Fußball-Bezirksliga: – Nach einer knappen Viertelstunde konnte einem um den FC Schönau Angst und Bange werden. Die personell am Anschlag agierenden Gäste lagen nach Treffern von Tunahan Kocer (4.) und Philipp Müller (11.), der zum Ausstand vor seiner Rückkehr zur SG Niederhof/Binzgen seine Elf als Kapitän aufs Feld führen durfte, mit 0:2 hinten.

Video: Neithard Schleier

Ohne die etatmäßigen Torleute Tobias Steinebrunner und Philipp Georg – im Kasten stand Nachwuchsmann Andreas Pfefferle – sowie ohne die Offensivkräfte Tim Behringer und Dominik Pfeifer schien sich die dritte Niederlage in Folge abzuzeichnen – zumal der SV Herten in den letzten beiden Spielen beim FC Tiengen 08 und gegen den FC RW Weilheim mit 16 Toren geglänzt hatte.

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Erstaunlicherweise aber fuhr die „Torfabrik“ mit der sicheren Führung ihren Schub deutlich zurück: „Die Jungs haben ordentlich losgelegt, dann aber doch eher verhalten weiter gemacht“, war nicht nur Stefan Weber verwundert. Der Vorsitzende des SV Herten bangte kurz vor der Pause gar um den Vorsprung, als sich Ismail Demirci in der 39. Minute den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht legte. Nick Henke hatte Gegenspieler Johannes Walleser gehalten, der Strafstoßpfiff von Ralf Brombacher blieb ohne Proteste.

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Demirci allerdings vergab die große Chance, seine Elf heran zu bringen. Im Duell mit Vadim Herz, der seine Bezirksliga-Premiere beim SV Herten feierte, zeigte der Schönauer Routinier Nerven und schoss den Ball links am Tor vorbei. „Das war leider kein Warnschuss für uns“, befand Stefan Weber. „Wir haben trotz der personellen Misere das Spiel gut in Griff bekommen“, war FCS-Trainer Faik Zikolli nicht unzufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft.

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Die Gäste belohnten sich spät, wenn nicht gar zu spät, mit dem Anschlusstreffer durch Fabian Behringer. Dessen Freistoß rutschte Herz durch die Finger zum 1:2 (78.) ins Netz: „Das Tor war überfällig. Aber wir waren in der Offensive zu wenig konsequent, sonst hätten wir schon eher das 1:2 erzielt“, betonte Zikolli, für den die Anschlussszene entscheidend war: „Kaum hatten die Hertener angespielt, lag der Ball schon wieder bei uns im Netz.“

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Alessandro Mastrangelo hatte am linken Strafraumeck Maß genommen und mit einem herrlichen Schlenzer über Freund und Feind hinweg das 3:1 (79.) erzielt: „Dieser Treffer hat uns dann das Genick gebrochen“, so Zikolli, der zwei Minuten später auch noch das 1:4 hinnehmen musste: „Die Niederlage fiel zu hoch aus.“

Kapitän geht von Bord: In seinem letzten Spiel für den SV Herten durfte Philipp Müller, der nach zwei Jahren zur SG Niederhof/Binzgen zurückkehrt, die Spielführerbinde tragen. Der 30-Jährige verabschiedete sich beim 4:1 gegen den FC Schönau standesgemäß mit einem Tor.
Kapitän geht von Bord: In seinem letzten Spiel für den SV Herten durfte Philipp Müller, der nach zwei Jahren zur SG Niederhof/Binzgen zurückkehrt, die Spielführerbinde tragen. Der 30-Jährige verabschiedete sich beim 4:1 gegen den FC Schönau standesgemäß mit einem Tor. | Bild: Neithard Schleier

Während kurz danach Philipp Müller mit Applaus vom Platz verabschiedet und durch Mario Rittwag ersetzt wurde, war der Abgang von Vadim Herz, vier Minuten später, nicht ganz so herzlich. Nach einem rüden Zweikampf ging der 38-Jährige den Schönauer Spieler an, hielt sich auch verbal nicht zurück. Brombacher zückte „Rot“ und für die letzten fünf Minuten zog Joshua Kopp – wie vor Wochenfrist beim 6:0 gegen den FC RW Weilheim – die Handschuhe über und hielt erneut den Kasten sauber.

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SV Herten – FC Schönau 4:1 (2:0). – Tore: 1:0 (4.) Kocer; 2:0 (11.) Müller; 2:1 (78.) F. Behringer; 3:1 (79.) Mastrangelo; 4:1 (81.) Kocer. – SR: Ralf Brombacher (Kandern). – Z.: 120. – Bes.: Rot für TW Herz (SVH/85.) wg. Unsportlichkeit.

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