Sind alle wohlauf beim FC Öhningen-Gaienhofen?

„Ja, zum Glück geht‘s uns allen gut. Das ist momentan die Hauptsache. Ich habe auch regelmäßig Kontakt zu den Spielern, zum einen wegen privaten Dingen, aber auch wegen der Saisonplanung, die wir normalerweise in großer Runde besprechen. Aber das geht ja momentan nicht.“

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Was machen die Spieler während der Pause?

„Als es losging mit Corona, haben wir den Spielern per WhatsApp Vorschläge gemacht, wie sie sich fit halten können – alles auf freiwilliger Basis. Ich bin aber überzeugt, dass die meisten extrem fleißig waren. Die Jungs haben alle einen super Charakter. Wenn es wieder losgeht mit dem Amateurfußball, werden wir körperlich sicher keine Schwierigkeiten haben. Mit dem Mannschafts-Training auf dem Platz legen wir am 9. Juni wieder los. Darauf freuen sich die Spieler schon riesig.“

Wie geht‘s dem Verein in der Krise?

„Ich habe natürlich nicht den großen Überblick über die Situation des Vereins wie der Vorstand. Aber dem Club fehlen auf jeden Fall die Einnahmen durch Heimspieltage ganz besonders, da wir in der Bezirksliga mit die meisten Zuschauer haben. Und auch die Feste, bei denen der Club aktiv war, fallen weg. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir das alle gemeinsam meistern werden.“

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Lieber Saisonabbruch oder Fortsetzung?

„Ganz ehrlich: Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung nicht treffen muss. Ich habe höchsten Respekt vor den Funktionären beim Südbadischen Fußballverband, die hier in der Pflicht sind. So etwas gab es schließlich noch nie, und ganz egal, welche Entscheidung fällt, wird es immer Verlierer geben. Ich habe auch Verständnis, dass Teams, die noch Chancen auf den Aufstieg gehabt hätten, mit der vorgesehenen Wertung unzufrieden sind. Wir selbst hätten als Tabellenvierter vielleicht auch noch ein Wörtchen mitreden können, werden es aber nehmen, wie es kommt.“

Was muss sich im Fußball ändern nach Corona?

„Wir müssen den Amateurfußball wieder mehr schätzen lernen, zufrieden sein mit dem, was wir haben. Das gilt auch für überzogene Transfersummen. Wichtig ist, dass wir uns wieder mit mehr Respekt begegnen und es auch den Schiedsrichtern leichter machen. 90 Minuten sich hart bekämpfen, auch mal ein bisschen härter rangehen, das ist okay. Aber nach dem Spiel muss alles vergessen sein, und man trifft sich im Clubheim auf ein Getränk.“

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