Meßkirch – So stimmungsvoll wie beim großen Finale das Lied „Wir lieben den Ringgenbach“ erklang, waren auch die närrischen Darbietungen beim Bürgerball am Samstagabend. Viel Applaus gab es von den 170 Besuchern im voll besetzten Saal des umgebauten Dorfgemeinschaftshauses für die Akteure, die mit einem dreistündigen Programm zu unterhalten wussten.

Eingangs dankten die Ringgenbacher mit dem Lied „Dankeschön“ dem anwesenden Bürgermeister Arne Zwick wie auch Ortsvorsteher Harald Veeser und den vielen freiwilligen Schaffern aus dem Dorf, wie es der Vorsitzende des Narren-, Kultur- und Sportvereins (NKSV), Michael Walz, formulierte. Er sprach angesichts des umgebauten Dorfgemeinschaftshauses von einem gelungenen „Jahrhundert-Bauwerk“.

Das Programm des Ringgenbacher Bürgerballs sei unverblümt, humorvoll und voller Witz, wie Beppo Veeser, der durchs Programm führte, immer wieder betonte. Uschi Keller, die seit 25 Jahren aktiv auf der Bühne steht, schilderte in gereimten Versen in ihrem „Silbervortrag“ die Sicht eines Mannes auf sein Leben. Unter anderem beim Tankstellengespräch oder im „Gmoindshaus“ beleuchteten Michael Walz, Tobias Waldenspuhl und Christoph Henle in humorvoller Art und Weise das Leben in Ringgenbach.

Auch die neuen Pachtregeln der Stadt Meßkirch wurden im Rahmen des Bürgerballs auf die närrische Schippe genommen. Poetisch wurde hervorgehoben, dass „Meßkirch, europaweit der Vorreiter für die Düngung ohne Glyphosat“ sei. Die Stadt solle so in die Geschichte der Weltverbesserer eingehen. Auf der Bühne gab es zu diesem Thema ein mit viel Witz und Humor geführtes Streitgespräch.

Probleme gab es auf einer Baustelle: Meßkirchs Zunftmeister Holger Schank (rechts) musste beim Durchsägen eines Bretts mit Hand anlegen.
Probleme gab es auf einer Baustelle: Meßkirchs Zunftmeister Holger Schank (rechts) musste beim Durchsägen eines Bretts mit Hand anlegen.

Was man mit einem unerfahrenen Gastarbeiter auf einer Baustelle alles erleben kann, zeigten mit einer besonderen Pointe Stefan Strigel, Niklas Droxner und Christoph Hehle. Sie mussten schließlich noch Holger Schank, den anwesenden Zunftmeister der Katzenzunft Meßkirch, beim Absägen eines Brettes zu Rate ziehen.

Show, Tanz und Musik gab es mit dem bekannten Zewa-Wisch&Weg-Song von Judith und Thomas Bialk, Simone Walz und Wolfgang Veeser. Und die stürmische Garde der jungen Mädels mit Carola Börner, Ella Krigar, Angelika Kuschewski, Jana Veeser und Kevin Keller als Vortänzer wurde besonders gefeiert. Auch die Showeinlage von Stefan Strigel, Tobias Waldenspuhl, Armin Schlegel und Christoph Hehle, die einen Strip erahnen ließ, fand starken Beifall. Die jungen Männer zeigten jedoch nur ihre sportlichen Oberkörper.

Jan Künstle (links) und Stefan Strigel beim „Komede Scheuer“-Auftritt, der ihnen beim Bürgerball viel Beifall des Publikums einbrachte.
Jan Künstle (links) und Stefan Strigel beim „Komede Scheuer“-Auftritt, der ihnen beim Bürgerball viel Beifall des Publikums einbrachte.

Die „Komede-Scheuer“ von Stefan Strigel und Jan Künstle war ein sehr humorvoll gemachtes Zwiegespräch nach der Art von „Hannes und der Bürgermeister“. Zahlreiche Mißverständnisse hatte der Bürgermeister (Jan Künstle) zu klären, die den Hannes mit seinem schwäbischen Dorfdialekt in große Schwierigkeiten beim CIA-Geheimdienst gebracht hatten.

Das Duo „Chris & Anja“ sorgte nicht nur eingangs für musikalische Unterhaltung, sondern trug auch zur guten Stimmung während des Bürgerballs bei. Nach Abschluss des närrischen Programms spielte es zu netten Tanzrunden auf der dank des Umbaus vergrößerten Tanzfläche.