jedem Beteiligten auf dem Spielfeld offen in die Augen schauen und dass man respektvoll miteinander reden kann, ohne sich böse zu sein.“