Lucas, Sie kamen nach neun Jahren beim SC und FSV Rheinfelden zurück zum SV Herten. Was war der Grund?

Kontakt gab es immer zum Verein und Sportchef Matthias Tröndle fragte zuletzt jährlich an. Ich fand es an der Zeit, das sich der Kreis schließt. Mit Trainer Musa Musliu und Kapitän Remo Laisa spielte früher schon. Und nicht zuletzt wollte ich zum Abschluss mit meinem Bruder Bastian in einer Elf spielen.

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Wechsel innerhalb der Stadt werden aber nicht immer gern gesehen?

Diese Zeiten sind längst vorbei. Rivalität im Spiel ist in Ordnung, aber außerhalb des Platzes kennt und schätzt man sich. Ich schaue, wenn es zeitlich passt, gern beim FSV Rheinfelden vorbei. Und dessen Spieler stehen ja auch öfter bei uns am Platz.

Lucas Eschbach (30) lebt in Rheinfelden, arbeitet in Basel. Mit Fußball begann er beim SV Herten, wechselte als B-Junior zum SV Nollingen. Obwohl noch A-Junior, spielte er ab 2007/08 aktiv für den SV Herten. Zur Saison 2010/11 schloss er sich dem SC (später FSV) Rheinfelden an. Im Juli kehrte er zum SV Herten zurück.
Lucas Eschbach (30) lebt in Rheinfelden, arbeitet in Basel. Mit Fußball begann er beim SV Herten, wechselte als B-Junior zum SV Nollingen. Obwohl noch A-Junior, spielte er ab 2007/08 aktiv für den SV Herten. Zur Saison 2010/11 schloss er sich dem SC (später FSV) Rheinfelden an. Im Juli kehrte er zum SV Herten zurück. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Sie zählen in einer neu formierten Elf zum Kreis der Routiniers. In welcher Rolle sehen Sie sich?

Ich möchte den Jungs etwas mitgeben, sie unterstützen. Die Mischung stimmt bei uns. Vorn wirbeln die Jungen, hinten halten wir Alten den Laden zusammen.

Video: Neithard Schleier

Das klappte in der Vorrunde nicht immer so wie gewünscht?

Man darf nicht vergessen, dass der Kader enorm verändert wurde, neue Trainer kamen. Ich sehe uns mittlerweile in der Spur. Fünf der letzten sechs Spiele gewannen wir souverän. Einzig gegen die Top-Teams gelang uns nur der Punkt in Waldshut. Das kann sich in der Rückrunde aber ändern.

Aktuell steht ihr auf Platz fünf. Greift ihr nochmals an?

Das ist kein Thema. Hier entwickelt sich etwas. Dass wir auf einem guten Weg sind, zeigt die Präsenz der Neuen in der Stamm-Elf. Mittelfristig schauen wir nach oben.

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Allerdings ohne Philipp Müller...

...der eine Lücke hinterlässt – nicht nur sportlich. Ich kenne keinen Stürmer, der soviel Defensivarbeit leistet. Philipp ist als Typ sensationell. Er war nur zwei Jahre hier, war perfekt integriert und hatte stets für alle ein offenes Ohr. So einen Mann kann man nicht ersetzen.

Video: Scheibengruber, Matthias

Und wie sieht es bei Ihnen selbst aus?

Wir werden sehen, wie weit mich meine Füße noch tragen. In der Vorrunde hatte ich Knieprobleme, das wurde behandelt. Ans Aufhören denke ich noch nicht. Wir haben hier ja noch etwas vor. Als ich damals anfing, sind wir in die Bezirksliga aufgestiegen. Super wäre, zum Ende nochmals aufzusteigen.

Fragen: Matthias Scheibengruber

Das findet Lucas Eschbach besser...

Berge oder Meer?

„Meer – aber warm muss es sein...“

Kino oder DVD-Abend?

„Kino ist out. DVD oder Netflix“

Training oder chillen?

„Oh, schreib lieber mal Training...“

Schwarze oder bunte Kickschuhe?

„Da bin ich Old-School. Ich trage auf jeden Fall schwarze Schuhe, obwohl es ganz schwarz kaum noch gibt.“

Bier oder Wein?

„Bier. Seit dem Wirte-Wechsel im Clubheim stehen wir auf Augustiner – das ist grad angesagt bei uns“