Fußball-Bezirksliga: – „Wenn einer mit Übergewicht aus der Corona-Pause gekommen ist, dann war es höchstens der Trainer“, schmunzelt Klaus Gallmann beim Blick auf den Kader des FC Erzingen: „Die Jungs wissen, dass wir in dieser Saison etwas reißen wollen. Sind entsprechend fit in die Vorbereitung gestartet, sonst ist das nicht möglich“, freut sich der seit Frühjahr 2018 im Klettgau tätige A-Lizenz-Inhaber.

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Der Verein hat in der Tat viel bewegt und auf dem regionalen Transfermarkt ordentlich zugeschlagen. Acht neue Spieler erweitern den Kader nicht nur quantitativ, sondern steigern auch das Potenzial: „Wir hatten in der vergangenen Saison schon eine Super-Mannschaft und die ist nun noch besser geworden“, freut sich Klaus Gallmann auf eine spannende Saison und einen reizvollen internen Konkurrenzkampf.

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Der dauert – im Gegensatz zu den Konkurrenten – beim FC Erzingen eine Woche länger. Da die Liga mit 17 Clubs spielt, hat jedes Wochenende ein anderer Verein frei. Der FC Erzingen pausiert am ersten Spieltag, greift erst am 30. August mit dem Heimspiel gegen den Bosporus FC Friedlingen ins Geschehen ein. Die Pause nutzt das Team zu einem interessanten Testspiel am Samstag, 22. August, 16.15 Uhr, gegen die mit österreichischen Nachwuchs-Nationalspielern gespickte U19 des Vorarlberger Fußballverbands.

Das Trainer-Team des FC Erzingen: Klaus Gallmann (Mitte) mit seinen Assistenten Michael Jauch (links) und Sylvio Kech.
Das Trainer-Team des FC Erzingen: Klaus Gallmann (Mitte) mit seinen Assistenten Michael Jauch (links) und Sylvio Kech. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Seit beim FC Erzingen wieder trainiert wird, herrscht reges Treiben in den Übungsstunden: „Vier Einheiten pro Woche sind angesetzt. Die Jungs ziehen sehr gut mit“, ist Gallmann zufrieden, auch wenn phasenweise Urlauber und angeschlagene Spieler dann doch wieder nicht mitmachen konnten.

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FC Erzingen

Jedenfalls hat das Hauen und Stechen um die Stammpositionen begonnen und Gallmann steht vor der „reizvollen Aufgabe, diese hervorragenden Einzelspieler zu einer schlagkräftigen Mannschaft zu formen, die vor allem eine konstante Leistung über die gesamte Saison abrufen kann.“ Genau dies, erinnert Gallmann an mehrfach erlebte Schwächephasen, sei in der Vergangenheit das Problem des FC Erzingen gewesen.

Trainer Klaus Gallmann (FC Erzingen): Es wäre angesichts der starken Konkurrenz vermessen, uns als Titelfavoriten zu bezeichnen.
Trainer Klaus Gallmann (FC Erzingen): Es wäre angesichts der starken Konkurrenz vermessen, uns als Titelfavoriten zu bezeichnen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Lediglich ein Spieler aus dem bisherigen Kader hat sich zur neuen Saison verabschiedet. Manuel Göbel, der schon seit längerer Zeit immer wieder zu den Spielen pendelte, hat sich dem SV Höchenschwand angeschlossen.

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Beim B-Kreisligisten spielt er an der Seite seines Kumpels und einstigen Erzinger Mitspielers Johannes Baumgartner: „Wir verlieren ein Urgestein, auf den sich der Verein und die Mannschaft zu jeder Zeit und in jeder Lage verlassen konnte. Er hinterlässt als Spieler und Mensch eine große Lücke im Team“, schickt Gallmann dem 31-Jährigen die besten Wünsche hinterher.

Lücke: Urgestein Manuel Göbel (rechts, gegen Eschbachs Andreas Studinger) hat den FC Erzingen verlassen und spielt künftig in der Kreisliga B bei der SG Höchenschwand/Häusern.
Lücke: Urgestein Manuel Göbel (rechts, gegen Eschbachs Andreas Studinger) hat den FC Erzingen verlassen und spielt künftig in der Kreisliga B bei der SG Höchenschwand/Häusern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Ein gutes Jahr nach den verlorenen Landesliga-Aufstiegsspielen gegen die SG Nordweil/Wagenstadt und angesichts der namhaften Verstärkungen muss sich der FC Erzingen zum Kreis der Favoriten zählen lassen. Eine Rolle, die Klaus Gallmann nicht unbedingt behagt: „Das wäre vermessen gegenüber der Konkurrenz, wenn wir uns als Titelfavorit sehen würden.“

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Schließlich sehe er im VfB Waldshut, FC Zell, SV Herten und TuS Efringen-Kirchen ein paar gut verstärkte Teams, die durchaus das Zeug für ganz oben haben: „Mit denen wollen wir uns messen und um die vorderen Plätze mitspielen“, so Gallmann, der nicht ausschließt, dass sich noch sein sechster Verein in diesen Reihen mischen könnte: „Eine Überraschungsmannschaft hat es noch jede Saison gegeben.“